Markus Blume: DAX-Konzern MAN muss bayerisch bleiben – CSU setzt sich für bayerische Standorte ein
Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag macht mobil gegen eine Übernahme des bayerischen DAX-Konzerns MAN durch den kleineren Wettbewerber Scania. In einem Dringlichkeitsantrag setzt sich die Fraktion dafür ein, dass bei möglichen Veränderungen der gesellschaftsrechtlichen Strukturen und Beteiligungsverhältnisse die Firmenzentrale als Ort strategischer Entscheidungen sowie die Standorte in Bayern erhalten bleiben.
Hintergrund ist, dass VW seine Nutzfahrzeugbeteiligungen an MAN und der schwedischen Scania neu ordnen will. Obwohl MAN der größere Partner wäre, soll er aber unter Scania untergeordnet werden. Aus dem Konzern heraus sind nun Sorgen an die CSU herangetragen worden, dass dies mittelfristig die Standorte in Bayern schwächen könnte.
Dazu der CSU-Landtagsabgeordnete Markus Blume, einer der Antragsteller: „Es ist in einer marktwirtschaftlichen Ordnung zwar nicht Aufgabe der Politik, unternehmerische Entscheidungen zu beeinflussen. Aber es geht hier um eine der industriellen Perlen Bayerns mit Weltmarktführerschaft in verschiedenen Bereichen und es geht um 17.000 Arbeitsplätze alleine in Bayern. Wenn MAN von einem Konzern geschluckt werden soll, der kleiner ist, und das Ganze vielleicht auch noch von politischen Interessen getrieben ist, dann muss uns das beschäftigen.“ Schon im Interesse der Beschäftigten in Bayern müsse die Staatsregierung die bayerischen Standortinteressen klar artikulieren. So wie das die schwedische Regierung vermutlich auch tue.
Blume weiter: „Wir bitten die Staatsregierung deshalb, im Rahmen ihrer Möglichkeiten bei der Fusion auch politisch einige Pflöcke einzuschlagen. Zu den Standortgarantien gehört für uns, dass Arbeitsplätze und Standorte in Bayern erhalten bleiben. Ferner müssen Forschungs- und Entwicklungsfähigkeiten und -kapazitäten in Bayern im heutigen Umfang gesichert werden. Zum dritten darf es keine Zerschlagung des Konzerns in verschiedene Bereiche geben, denn MAN Diesel & Turbo ist zum Beispiel weltweit führend bei großen Schiffsdieselmotoren. Und schließlich muss ein Modell gefunden werden, bei dem München der Ort der strategischen Steuerung und Entscheidungsfindung für MAN bleibt. Wir wollen einen Beitrag leisten, dass MAN auch weiterhin bayerisch buchstabiert wird.“