Die Fahrrad-Kurzstreckenkarte, wie sie die Bahn ab April einführen möchte, muss nachgebessert werden. Dies fordert der Verkehrspolitische Sprecher der CSU- Landtagfraktion Eberhard Rotter. Was die Bahn hier angekündigt habe, dürfe nicht das letzte Wort sein. Der Bayerische Landtag habe bereits vor einem knappen Jahr eine attraktive Kurzstreckenkarte gefordert, deren Kosten deutlich unter dem Preis eines Tagestickets von 4, 50 Euro liegen müsste. Die nun vorgesehene Anlehnung an eine Kinderfahrkarte sei nur dann attraktiv, wenn das Fahrrad zu den Kosten einer einfachen Fahrt hin und zurück befördert werde. Ansonsten mache das Kurzstreckenticket nur bei Entfernungen bis 25 Kilometer Sinn, was der Entfernung von Immenstadt nach Oberstdorf oder von Lindau nach Hergatz entspräche. Eine derartige Reisestrecke werde von vielen Fahrradtouristen im Allgäu als zu gering empfunden.
Erfreulich sei die neu angedachte „Familienkomponente", die das Landesparlament ebenfalls gefordert habe. So werden Fahrräder von Kindern bis zum Alter von 14 Jahren kostenlos in den Zügen mitgenommen, sofern die Kinder in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern fahren. Mit der Kurzstreckenregelung werde sich der Bayerische Landtag in absehbarer Zeit nochmals befassen, kündigt Verkehrssprecher Rotter an. Ziel sei es, für eine einfache Kinderfahrkarte das Fahrrad eines Erwachsenen hin und zurück zu transportieren. Auch müsse das Angebot der Bahn, den Landkreisen und Tourismusverbänden ein günstiges Angebot zur kostenlosen Radmitnahme zu machen, noch weiter beraten werden.