Am 29. September trafen sich die neun Mitglieder der Energiekommission des Bayerischen Landtags, darunter die CSU-Abgeordneten Tobias Reiß, Markus Blume, Albert Füracker und Christa Stewens, zur konstituierenden Sitzung. Der Landtag hatte am 13. Juli beschlossen, mit einem eigenen Gremium den Umstieg auf erneuerbare Energien im Freistaat voranzutreiben.
Die Kommission hat den Auftrag, die Energiewende inhaltlich-konzeptionell zu begleiten, für den Umbau der Energieversorgung bei den Menschen in Bayern zu werben und sie über die Konsequenzen zu informieren. Das Gremium will die Stimme des Volkes sein und den Willensbildungsprozess nicht nur im Parlament, sondern auch in der Gesellschaft mitgestalten. Als Zeichen der Transparenz sind deshalb alle Termine öffentlich.
„Unsere Mission ist, einen nennenswerten Beitrag dazu leisten, dass wir in Bayern in zehn, 15 Jahren die effizienteste und nachhaltigste Versorgung mit erneuerbaren Energien haben“, so Tobias Reiß, der einstimmig zum Vorsitzenden der Kommission gewählt wurde. Vor allem der Ausbau der regenerativen Energien, neue Speichertechniken sowie Innovationen für leistungsfähige und intelligente Stromnetze werden im Fokus der politischen Arbeit der Kommission stehen. Schon im nächsten Sommer, also Mitte 2012, soll ein Zwischenbericht vorgelegt werden. „Der CSU-Fraktion ist besonders wichtig, dass alle Regionen Bayerns vom Ausbau der erneuerbaren Energien profitieren. Gerade für den ländlichen Raum kann die Energiewende zu einem kraftvollen Konjunkturprogramm werden“, so Reiß weiter.
Die Ausgestaltung des Energieumbaus eröffne Bayern große Chancen. Es gebe weltweit einen immensen Bedarf an kostengünstiger und nachhaltiger Energieversorgung. Das werde einer der großen Märkte der Zukunft sein. „Bayern hat als High-Tech-Land im Bereich regenerative Energien enorme Potentiale. Schon heute ist der Freistaat bei diesen Technologien an der Weltspitze. Wenn es uns gelingt, diese Prozesse und Produkte weiter zu entwickeln, kann der Freistaat, der bisher rund 60 Prozent seiner Stromversorgung über die Kernkraft organisiert hat, zu einer Modellregion für die Energieversorgung von morgen werden“, so der Vorsitzende abschließend. Das dichte Netz von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft – Stichwort Know-how-Transfer – mit exzellenter Spitzenforschung sowie einem mutigen Unternehmertum sei hierbei ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für Bayern.