„Leitschnur für alle Einzelfragen der Familienpolitik ist für die Union unser Familienbild, das den Eltern Verantwortung zutraut. Die Unionsfraktionen aller Bundesländer sind sich daher einig, dass die staatliche Unterstützung die Wertschätzung aller Familien widerspiegeln und echte Wahlfreiheit bezüglich der Kinderbetreuung ermöglichen muss“, so Joachim Unterländer, Vorsitzender des Arbeitskreises für Soziales, Familie und Arbeit der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag zum Ablauf der heute zu Ende gehenden Tagung der familienpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der CSU- und CDU-Fraktionen der Länder.„Zur Wertschätzung aller Familien gehört die Anerkennung ihrer Erziehungsleistung“, so Unterländer weiter. Auf der Grundlage des Koalitionsvertrages von CDU/CSU mit der FDP auf Bundesebene wollen sich die Unionsfraktionen in die weitere Diskussion über das Betreuungsgeld einbringen. Überdies fordern sie die privaten Krankenkassen auf, für ihre Versicherten wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung Kinderbetreuungstage bei Krankheit der Kinder vorzusehen.
„Zu einem modernen Familienbild zählen unabdingbar der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuung auch für Kinder unter drei Jahren sowie mit hoher Priorität Qualitätsverbesserungen, um frühe Bildung und Erziehung zu ermöglichen. Gleichzeitig müssen aber die Familienbildungs- und -unterstützungsangebote ausgebaut werden, betonte Emine Demirbüken-Wegner, jugend- und familienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion in Berlin.
Eltern brauchen auch finanzielle Spielräume, um ihre Verantwortung wahrnehmen zu können: „Den Familien muss mehr Netto vom Brutto bleiben, damit sie selbst entscheiden können, was sie brauchen. Hierzu muss unter Beibehaltung des Ehegattensplittings ein reales Familiensplitting eingeführt werden“, so Bettina M. Wiesmann, familienpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion in Hessen abschließend.