
Die CSU ist die Partei für klare christlich-soziale Werte
Zu Gast war am Dienstag der Erzbischof von München und Freising, Prof. Dr. Reinhard Marx. Er sagte bei seiner Ankunft in Wildbad Kreuth, ihm gehe es nicht um die Tagespolitik, sondern um grundsätzliche Fragen. "Ich freue mich über jeden engagierten Christen, der in der Politik tätig ist und sich Sorgen macht über die Weiterentwicklung unseres Gemeinwesens", so der Erzbischof.
Fraktionsvorsitzender Georg Schmid und Ministerpräsident Horst Seehofer begrüßten die Forderung von Erzbischof Reinhard Marx, vor allem die Familien materiell und ideell zu unterstützen. Seehofer: „Die Erziehungskompetenz liegt zuerst bei den Eltern und nicht beim Staat. Wir werden diesen Entmündigungstendenzen bei anderen Parteien entschieden entgegen treten.“
„Krisenzeiten sind Zeiten, in denen das Konservative besonders gefragt ist“, stellte Ministerpräsident Horst Seehofer fest. Die CSU werde „diese Renaissance des Wertkonservativen nutzen“. Sie gestalte ihre Politik nach festen Grundsätzen und nicht nach Tagesstimmungen. Sie unterscheide sich damit von anderen Parteien, die sich dem bloßen Pragmatismus, dem ich-bezogenen Liberalismus oder dem Sozialismus verschrieben haben. Die CSU will die Erneuerung der Politik auf Grundlage christlich-sozialer Werte.
Seehofer dankte Ministerpräsident a. D. Günther Beckstein und dem ehemaligen CSU-Fraktionsvorsitzenden Alois Glück für ihr Engagement in den christlichen Kirchen. Er betonte: „Die CSU will die politische Heimat für christliche Wähler sein.“ Sie sei dabei der „Dialogpartner für alle, die auf unserem geistigen Fundament gesellschaftspolitisch gestalten wollen“.
„Der Kampf um die Zukunft der Parteienlandschaft findet im wertkonservativ-bürgerlichen Lagerstatt“, so Seehofer. Die CSU bekennt sich zur Prägung durch die christlich-abendländische Kultur und zum Sonntagsschutz. Seehofer kündigte an, dass es in Bayern bei der nachträglichen Sicherungsverwahrung für Schwerstkriminelle bleibe, auch wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte anders urteile.
Erzbischof Marx und der evangelischen Landesbischof Dr. Johannes Friedrich feierten zum Abschluss mit den CSU-Landtagsabgeordneten in der Kreuther Kapelle eine ökumenische Andacht.

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