Mit einem Antrag und weiteren Initiativen in den kommenden Monaten will die Arbeitsgruppe Frauen der CSU-Fraktion die Berufschancen von Frauen in den technischen und naturwissenschaftlichen Berufen verbessern. Der sogenannte MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) eröffne, so Brendel-Fischer, eine breite Berufspalette, hervorragende Einkommensmöglichkeiten und biete so auch die Chance, die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen zu reduzieren.
„Staat, Wirtschaft und Gesellschaft können es sich nicht länger leisten, auf das Potenzial von Frauen in den Naturwissenschaften in diesem Außmaße zu verzichten“, so Brendel-Fischer. „Trotz momentaner Krise sehen wir, dass uns der qualifizierte Nachwuchs gerade in den technischen und naturwissenschaftlichen Berufen bald ausgeht“, erläuterte Brendel-Fischer. Über 150 000 Hochqualifizierte in den Naturwissenschaften und dem Ingenieurfächern fehlten bereits in wenigen Jahren. „Schleunigst müssen wir uns auf den Weg machen, an den Schulen zu werben und Jugendliche für Technik zu begeistern.“ Die CSU-Politikerin ergänzte: „Obgleich viele junge Frauen beste Voraussetzungen für Naturwissenschaft und Technik mitbringen wird ihre Leistungsfähigkeit häufig unterschätzt – insbesondere auch von ihnen selbst“.
Um verlässliche Zahlen für Maßnahmen zu haben, wird die Staatsregierung in dem Antrag aufgefordert, zu berichten, mit welchen Initiativen und Maßnahmen sie unterstützt, dass junge Frauen eine Ausbildung oder ein Studium in MINT-Berufen absolvieren. In dem Antrag wird ebenfalls gefordert, zu prüfen, ob Bayern dem nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen beitreten soll, damit der Zugang junger Frauen zu diesen Berufen weiter verbessert werden kann. Spätestens in drei Monaten soll dann darüber dem Ausschuss für Soziales, Familie und Arbeit berichtet werden.