Als „Vorbild für andere Gemeinden" bezeichnete Landtagsabgeordneter Eberhard Rotter die im Rahmen der Flurneuordnung und Dorferneuerung in Oberreute in den vergangenen Jahren durchgeführten Baumaßnahmen. Bürgermeister Gerhard Olexiuk stellte dem Westallgäuer Landtagsabgeordneten, der von Bezirksrat Gerd Bischoff, Bezirkstagskandidat Edgar Rölz und Landtagslistenkandidat Thomas Goebel begleitet wurde, bei einem Gemeindebesuch einzelne Projekte vor. Voraussetzung der hohen staatlichen Förderung war eine intensive Beteiligung von 80 Bürgerinnen und Bürgern aus Oberreute, die sich in verschiedenen Arbeitskreisen mit der nachhaltigen Weiterentwicklung ihrer Gemeinde intensiv beschäftigten und zahlreiche Ideen einbrachten.
Josef Milz führte die Besucher zunächst ins Hochsträß, wo bestehende Waldwege saniert und Wirtschaftswege teilweise neu angelegt worden sind. Dies sei Voraussetzung für die nachhaltige Bewirtschaftung der großen teils unwegsamen Waldflächen. Der Freistaat habe diesen Wegebau, in dessen Zusammenhang auch zahlreiche Hofeinfahrten neu angelegt worden seien, mit 70 % bezuschusst. Stets seien auch Biotope und weitere Maßnahmen, die dem Naturschutz und der Landschaftspflege dienten, erstellt worden.
Bei einem Stopp am „Generationenhaus" das aus Weißtannenholz gebaut worden ist und von zahlreichen Vereinen, wie der Musikkapelle, dem Singkreis, den Landfrauen, der Ortsbauernschaft, dem Frauenbund, dem Partnerschaftsverein, dem Kirchenchor, der Pfarrei und der politischen Gemeinde genutzt werde, „störten" die Besucher kurz eine Musikprobe und konnten sich von der hervorragenden Akustik des Probenraums überzeugen.
Helmut Trautmann, der Vorsitzende des Trachtenvereins, führte die Gäste durch den Trachtenstadel, der – mit Ausnahme der Heizung – ausschließlich mit Eigenleistungen aus einem ehemaligen Lagerhaus gebaut worden ist. Hier fänden neben den Proben des Trachtenvereins, der über eine sehr aktive Jugendgruppe verfüge, nun auch die Oberreutener „Gästebegrüßungen" statt, wie Bürgermeister Olexiuk ergänzte. Die Gemeinde werde den Urlaubern mit einer Powerpoint-Präsentation vorgestellt und die Gäste könnten bei dieser Gelegenheit einheimische Produkte verkosten.
Beim abschließenden Dämmerschoppen im Gasthaus „Adler" wies Eberhard Rotter auf die Bedeutung des ländlichen Raumes in Bayern hin, dessen soziales Leben in Ordnung sei und wo bürgerschaftliches Engagement und Vereinsleben blühten. Gerd Bischoff, Gerd Rölz und Thomas Goebel rühmten insbesondere das hohe Engagement und den Zusammenhalt der Oberreutener Vereine, der durch die Baumaßnahmen im Zuge der Dorferneuerung besonders deutlich geworden sei.