Meine nächste berufliche Etappe war das Landratsamt Neu-Ulm, an dem ich einige Jahre für das Bau- und Umweltrecht und als Stellvertreterin des Landrats im Amt tätig war. Damals habe ich auch Neu-Ulm schätzen- und liebengelernt: Die Stadt an der Donau wurde zu meiner neuen Wahlheimat.
Nach einer kurzen Zwischenstation in der Bayerischen Staatskanzlei in der Projektgruppe Verwaltungsreform übernahm ich eine neue, höchste spannende Aufgabe: Die Bürgerinnen und Bürger Neu-Ulms schenkten mir ihr Vertrauen und wählten mich zur Oberbürgermeisterin. Von Juni 1995 bis Oktober 2003 durfte ich die Geschicke der Stadt Neu-Ulm lenken. Die Nähe zu den Menschen, zu ihren Sorgen und Nöten waren stets eine besonders reizvolle Aufgabe für mich. Darüber hinaus konnte ich die Weichen stellen für die Zukunft meiner dynamischen Stadt: die Tieferlegung der Bahn (NU 21), die Landesgartenschau 2008 und der Neubau der Fachhochschule konnte ich auf den Weg bringen.
Auch nach meinem Wechsel ins Kabinett nach München bin ich stets in der Kommunalpolitik verwurzelt geblieben. Seit 1996 bin ich Mitglied des Kreistags Neu-Ulm, von 2003 bis 2008 war ich darüber hinaus auch Mitglied im Bezirkstag von Schwaben und seit 2009 Bezirksvorsitzende der Frauen-Union Schwaben. Auch als Abgeordnete des bayerischen Landtags (seit Oktober 2008) gilt mein ganz besonderes Augenmerk den Anliegen meiner schwäbischen Heimat und natürlich des Landkreises Neu-Ulm.
Zudem gestalte ich die Politik für meine Heimat auch als stellvertretende Parteivorsitzende der CSU sowie als Mitglied in Parteivorstand und Präsidium der CSU.
Im Oktober 2003 wurde ich zur Bayerischen Staatsministerin der Justiz, im Oktober 2008 zur Bayerischen Staatsministerin der Justiz und für Verbraucherschutz ernannt. Ganz besonders am Herzen liegt mir der Schutz der Jüngsten und Schwächsten in unserer Gesellschaft. Hohe Priorität hat für mich die Sicherheit der Menschen, die im neuen bayerischen Strafvollzugsgesetz deshalb auch gleichrangig neben der Resozialisierung als Ziel des Strafvollzugs verankert wurde. Als Verbraucherschutzministerin setze ich mich für die Information und Beratung der Verbraucher und damit für ihre Stärkung ein. Ich arbeite an konkreten Projekten und Maßnahmen, damit die Interessen der Verbraucher etwa im Bereich Datenschutz oder zur Abwehr unseriöser Geschäftspraktiken nachhaltiger durchsetzbar sind.

Bayerns Staatsministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Beate Merk, MdL, zugleich Vorsitzende der FU-Schwaben, empfing eine Delegation des "Allchinesischen Frauenverbands" (All - China Women´s Federation) im Justizministerium in München zu einem Informationsaustausch über Fragen der Frauen- und Familienpolitik.
Der Allchinesische Frauenverband engagiert sich seit 1949 für die Rechte und Interessen der Frauen in Familie und Gesellschaft in China. Hauptaktivitäten sind dabei der Kampf gegen Analphabetentum unter Frauen, die berufliche Qualifizierung und Beratung für Frauen sowie die Förderung talentierter Frauen für herausgehobene Positionen in Politik und Gesellschaft. Unter Mitwirkung des ACWF sank die Analphabetenquote der chinesischen Frauen von 95 Prozent (im Jahr 1949) auf 23 Prozent im Jahr 1995.

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