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Landtagsdebatte zum Bildungstest
Bild: Erfolg beim Bildungstest - Copyright: Fotolia
Der Bildungsvergleich der Bundesländer ist für Bayern ein großer Erfolg. Zugleich beschreibt er Handlungsaufträge für die bayerische Bildungspolitik “. Mit diesen Worten fasste Georg Eisenreich, der Vorsitzende des Arbeitskreises Bildung, Jugend und Sport der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, die Schlussfolgerungen anlässlich der Regierungserklärung  von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zum Bildungsvergleich der Bundesländern zusammen.
Bild: CSU-Bildungsexperte Georg Eisenreich
CSU-Bildungsexperte Georg Eisenreich
Die Debatte fand am letzten Plenartag vor der parlamentarischen Sommerpause statt.

Die bayerischen Schülerinnen und Schüler hatten in allen untersuchten Kompetenzbereichen den ersten Platz erreicht. Eisenreich hob im Landtag besonders hervor, dass die guten Leistungen von Schülerinnen und Schülern aller weiterführenden Schularten, also von Gymnasien, Realschulen, Wirtschaftsschulen und Hauptschulen erzielt worden seien. Zudem hätten auch die bayerischen Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund im Vergleich der Bundesländer sehr gut abgeschnitten. Als „großes Anliegen“ bezeichnete es Eisenreich aber zugleich, dass noch mehr Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Familien höhere Schulabschlüsse erzielen. „Die soziale Herkunft soll so wenig wie möglich Einfluss auf den Schulerfolg haben“, so der CSU-Bildungsexperte.

Eisenreich bedauerte, dass auch in der Debatte von der Opposition ignoriert wurde, dass in Bayern gerade die berufliche Bildung einen großen Beitrag zur Durchlässigkeit und Chancengerechtigkeit leistet. Beim Thema Bildungsgerechtigkeit werde in der öffentlichen Diskussion nur auf die relative Chance des Gymnasialbesuches abgestellt, obwohl in Bayern über 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Hochschulzugangsberechtigung nicht über das Gymnasium, sondern über den beruflichen Bildungsweg, zum Beispiel auf der Beruflichen Oberschule erwerben.

Forderungen der Opposition nach Einführung einer neun- oder zehnjährigen Einheitsschule erteilt Eisenreich eine klare Absage. Die Mehrheit der Eltern und Lehrer lehne dies ab und wünsche sich statt theoretischer Debatten eine Verbesserung der Rahmenbedingungen. In den letzten beiden Jahren wurden über 2.700 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen. „Bildung hat in Bayern Vorrang und ist ein Investitionsschwerpunkt. Wir werden weiterhin den Ausbau der Ganztagsangebote, die Verkleinerung der Klassen und die Verbesserung der individuellen Förderung vorantreiben“, so Eisenreich.

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