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Bild: Regens Josef Gehr und Schirmherr Siegfried Schneider präsentierten den
Regens Josef Gehr und Schirmherr Siegfried Schneider präsentierten den "Schutzengel-Glühwein"
30.09.2008

Spendenkampagne für die Eichstätter Schutzengelkirche

Weniger Spenden für Schutzengelkirche
Erst 142.000 Euro wurden gesammelt

Eichstätt. Für die Spendenkampagne zugunsten der Schutzengelkirche kamen bisher dieses Jahr weniger Spendengelder zusammen als in 2007. "Auf 142.000 Euro summieren sich heuer die Spendeneinnahmen. Im Vergleich dazu wurden letztes Jahr rund 300.000 Euro eingenommen", berichtet Schirmherr Staatsminister Siegfried Schneider (CSU).
„Dass dennoch das Jahresspendenziel von 300.000 Euro erreicht werden konnte, ist auf Zuschüsse des Bischöflichen Seminars in Höhe von 178.000 Euro zurückzuführen". Nach dem euphorischen Start im letzten Jahr lag die Messlatte für dieses Jahr sehr hoch. Auch die Erfolgsmeldungen haben sicherlich dazu beigetragen, dass viele meinen, es werde fleißig gespendet. „Die Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache", ergänzte Staatsminister Schneider. Dem Engagement zahlreicher Kleinspender und einzelner Kaufleute aus Eichstätt und der Region sei es zu verdanken, dass der Spendenfluß nicht stärker nachließ.
Es konnten jedoch auch größere Spenden verbucht werden: Die Marianische Männerkongregation „Maria Verkündigung“ war bereit, nochmals 20.000 Euro zur Spendenaktion beizutragen und so ihre Spende auf insgesamt 60.000 Euro zu erhöhen. Darüber hinaus steuerten die HypoVereinsbank 5.000 Euro und die Liga Bank eine zweite Rate von 2.500 Euro bei. Anlässlich des 65. Geburtstags des ehemaligen Landrats Dr. Xaver Bittl wurde der stolze Betrag von 6.000 Euro gespendet, zwei weitere Geburtstage
erbrachten 8.000 Euro. Zur Spendensumme trugen ebenfalls Konzerte in der Schutzengelkirche – vor und nach der Einrüstung – und im Gabrieli-Gymnasium bei.
"Besonders hervorzuheben ist der kreative und liebevolle Einsatz verschiedener Eichstätter Firmen und Geschäfte", berichtete Regens Dr. Gehr. Die Bäcker aus Eichstätt und Umgebung verkauften den längsten Weihnachtsstollen der Stadt, die Metzgereien Kettner und Schneider zusammen mit dem Restaurant Mojo und dem Irish Pub Fiddlers Green Speisen im Rahmen des 1100-jährigen Stadtjubiläums. Ebenfalls im Rahmen des Stadtjubiläums beteiligte sich die Walburgis-Apotheke mit dem Verkauf eines Schutzengerl-Tees. Die Glaserei / Galerie Naßler organisierte eine Bilderversteigerung und der Eichstätter Verschönerungsverein spendete 567 Euro.
Bemerkenswert war nicht zuletzt die Aktion „Blumen für Engel“ des Aktivmarkts Gruber in Eichstätt.
Einen Höhepunkt der diesjährigen Spendenaktion stellte die Tombola des Bischöflichen Seminars zugunsten der Innenrenovierung auf der 1100-Jahrfeier und dem Altstadtfest dar. Unternehmen aus Eichstätt und der Region spendeten reichlich Sachpreise, so dass mehrere 1.000 Lose verkauft und ca. 10.500 Euro erlöst werden konnten.
Die Mitarbeiter des Seminars, die im Wesentlichen die Tombola durchgeführt hatte, sowie vier weitere Großspender ließen es sich nicht nehmen, den 'Engeln' zu helfen. Sie spendeten 10.000 Euro oder mehr und erhielten dafür eine Engelsplastik als Dankeschön.
Regens Dr. Gehr bedankte sich ausdrücklich bei allen Spendern und Beteiligten: "Allen sei ein herzliches ‚Vergelt’s Gott!’ gesagt, verbunden mit der Bitte um weitere Unterstützung. Die Zielsumme von einer Million Euro ist längst noch nicht erreicht. Es gilt ein drittes Spendenjahr zu bestreiten, in dem das Spendenziel von weiteren 300.000 Euro angepeilt wird. Ohne den tatkräftigen Beitrag von Großspendern dürfte dies wohl eher nicht gelingen".
Staatsminister Schneider appellierte vor allem an die Unternehmen der Region, sich stärker für die Spendenaktion zu engagieren. "Einige Unternehmen tun dies bereits jetzt vorbildlich, aber es wäre wünschenswert, wenn sich weitere Unternehmen dazu entschließen könnten". Er verwies auch darauf, dass sich Geburtstags- oder Firmenjubiläen bestens dazu eignen, den 'Schutzengeln' unter die Arme zu greifen.
Um die Spendenbereitschaft anzukurbeln, hat sich das Bischöfliche Seminar für die Weihnachtszeit etwas ganz Besonderes einfallen lassen: "Heuer gibt es erstmals einen Schutzengel-Glühwein und einen Schutzengel-Stollen", verkündete Schneider. Er betonte, dass der Hauptanteil aus dem Verkaufserlös der Innenrenovierung zugute komme und nur der kleinere Teil des Verkaufspreises die Beschaffungskosten decke.
Schutzengel-Glühwein und Schutzengel-Christstollen sind auch in einem Präsentkorb zusammen mit dem Bronzeengel und einer Kunstkarte zu erwerben. Letztere zeigt Engel aus dem Altarbild des Josephsaltars der Kirche, und eignet sich beispielsweise bestens als Glückwunsch- und Weihnachtskarte. Alle Produkte können selbstverständlich auch einzeln erworben werden. Der Kauf wird an der Pforte des Bischöflichen Seminars und in einigen Geschäften in der Stadt möglich sein.

Innenrenovierung liegt im Zeitplan
Die Innenrenovierung schreitet zügig und ohne Verzögerungen voran. Fünf Gewerke haben bisher Ihre Arbeit geleistet: Kirchenmaler, Stuckateur und Gemälderestaurierer; außerdem Elektrotechniker und Maurer. Von Ihnen wurden unter anderem Deckenfresken gereinigt, lose Stuckteile befestigt und die Farbgrundierung im Kirchenschiff aufgetragen.
Ausdrücklich bedankte sich Regens Dr. Gehr beim Diözesanbaumt Eichstätt: "Unter der engagierten Führung von Ltd. Baudirektor Karl Frey und der umsichtigen und kompetenten Umsetzung der planerischen Vorgaben durch Bauberater Clemens Bittl wurde eine hervorragende Arbeit geleistet. Ohne die zielführende Steuerung durch das Bauamt wären die Arbeiten wohl bisher nicht so reibungslos und gut koordiniert verlaufen".