Gudrun Brendel-Fischer und Klaus Steiner: Kormoran reduzieren – Fische schützen
Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag will die gefährdete Fischpopulation in Bayern vor dem Kormoran schützen. Die Teichwirtschaft sowie die Berufsfischerei sollen dadurch vor erheblichen wirtschaftlichen Schäden bewahrt werden. Das fordern die beiden CSU-Landtagsabgeordneten Gudrun Brendel-Fischer und Klaus Steiner nach Gesprächen mit Fischereivertretern. Dazu sollten jetzt alle Möglichkeiten der Bestandsregulierung des Kormorans geprüft werden. Notwendig sei, die vorhandenen rechtlichen Spielräume auszuschöpfen und den bürokratischen Aufwand so weit wie möglich zu reduzieren.
Die Abgeordneten sind sich einig mit Gerhard Eck, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dass Artenschutz nicht an der Wasseroberfläche aufhören dürfe. Dazu stellte Steiner fest: „Die Äschenbestände an unseren Fließgewässern sind massiv gefährdet. Fischarten wie Nase, Perlfisch, Mairenke und andere sind bereits zu einem großen Teil aus unseren Gewässern verschwunden.“ Seine Kollegin Brendel-Fischer ergänzte: „Das wollen und werden wir nicht weiter hinnehmen.“
„Es muss die Balance gefunden werden zwischen dem Vogelschutz einerseits und dem Bestand gefährdeter Fischarten sowie der Existenz von Teichwirten und Berufsfischern andererseits“, so die Abgeordneten. Otto Hünnerkopf, der Vorsitzende des Arbeitskreises für Umwelt und Gesundheit der CSU-Fraktion, ergänzte: „Es ist auch aus ökologischer Sicht bedenklich, dem Kormoran den Vorrang vor inzwischen seltenen Fischarten einzuräumen.“