„Die Grundschulen in den kleinen Westallgäuer Gemeinden sind nicht in Gefahr!" Dies versicherte Landtagsabgeordneter Eberhard Rotter in einer Veranstaltung der CSU-Ortverbände Weiler-Simmerberg-Ellhofen, Oberreute, Stiefenhofen und Argental in Weiler. Durch die Möglichkeit jahrgangskombinierte Klassen einzurichten, könnten auch bei weiter zurückgehenden Schülerzahlen die Schulen vor Ort erhalten bleiben.
Rotter sprach sich für den Erhalt des bewährten dreigliedrigen Schulsystems aus, das die Kinder nach der jeweiligen Begabung bestmöglich fördere. Gerade an den Hauptschulen in Weiler und Lindenberg, an denen seit Jahren auch die Mittlere Reife abgelegt werde könne, werde hervorragende Arbeit geleistet. Zweidrittel der Auszubildenden im Handwerk stammten nach wie vor von den Hauptschulen. Das zunehmende Angebot von Ganztagsklassen erhöhe die Attraktivität weiter. Die Realschule, die ein Erfolgsmodell sei, müsse als eigenständige Schulform erhalten bleiben und dürfe nicht in einer „Einheitsschule" aufgehen. Rotter warnte vor derartigen Experimenten zu Lasten der Schülerinnen und Schüler, wie andere Parteien dies forderten.
Die CSU setze sich für eine weitere Stärkung der Familie ein und wolle Kindergeld und Kinderfreibeträge erhöhen. Durch das Landeserziehungsgeld, das den Freistaat pro Jahr 150 Millionen Euro koste, werde es den Müttern erleichtert, sich zuhause um die Erziehung der Kinder zu kümmern. Gleichwohl muss ein verlässliches und bedarfsgerechtes Betreuungsangebot für Kleinkinder unter drei Jahren vorgehalten werden. „Wir brauchen diese Angebote für Alleinerziehende und Eltern, die aus beruflichen Gründen ihre Kinder nicht selbst betreuen können", so Rotter.
Landtagslistenkandidat Thomas Goebel plädierte dafür, beim Krippenausbau „der Realität ins Auge" zu sehen. Die soziale Situation in machen Familien unterstreiche die Notwendigkeit einer Kinderbetreuung auch für unter Dreijährige.
Mehrere Diskussionsteilnehmer sahen es als Idealfall an, wenn Kinder in den ersten beiden Lebensjahren zuhause betreut würden. Bezirksrat Gerd Bischoff forderte die Rolle der Mütter materiell und ideell aufzuwerten. Auch müssten junge Menschen besser auf ihre künftige Rolle als Eltern vorbereitet werden."