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Große Städte
Bild: Großstadt - München - Copyright: CSU-Fraktion
Arbeitsgruppe „Große Städte“ – Lebensgefühl der Menschen aufsaugen
Bild: Karl Freller - Leiter der AG Große Städte - vor der Skyline Nürnbergs  - Copyright: Karl Freller
 © Karl Freller
Karl Freller - Leiter der AG Große Städte - vor der Skyline Nürnbergs

„Die CSU muss genauso als Großstadtpartei wahrgenommen werden, wie sie eine Partei für den ländlichen Raum ist. Das ist die Aufgabe, vor der wir stehen“, sagt Georg Schmid, der Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. Dabei gehe es jetzt nicht darum, den Fokus von den ländlichen Räumen wegzulenken. „Der Freistaat Bayern ist vor allem dann erfolgreich, wenn sich die Großstädte und die ländlichen Räume gleichmäßig entwickeln. Der eine braucht den anderen.“

Um die Lebenslagen der Menschen in den großen Städten noch stärker in den Blick zu nehmen, hat die CSU-Landtagsfraktion in der heutigen Fraktionssitzung eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Die Leitung übernimmt Karl Freller, einer der vier stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden. Freller ist auch stellvertretender Vorsitzender des CSU-Großstadtbezirks Nürnberg-Fürth-Schwabach.

„Es geht uns vor allem darum, auf lange Sicht die Probleme und die Sorgen der Menschen in den Städten aufzugreifen. Ziel ist das Aufsaugen des Lebensgefühls der Menschen in den Städten“, sagte Freller. Dabei stünden die Ballungsräume vor gänzlich anderen Herausforderungen. Während in den ländlichen Räumen intakte und stark ausgeprägte gesellschaftliche Strukturen auf Infrastrukturdefizite stoßen, kämpften die Städte vor allem mit gesellschaftlichen Aufgaben. „Wie stellen wir eine gute Kinderbetreuung sicher, wie verhindern wir die Ghettobildung und wie integrieren wir Menschen mit Migrationshintergrund, wie müssen wir auf die vielen Singlehaushalte reagieren, welche spezifischen Sorgen haben Minderheiten? Fragen wie diesen müssen wir uns aktiv zuwenden“, sagte Georg Schmid.

Die Herausforderungen einer modernen Großstadtpolitik beschrieb Dr. Kurt Gribl, der neu gewählte Oberbürgermeister der Stadt Augsburg. Vor den Abgeordneten der CSU-Landtagsfraktion rief er in seinem Impulsreferat dazu auf, „dort hinzugehen, wo man die CSU nicht unbedingt erwartet: zu den Muslimen, zur Drogenhilfe, Aidshilfe oder zur Schuldnerberatung.“ Anders als im ländlichen Raum gebe es weniger Vereinsstrukturen. Die Stadtgesellschaft habe „einen anderen vorpolitischen Raum, komplexer, ungebundener.“

Schmid betonte, dass der Themenschwerpunkt „Große Städte“ nicht dazu führen werde, dass die CSU-Landtagsfraktion die ländlichen Räume aus dem Blick verliert. „Wenn wir die ländlichen Räume nicht unterstützen und die Stadtflucht weiter anhält, bekommen auch die Menschen in den Städten ein Problem.“ Die dort explodierenden Mieten, fehlender Wohnraum und die nicht mehr Schritt haltende Infrastruktur würden dann die sozialen Probleme verstärken.

Georg Schmid und Karl Freller: Neuer Fraktions-Podcast stellt die Arbeitsgruppe Große Städte vor

„Bayern ging es immer dann am Besten, wenn sich ländlicher Raum und Ballungszentren gleichermaßen gut entwickelt haben“, konstatiert Karl Freller, stellvertretender CSU-Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender der neuen Arbeitsgruppe Große Städte. Die gesellschaftlichen Bedürfnisse und Probleme seien aber in den Städten teilweise anders als auf dem Land. Um die Landespolitik noch besser darauf abstimmen zu können, wurde die Arbeitsgruppe Große Städte gebildet. „Die Ballungsräume sind die Frühindikatoren für neue Entwicklungen und Trends“, erklärt Freller. „Was heute in den Städten Thema ist, kommt mit Zeitverzögerung dann auch auf dem Land an“, so Freller weiter.

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