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Land- und Forstwirtschaft
Bild: Themenbild - Landwirtschaft und Forsten - Copyright: CSU-Fraktion
Bayern ist eine der führenden landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Kernregionen in Europa. In Bayern gibt es 118.000 landwirtschaftliche Betriebe. Damit liegt jeder dritte deutsche Bauernhof in Bayern. Die Land- und Forstwirte bewirtschaften 85 Prozent der Landesfläche. Land- und Ernährungswirtschaft zusammen bieten Arbeitsplätze für rund 400.000 Menschen und generieren einen Umsatz von rund 39 Milliarden Euro.
Bayern ist auch ein wichtiges Holz- und Forstland in Deutschland und Europa. Mit rund 2,5 Millionen Hektar ist Bayern das waldreichste Land in Deutschland. Der bayerische Forst- und Holzsektor erzielt einen Umsatz von gut 31 Milliarden Euro und liegt damit beispielsweise auf Augenhöhe mit Finnland in diesem Bereich.
Das vielseitige bäuerliche Wirken geht weit über die Produktion von Lebensmitteln und Rohstoffen hinaus. Moderne landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Betriebe erfüllen heute zusätzlich Dienstleistungs-, Öko- und Ausgleichsfunktionen für Gesellschaft, Natur und Umwelt. Sie erbringen zudem auch vielfältige Vorleistungen für andere Wirtschaftsbereiche. Sie tragen so maßgeblich zur Entwicklung und Stabilität ländlicher Räume bei.
Die bayerische Land- und Ernährungswirtschaft ist wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig eingebettet in regionale, nationale und vor allem europäische Rahmenbedingungen, die sich laufend verändern. Durch die Globalisierung und Liberalisierung der Agrarmärkte hat auch der weltweite Wettbewerb zugenommen. Wir brauchen deswegen auch künftig eine verlässliche und nachhaltige Agrarpolitik.
Wir verstehen es als unsere politische Aufgabe, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um unsere land- und forstwirtschaftlichen Betriebe auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu erhalten. Dies muss auch mit den bayerischen, eher kleinräumigeren Strukturen möglich sein! Deswegen stellt Bayern mehr Finanzmittel bereit als jedes andere Bundesland und misst der Land- und Forstwirtschaft und dem ländlichen Raum so viel Bedeutung zu.
Wir dürfen nicht auch noch bei Lebensmitteln von wenigen internationalen Konzernen abhängig werden. Deshalb setzen wir auf eine starke bäuerliche Landwirtschaft. Sie ist mit Ihrem generationenübergreifenden Denken der beste Schutz für unsere wichtigsten Lebensgrundlagen – Boden, Luft und Wasser.
Unsere bäuerlichen Strukturen bieten auch Chancen! Nirgendwo sonst erzielen Landwirte in so vielen Regionen Zusatzeinkommen. Angebote wie Urlaub auf dem Bauernhof, Direktvermarktung oder sonstige Dienstleistungen haben sich zu einem 2. Standbein entwickelt. Dies wollen wir weiter fördern, denn hier gibt es noch erhebliches Potenzial. Und auch hier gilt: Nicht die Betriebsgröße ist entscheidend, sondern der Betriebsleiter - die Bäuerin und der Bauer.
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