Ich hänge sehr an meiner Heimat, an Bayerisch-Schwaben und der Landschaft zwischen Donau und Ries, wo ich am 20. April 1953 in Donauwörth geboren wurde. Daher war es für mich auch immer selbstverständlich, dass ich in Augsburg und nicht in München oder anderswo studieren würde. Mein Traumberuf war Jurist. Gleich nach meinem zweiten juristischen Staatsexamen trat ich 1979 in den Staatsdienst ein und zwar als Regierungsrat im Nachbarlandkreis, beim Landratsamt Dillingen. Ich wollte eigentlich als Beamter eine Karriere in der Verwaltung absolvieren. Doch dann habe ich an der Politik immer mehr Freude gefunden.
1981 schloss ich mich der Jungen Union an. In der CSU traf ich unter anderem auf Anton Jaumann, der als langjähriger Landtagsabgeordneter meines Landkreises und als Wirtschaftsminister ein großes Vorbild für mich wurde. Sein Motto „Zukunft ist Leistung“ gilt bis heute. In seinem unermüdlichen Engagement für andere lebte Jaumann vor, dass es sich lohnt, für die Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen. Ich wurde 1984 Stadtrat und 1987 auch CSU-Chef von Donauwörth. Anton Jaumann war es auch, der mich 1990 zu seinem Nachfolger als Stimmkreisabgeordneter für den Stimmkreis Donau-Ries im Bayerischen Landtag vorschlug. Ich habe die großen Fußstapfen Jaumanns stets als Verpflichtung empfunden und mich immer voll für die Menschen in meinem Stimmkreis ins Zeug gelegt. Denn meine Lebensdevise lautet: „keine halbe Sachen“. Das heißt: Wenn man einen Job macht, soll man ihn richtig machen. Die Menschen in meinem Stimmkreis haben mir dies gedankt, und haben mich stets mit beachtlichen Ergebnissen wieder gewählt.
1999 berief mich Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber dann zum Staatssekretär im Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit. Staatsministerin war damals Barbara Stamm, mit der ich hervorragend zusammengearbeitet habe und von der ich, wie auch von ihrer Nachfolgerin Christa Stewens, viel über Sozialpolitik gelernt habe. 2003 widmete ich mich dann wieder einem ganz neuen Feld: als Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern übernahm ich ein Amt, das mir große Freude bereitet hat. Die Zusammenarbeit mit dem damaligen Innenminister und späteren Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein war immer überaus offen und fruchtbar. Dass mich die CSU-Landtagsabgeordneten im Oktober 2007 mit überwältigender Mehrheit an die Spitze der Fraktion im Bayerischen Landtag gewählt haben, zeigte mir, dass die Kolleginnen und Kollegen großes Vertrauen in mich gesetzt haben. Ich bin meinem Motto „keine halben Sachen“ treu geblieben, und bin mit Vollgas auch in dieses neue Amt gestartet. Was mich an der Aufgabe des Fraktionsvorsitzenden reizt, ist der enge Kontakt zu den Abgeordneten meiner Fraktion, die Vielzahl der Themen und die großen Möglichkeiten, die es bietet, um die bayerische Landespolitik und damit unser schönes Land Bayern mitzugestalten.