Schienenverkehr im Allgäu und im Bodenseeraum weiter verbessern
Für weitere Verbesserungen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) setzten sich der verkehrspolitische Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, Eberhard Rotter, der Lindauer Landrat Elmar Stegmann und Vertreter der Initiative Bodensee-S-Bahn bei einem Gespräch mit Andreas Schulz, dem Leiter der Planungsabteilung bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, ein.
Schulz kündigte eine Reihe kurz- und mittelfristiger Verbesserungen des SPNV in der Region an, die mit dem Abschluss des Neigetechnik- Ausbaus im Allgäu Ende 2011 und der Elektrifizierung der Strecken München-Memmingen-Lindau und Ulm-Friedrichshafen-Lindau 2015 sowie der Errichtung eines neuen Fernverkehrsbahnhofes auf dem Lindauer Festland wirksam werden sollen. Dies und die Erhaltung eines Nahverkehrsbahnhofes auf der Lindauer Insel mit zweiseitiger Bahnanbindung sind nach Überzeugung der Gesprächsteilnehmer wichtige Bausteine für die Vision einer Bodensee-S-Bahn.
Weitere Voraussetzung für einen S-Bahn ähnlichen Verkehr ist die Wiedereröffnung der in den 80iger Jahren geschlossenen Bahnhaltepunkte zwischen Lindau und Hergatz (Aeschach, Oberreitnau, Rehlings, Schlachters und Hergensweiler). Landrat Stegmann kündigte an, hier eine schon Mitte der 90iger Jahre auf Antrag von Eberhard Rotter gestartete Initiative des Landkreises nochmals zu bekräftigen. Andreas Schulz gab bekannt, dass in Heimenkirch Mitte 2010 ein Bahnhalt wieder in Betrieb genommen werde.
MdL Rotter und Schulz wiesen darauf hin, dass die angedachten Verbesserungen allerdings nur umgesetzt werden könnten, wenn der Bund die Regionalisierungsmittel, mit denen die Länder den SPNV bestellen und bezahlen, nicht gekürzt würden.