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02.02.2009

Landtag fordert Bahn zur Reaktivierung des Kreuzungspunktes Kempten-Ost auf

In einem einstimmigen Beschluss hat der Verkehrsausschuss des Bayerischen Landtages die Staatsregierung aufgefordert, bei der Deutschen Bahn AG mit Nachdruck darauf hinzuwirken, dass der Kreuzungspunkt am Bahnhof Kempten-Ost wieder reaktiviert wird und damit einem Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zugestimmt.

CSU-Verkehrssprecher Eberhard Rotter erinnerte in der Debatte daran, dass die DB-Netz AG vor einigen Jahren, trotz heftiger Widerstände der Stadt Kempten, der gesamten Region und auch der Bayerischen Eisenbahngesellschaft die Kreuzungsmöglichkeit am Bahnhof Kempten-Ost beseitigt hat. Die auch von ihm seinerzeit den Bahnoberen mitgeteilten Befürchtungen, dass die eingleisige Strecke zwischen Kempten und Ulm dadurch noch anfälliger für Verspätungen würde, seinen eingetreten. Die ICE-Anschlüsse in Ulm, die erst im Dezember 2007 neu geschaffen werden konnten, werden häufig nicht erreicht, was neben Langsamfahrstellen auch daran liegt, dass die Züge in Kempten-Hbf. Richtung Ulm erst abfahren können, wenn der häufig verspätete Gegenzug aus Ulm eingefahren ist.

Der Landtag könne nicht akzeptieren, dass die Bahn mutwillig eine funktionierende und notwendige Infrastruktur beseitigt. Die Allgäuer Bahnkunden erwarten Anschlusssicherheit im Bahnknoten Ulm. Hierzu gehört neben der Beseitigung der Langsamfahrstellen u. a. bei Dietmannsried die Reaktivierung der Kreuzungsmöglichkeit in Kempten-Ost. Dann könnten auch unsinnige Wartezeiten der Züge in Memmingen vermieden werden und so wichtige Anschlüsse in Kempten, z. B. von Dietmannsried in Richtung Kaufbeuren/München wieder erreicht werden. Dieser Argumentation schloss sich der zuständige Landtagsausschuss an und forderte die Staatsregierung parteiübergreifend zum Handeln auf.