Ansichtssache
Politik hat mich schon immer fasziniert. Mitzuhelfen, Probleme zu lösen, für die Menschen in der Gesellschaft etwas zu tun. Für die eigene Kommune, aber auch für das Land Verantwortung zu übernehmen. 26 Jahre im Stadtrat meiner Heimatstadt Friedberg haben auch dazu beigetragen, Verständnis für verschiedene Situationen verschiedener Menschen aufzubringen. Diese Jahre haben mich aber auch geprägt, auf die Menschen zuzugehen, zuzuhören, Rat zu geben - nichts zu bagatellisieren, sondern Mitbürger mit ihren Problemen ernst zu nehmen. Schön ist es, wenn man dann hin und wieder ein Erfolgserlebnis hat und helfen kann. Dies ist auch eine Kunst, Politik zu erleben, ohne nicht unbedingt selber im Mittelpunkt zu stehen. Diese Situation setzt sich auch in meiner Arbeit im Landtag fort. Ich bin angetreten, möglichst für unseren Landkreis, das "Wittelsbacher Land", Optimales in München zu erreichen. Zu versuchen, gemeinsam mit den Kommunen auftretende Probleme zu lösen, abzuwenden oder zu beseitigen. Manchmal gelingt es, oftmals macht sich aber auch Resignation breit, wenn man an verschiedene Grenzen stößt. Aber auch das ist Politik in einer Demokratie, in der eben demokratisch entstandene Ergebnisse akzeptiert werden müssen. Eines habe ich in meiner langen politischen Laufbahn gelernt: Es ist müßig zu glauben, man könnte in einer bestimmten Position alle Ungereimtheiten auf die Reihe kriegen. Aber auch, dass es unmöglich ist, allen alles recht zu machen. Ich versuche es zwar, arbeite weiter an mir - aber es wird mir trotz großem Optimismus nicht immer gelingen.