Bezirksheimatpfleger zu Gast
„Unser buntes kulturelles Angebot in Altbayern, Franken und Schwaben wäre ohne die kulturelle Arbeit der Bezirke nicht möglich“, betont Bernd Sibler, Vorsitzender des Ausschusses für Hochschule, Forschung und Kultur im Bayerischen Landtag und des Landesdenkmalrates. Der CSU-Kulturpolitiker diskutierte heute im Maximilianeum mit den Bezirksheimatpflegern Günther Dippold (Oberfranken), Dr. Andrea Kluxen (Mittelfranken), Dr. Peter Fassl (Schwaben), Prof. Dr. Klaus Reder (Unterfranken) sowie Dr. Maximilian Seefelder (Niederbayern) insbesondere über die finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen von Denkmalschutz und Denkmalpflege in den Bezirken. Ein weiteres Thema war die Frage, wie die hohe Attraktivität des „Tages der Franken“ noch weiter gesteigert und ob er ein Erfolgsmodell auch für andere Regionen werden könnte.
Sibler: „Unsere Bayerische Verfassung beschreibt den Freistaat als Kulturstaat. Die Zuständigkeit für Kultur ist nach dem Subsidiaritätsprinzip zwischen Staat und Kommunen aufgeteilt. Der Staat ist insbesondere für die Spitzenangebote von überregionaler, landesweiter und internationaler Bedeutung zuständig. Die Kommunen sind für die örtliche und regionale Kulturpflege verantwortlich. Kultur lebt von der Vielfalt und Breite des Angebots.“ Bernd Sibler weiter: „Kunst und Kultur sind kein Selbstzweck! Die Bereiche der Medien-, Kultur- und Kreativwirtschaft gehören zu den innovativsten Feldern mit der höchsten Wertschöpfung überhaupt. Die Kultur prägt aber auch das Heimatgefühl von uns allen – etwas, das in Zeiten sich immer weiter beschleunigender Globalisierung immer wichtiger wird.“
In Bayern haben die sieben Bezirke in den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit auch für das kulturelle Wohl der Bevölkerung zu sorgen. Auf der Grundlage eines modernen Selbstverständnisses hält die Bezirksheimatpflege das kulturelle Erbe lebendig und entwickelt es weiter. In ihrer täglichen Arbeit arbeiten die Bezirksheimatpfleger beratend mit Kreis- und Stadtheimatpflegern, mit Heimatvereinen, Behörden, Museen und Schulen zusammen und berücksichtigen dabei ein breites Spektrum kultureller und künstlerischer Ausdrucksformen: Es reicht von der bereits erwähnten Denkmalpflege über die Regionalgeschichte, Volkskunde, Trachtenpflege, Sprache und Literatur sowie Laientheater und Volksmusik bis hin zu Kabarett und Popmusik.