Tourismus in Oberbayern engagiert voranbringen


„Wir müssen den Wettbewerb mit unserem Tourismus-Konkurrenten Österreich entschieden angehen und Investitionsversäumnisse der letzten Jahrzehnte umgehend nachholen. Positive Beispiele wie die Hocheckbahn in Oberaudorf zeigen eindrucksvoll die enormen Chancen, die Oberbayern durch ein innovatives Engagement im Tourismus ausschöpfen kann. Deshalb unterstützen wir die Sanierungspläne am Sudelfeld ausdrücklich“, so Erwin Huber, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Bayerischen Landtags, und Klaus Stöttner, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Tourismus der CSU-Landtagsfraktion, anlässlich einer Arbeitstagung im Wintersportgebiet am Sudelfeld mit den Landräten Dr. Jakob Kreidl (Miesbach) und Josef Neiderhell (Rosenheim), den Bürgermeistern Hubert Wildgruber (Oberaudorf) und Helmut Limbrunner (Bayrischzell), sowie den Bergbahn-Geschäftsführern Egid Stadler (Sudelfeld) und Hannes Rechenauer (Hocheckbahn).
Stöttner: „Pfiffige Ideen wie die Flutlichtanlage und die Winterrodelbahn in Oberaudorf sind ein Magnet für Touristen und wirken sich positiv für Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel vor Ort aus. Wie erfolgreich Eigeninitiative sein kann, zeigt auch das Beispiel des Vier-Sterne-Hotels ‚Feuriger Tatzelwurm’, wo die Besitzerfamilie in den letzten Jahren 15 Millionen Euro in die Zukunft ihres Betriebes investiert hat.“ Der Staat sei angesichts eines solchen unternehmerischen Engagements gefordert, alle Hemmschuhe aus dem Weg zu räumen. Das berühre Themen wie die Senkung der Rundfunkgebühren für Hotelbetriebe, die Anpassung der Mehrwertsteuersätze an die Bedingungen der österreichischen Konkurrenz oder die Qualifikation der Mitarbeiter im Hotellerie- und Gastronomiegewerbe. „Wir fordern das Wirtschaftsministerium auf, die bereits in der letzten Legislaturperiode begonnene Qualifizierungsoffensive weiterzuführen“, so Stöttner. „Der CSU-Fraktion ist es gelungen, eine Erhöhung der für die Tourismusförderung vorgesehenen Haushaltsmittel um 2 Millionen Euro zu erreichen; allein 400.000 Euro sollen für die Qualifizierungsoffensive eingesetzt werden.“
„Wir müssen alles daran setzen, am Sudelfeld das größte zusammenhängende Skigebiet Deutschlands auf den modernsten Stand zu bringen und damit seine Potenziale als Wirtschaftsfaktor und Naherholungsgebiet zu nutzen“, betonte Huber. „Derzeit läuft die Notifizierung des Förderprogramms für die Bergbahnen in der Europäischen Union. Wir fordern Wirtschaftsminister Zeil auf, die notwendige Modernisierung des Sudelfelds durch volle Ausschöpfung der möglichen Fördersätze konsequent zu unterstützen.“ Wichtig für die Region sei zudem, die Tourismusaktivitäten und das Marketing zu bündeln. Großen Anklang fand deshalb die Initiative des Rosenheimer Landrats Neiderhell, der eine mit den Gemeinden abgestimmte Strategie des gesamten Landkreises vorstellte.

© Klaus Stöttner
Klaus Stöttner - Vorsitzender der Arbeitsgruppe Tourismus
Klaus Stöttner ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe Tourismus.
© Erwin Huber
Erwin Huber, Arbeitskreisvorsitzender für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
Erwin Huber ist Ausschuss- und Arbeitskreisvorsitzender für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.
© CSU-Fraktion
Besichtigung mit Landrat Josef Kreidel
© CSU-Fraktion
Skivergnügen auch bei Nacht
© CSU-Fraktion
Vor der Hocheckbahn: Tobias Reiß, Bürgermeister von Oberaudorf Hubert Wildgruber, Dr. Otmar Bernhard, Geschäftsführer der Hocheckbahn Hannes Rechenauer, Erwin Huber und Klaus Stöttner (v.l)
Seilbahnerneuerungen und Beschneiungsanlagen besser fördern – Impulse für die bayerische Alpenregion
„Damit unsere Tourismusgebiete in Oberbayern und Schwaben einen fairen Wettbewerb mit der österreichischen Konkurrenz führen können, muss die Staatsregierung Seilbahnerneuerungen und Beschneiungsanlagen auch im Bereich der bayerischen Alpen stärker fördern und dafür neben EU-Mitteln auch Haushaltsmittel des Freistaats Bayern einsetzen. Nur so kann der Investitionsstau der Vergangenheit abgebaut werden.“ Mit diesen Worten kommentierten der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses des Bayerischen Landtags, Erwin Huber, und der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Tourismus der CSU-Landtagsfraktion, Klaus Stöttner, die heutige Zustimmung des Wirtschaftsausschusses zu einem entsprechenden Dringlichkeitsantrag der CSU-Fraktion.
Huber: „Die bisherigen Fördermöglichkeiten gerade in den grenznahen Gebieten zu Österreich reichen bei weitem nicht aus, um die notwendige Modernisierung der Skigebiete in den bayerischen Alpen ausreichend unterstützen zu können. Hier muss sich schnell etwas ändern, wenn unsere Tourismusgebiete auf Dauer konkurrenzfähig bleiben sollen. Nur so können wir die enormen Chancen für Bergbahnbetreiber, Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel nutzen.“
„Dank einer Initiative der CSU-Fraktion im vergangenen Jahr läuft derzeit die Notifizierung eines Förderprogramms für Seilbahnen in der Europäischen Union. Ein positiver Ausgang zeichnet sich ab. Wir fordern Wirtschaftsminister Martin Zeil auf, die dann möglichen Fördersätze konsequent auszuschöpfen, um Investitionen voranzubringen und die Attraktivität unserer bayerischen Tourismusorte zu erhöhen“, so Stöttner.

