Gemeinschaftsschule bringt keine Verbesserung
Mit diesen Worten lehnte Georg Eisenreich, der bildungspolitische Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, den Gesetzentwurf der SPD-Fraktion im Bildungsausschuss des Landtags ab.
Mit der Gemeinschaftsschule würden Hoffnungen geweckt, die sie nicht halten könne. Sie sei weder eine Antwort auf die demographische Entwicklung noch ein Beitrag zur Verbesserung der Bildungsqualität. „Die Leitmotive unserer Bildungspolitik sind Qualität und Gerechtigkeit. Wir setzen auf Kooperation der Schularten, mehr Durchlässigkeit und die weitere Verbesserung der Unterrichtsqualität im Rahmen der inneren Schulentwicklung. Dafür wollen wir den Freiraum für die Schulen im Rahmen der eigenverantwortlichen Schule künftig noch stärken. Um Schülerinnen und Schüler aus bildungsfernen Familien stärker zu unterstützen, setzen wir auf den Ausbau der Frühförderung und ganztägige Förderung“, so Eisenreich.
Der Gesetzentwurf der SPD-Fraktion sei letztlich nur der Versuch, alte Schulstrukturdebatten wieder zu beleben. „Den Großteil der Schüler, Eltern und Lehrer interessieren solche theoretischen Debatten aber nicht. Sie wollen, dass die Bildungsqualität und die Rahmenbedingungen an den Schulen stimmen. Diesen Auftrag haben wir in Bayern angenommen. Wir haben dabei schon Einiges erreicht, aber auch noch Einiges vor uns. Wir setzen beispielsweise den Ausbau der Ganztagsangebote konsequent fort, verbessern die Frühförderung und die individuelle Förderung, senken weiter die Klassenstärken und setzen auch die UN-Behindertenrechtskonvention um“, so der CSU-Politiker.