„Wir wollen Benachteiligungen von Frauen in der Arbeitswelt beseitigen. Vor allem die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern gilt es zu schließen, denn die Verdienstunterschiede belaufen sich in Deutschland - laut Statistischem Bundesamt - nach wie vor auf rund 25 Prozent“, so Gudrun Brendel-Fischer, die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Frauen der CSU-Landtagsfraktion, im Vorfeld des 100. Weltfrauentags am 8. März, Brendel-Fischer fordert eine höhere Repräsentanz und eine bessere Gleichstellung von Frauen in den Führungsebenen der Wirtschaft. Zwar ist bei Unternehmen der Anteil von Frauen in Führungspositionen der mittleren Führungsebene in den vergangenen Jahren gestiegen – die Chefetagen, vor allem Vorstand und Aufsichtsrat, sind aber noch immer überwiegend mit Männern besetzt.
Die AG Frauen der CSU-Landtagsfraktion setzt sich für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen ein. „Wir halten diese für eine gesellschaftliche Notwendigkeit und eine Erfolgsstrategie. Längst mangelt es nicht mehr an kompetenten Frauen mit Führungseignung, von denen Wirtschaft und Politik nur profitieren können“, so die AG-Vorsitzende. Auch eine Studie von McKinsey aus dem Jahr 2007 komme zu dem Ergebnis, dass Unternehmen, in deren Führungsetage mindestens drei Frauen sitzen, höhere Renditen und bessere Betriebsergebnisse erzielen. Der wirtschaftliche Erfolg dieser Unternehmen sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass Frauen stärker solche Führungspraktiken nutzen, die besonders zur Bewältigung von wirtschaftlichen Herausforderungen beitragen.
„Der demografische Wandel führt in Deutschland zu einem Fachkräftemangel, welcher in vielen Branchen schon heute deutlich spürbar ist. Um den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften dauerhaft zu decken und die Folgen des Wandels abzufedern, müssen Frauen in Zukunft stärker in die Erwerbstätigkeit integriert werden. Entscheidend ist, dass Unternehmen die Potenziale von Frauen besser nutzen.“ Doch derzeit seien in den Dax-Vorständen weniger als ein Prozent, in den Aufsichtsräten nur unter zehn Prozent Frauen vertreten. „Ich bin sicher, dass mit mehr Frauen in Top-Positionen gesellschaftliche Strömungen und Kundenbedürfnisse an der Spitze der Unternehmen rascher wahrgenommen werden“, so Brendel-Fischer.
Am 22. März veranstaltet die Arbeitsgruppe Frauen ein Werkstattgespräch mit Bertram Brossardt, dem Hauptgeschäftsführer des Verbands der Bayerischen Wirtschaft (vbw), zum Thema „Mehr Frauen in Top-Positionen“.