Diskussion um die Neugestaltung und Umsetzung der neuen Oberstufe am achtjährigen Gymnasium
Zu einem intensiven Dialog mit Schülern, Eltern, Lehrern und interessierten Bürgern begrüßte der Landtagsabgeordnete des Münchner Westens, Staatsminister a.D. Dr. Otmar Bernhard am 8. Februar den Bayerischen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, MdL im überfüllten Saal des Alten Wirtes in Obermenzing.
Bernhard unterstrich in seiner Einführung, die Bedeutung der Schulpolitik für die Gesellschaft und für die Zukunft unseres Landes. Insbesondere eine erfolgreiche Bildungspolitik sei der Schlüssel für die individuellen Lebenschancen unserer Kinder, für die Innovationskraft unserer Gesellschaft und für eine gelingende Integration. „Denn die frühzeitige Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Migrantenfamilien ist der Schlüssel dafür, Chancengerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen zu garantieren" so Bernhard.
Wenn man sich die Veränderungen der Gesellschaft und die Entwicklung der Wissensgesellschaft ansehe, erkenne man, dass Schule eine stete Modernisierungsarbeit sein müsse. „Schule ist eine Vorbereitung auf das Leben, daher muss sie sowohl den Ansprüchen des Allgemeinwissens, als auch der Vorbereitung auf das Berufsleben entsprechen."
Die demographische Entwicklung werde die Schulpolitik vor große Herausforderungen stellen. Während in den ländlichen Räumen der Erhalt des Schulangebots vor Ort nicht mehr gewährleistet sein werde, müssten in den Großstädten neue Schulen gebaut werden. „Die Politik wird mit einer ganz neuen Dimension von Anforderungen konfrontiert sein. Da wird es um mehr, als die Garantie eines ordentlichen Lehrangebots und saubere Schulgebäude gehen", prognostisiert Bernhard.
Zu letzt verdeutlichte Bernhard an dem seit Jahren überproportional gestiegenen Anteil der Schulausgaben am bayerischen Staatshaushalt, welche starke Bedeutung die Staatsregierung und die CSU der Bildungspolitik zumesse.
Bernhard: „Da jeder persönlich, durch Kinder oder Enkel betroffen ist, war, und sein wird, wird Schulpolitik immer eine Herzensangelegenheit der Bürgerinnen und Bürger sein. Hier ist klar, dass wir eine kontroverse Diskussion haben."
Und in diese Diskussion stürzten sich die vielen Anwesenden nach einer umfassenden Einführung in die aktuellen konkreten Entscheidungen insbesondere zur neuen Oberstufe am achtjährigen Gymnasium durch den Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle bis spät in die Nacht hinein.
„Die vielen Rückmeldungen und persönlichen Erlebnisberichte der anwesenden Schüler, Lehrer und Eltern von Gymnasien zeigen, dass die von Ludwig Spaenle entwickelten Beschlüsse zur neuen Oberstufe des achtjährigen Gymnasiums in die richtige Richtung gehen, es jedoch noch ein deutliches Informationsleck und damit Umsetzungsproblem vor Ort an den Gymnasien im Münchner Westen gibt. Hier muss im Interesse der Schülerinnen und Schüler unbedingt nachgearbeitet werden" resümierte Bernhard den Abend für sich.