„Ich komme immer gerne nach Bayern - in ein Land, das offen ist für Fortschritt und das es schafft, Fortschritt und Tradition miteinander zu verbinden.“ Mit diesen Worten eröffnete der Bahnchef seinen Vortrag im Plenum des Bayerischen Landtags.
Rund 290.000 Mitarbeiter habe die Deutsche Bahn weltweit, davon 189.000 in Deutschland. 28.500 Mitarbeiter und 1.500 Auszubildende beschäftige die Bahn derzeit in Bayern. „Unser Unternehmen ist inzwischen zu einem führenden internationalen Transport- und Logistikdienstleister geworden.In den nächsten fünf Jahren wollen wir weitere 34 Milliarden Euro investieren“, so Grube.
„Um das wachsende Verkehrsaufkommen – bis 2025 wächst der Personenverkehr um rund 20 Prozent und der Güterverkehr sogar um über 70 Prozent - bewältigen zu können, benötigen wir eine sichere, komfortable, möglichst umwelt- und klimafreundliche sowie wirtschaftlich effiziente Fahrzeugflotte,“ so Grube.
Kundenorientierung, Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit bezeichnete der Bahn-Chef deshalb als die Kernpunkte seiner Unternehmenspolitik. Auf die wirtschaftliche Bilanz könne man stolz sein. „Doch das Beste an der Bahn sind die Mitarbeiter“, betonte Grube weiter.
Als große Herausforderung bezeichnete CSU-Fraktionsvorsitzender Georg Schmid den nationalen wie internationalen Wachstumskurs, auf den man schnell reagieren müsse.Die CSU-Fraktion setze sich daher konsequent ein für den kontinuierlichen Ausbau und die Fortentwicklung intelligenter Verkehrssysteme eine moderne Logistik, einen verbesserten Lärm- und Umweltschutz sowie die Elektromobilität.„Gerade bei wichtigen zukunftsweisenden Großprojekten dürfen wir uns nicht von richtigen und notwendigen Entscheidungen abbringen lassen. Vielmehr müssen wir unsere Argumente immer wieder engagiert vorbringen, die Bürgerinnen und Bürger intensiv einbinden und versuchen, auch die Skeptiker zu überzeugen,“ so Schmid.
„Das Vertrauen der deutschen und internationalen Investoren in den Standort Deutschland dürfe nicht aufs Spiel gesetzt werden“, warnte auch Grube. „Wenn man in Großprojekte investiert, ist Planungssicherheit absolut wichtig.“
Schmid ergänzte: „Um wichtige Verkehrsprojekte aufgrund knapper öffentlicher Mittel nicht zu verhindern oder gar aufzuschieben, müsse man künftig auch verstärkt innovative Finanzierungsmodelle (beispielsweise Public-Private-Partnership) in Betracht ziehen“.
„Wichtige Zukunftsthemen im Bereich Mobilität sind eine verstärkte Internationalisierung, eine bessere Vernetzung aller Verkehrsträger und den Aufbau durchgängiger Mobilitätsketten“, so Grube abschließend.