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Kinderbetreuung verbessern
Bild: Die Qualität der Kinderbetreuung soll verbessert werden - Copyright: Fotolia
„Mit ihrem Gesetzentwurf zum kostenfreien Kindergartenjahr hilft die SPD zwar den Besserverdienenden, nicht aber unseren Kindern“, kritisierte Joachim Unterländer, Vorsitzender des Arbeitskreises für Soziales, Familie und Arbeit, einen Gesetzesentwurf der SPD-Landtagsfraktion. Denn schon heute seien einkommensschwache Eltern ganz oder teilweise von den Beiträgen befreit; in einigen Großstädten zahlten sogar über dreißig Prozent der Eltern keine Beiträge.
 
Bild: Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Arbeitskreises für Soziales, Familie und Arbeit Joachim Unterländer
Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Arbeitskreises für Soziales, Familie und Arbeit Joachim Unterländer
„Was wir brauchen, sind bessere Rahmenbedingungen in der Kinderbetreuung. Unsere Fachkräfte in den Betreuungseinrichtungen arbeiten schon heute an der Belastungsgrenze. Wenn wir die Kindertageseinrichtungen als echte Bildungs- und Erziehungseinrichtungen begreifen, dann muss die Personalsituation verbessert werden. Das wäre ein entscheidender Mehrwert für unsere Kinder,“ erläuterte Unterländer. Die Sozialpolitiker der CSU-Fraktion hatten sich zuvor auf eine gemeinsame Resolution verständigt, in der sie einer Verbesserung des Anstellungsschlüssels absoluten Vorrang vor einer Beitragsfreistellung des letzten Kindergartenjahres einräumen.
„Wenn wir jeden Euro doppelt ausgeben könnten, wäre ein kostenfreies Kindergartenjahr ein schönes Signal. Bei einer bayernweiten Besuchsquote von über 99 Prozent im letzten Kindergartenjahr lässt sich allerdings kaum behaupten, dass die Beiträge viele Eltern von der Kinderbetreuung abhalten würden. Angesichts der hohen Kosten eines beitragsfreien Kindergartenjahres, die über der von der SPD in die Welt gesetzte Summe liegen dürften, müssen wir deshalb Prioritäten setzen. Und die setzen wir zugunsten unserer Kinder und nicht zugunsten einer fragwürdigen Subvention,“ stellte Unterländer fest. Und fügt hinzu: „In München würde übrigens auch ein beitragsfreies Kindergartenjahr nicht allen helfen, weil die Stadt noch immer nicht ausreichend Kindergartenplätze geschaffen hat. Da entpuppt sich die Beitragsfreiheit als Schuss in den Ofen! Hier sollte die SPD besser ihren Spitzenkandidaten ins Gewissen reden.“ 
 
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