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Georg Eisenreich: Übertrittsverfahren hat sich bewährt – Kritik der SPD ignoriert Erkenntnisse aus anderen Ländern
      
26.01.2012

„Die Forderung der SPD-Landtagsfraktion nach einer völligen Freigabe des Elternwillens lehnt die CSU-Landtagsfraktion mit guten Gründen ab. Denn die Bundesländer, die als Grundlage für den Übertritt auf Leistung und Noten setzen, schneiden bei Leistungsstudien wie PISA am besten ab“, erklärte Georg Eisenreich, der Vorsitzende des Arbeitskreises für Bildung, Jugend und Sport der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag.

Bayern habe das Übertrittsverfahren weiterentwickelt und vor einigen Jahren ein Entscheidungsrecht für Eltern eingeführt. Erreichen Schülerinnen und Schüler im Probeunterricht in den Fächern Deutsch und Mathematik jeweils mindestens die Note 4, dann können die Eltern über die Schullaufbahn ihres Kindes entscheiden. „Eine völlige Freigabe führt aber dazu, dass Kinder durch die Anforderungen der weiterführenden Schule schnell überfordert und durch ständige Misserfolge demotiviert werden“, so der CSU-Bildungspolitiker.

Studien hätten außerdem gezeigt, dass nach einer Freigabe des Elternwillens die Beratung durch die Schule in den Hintergrund trete und weniger Kinder aus bildungsfernen Familien an das Gymnasium wechseln. Eisenreich: „Eine Freigabe des Elternwillens führt daher nicht zu mehr, sondern zu weniger Bildungsgerechtigkeit.“

Die Bedeutung des Übertritts nach der vierten Klasse für die schulische Karriere habe in den letzten Jahren ohnehin abgenommen. Denn die Durchlässigkeit des bayerischen Schulsystems wurde massiv erhöht. Neben dem Gymnasium ist die berufliche Bildung zu einem wichtigen Weg zur Hochschulzugangsberechtigung geworden. Über 43 Prozent der Hochschulzugangsberechtigungen werden inzwischen über die berufliche Bildung erworben.

„Wir sind jetzt dabei, die Schüler beim Übergang noch intensiver zu begleiten. Durch verschiedene Maßnahmen wie Vorklassen, Einführungsklassen oder Kooperationen wird jeder Schülerin und jedem Schüler garantiert, dass er bei entsprechenden Leistungen in der Heimatregion jeden Bildungsabschluss erreichen kann“, so Eisenreich abschließend.

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