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Georg Schmid und Georg Eisenreich: “Mit uns wird es keinen schulischen Flickenteppich in Bayern geben“
20.07.2010

„Die SPD setzt ihr schulpolitisches Durcheinander weiter fort. Anstatt aus dem Ergebnis des Hamburger Volksentscheids die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen, möchte sie aus Bayerns stabiler Schullandschaft einen chaotischen Flickenteppich machen.“ Mit diesen Worten reagierte Georg Schmid, der Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, auf Einlassungen des bildungspolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion, Ulrich Pfaffmann, in der heutigen Presse.

Pfaffmann hatte vorgeschlagen, Gemeinschaftsschulen einzurichten, bei denen „flexibel vor Ort“ über die Länge der gemeinsamen Schulzeit entschieden werden solle. „Die Folge daraus wäre ein heilloses Durcheinander. Wir hätten dann Grundschulen, die die Kinder bis zur 8. Klasse gemeinsam unterrichten. Andernorts würden die Kinder nach vier oder sechs Jahren an die weiterführenden Schulen abgegeben. Damit ließen sich die Übergänge auf Haupt- und Mittelschule, Realschule und Gymnasium nicht mehr organisieren. Außerdem würden Umzug und Schulwechsel fast unmöglich gemacht“, so Georg Eisenreich, der Vorsitzende des Arbeitskreises für Schule, Bildung und Sport der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. Schon jetzt sei ein Umzug innerhalb Deutschlands aufgrund der unterschiedlichen Schulsysteme für die Schülerinnen und Schüler sehr schwierig, so der CSU-Bildungsexperte.

Eisenreich betonte, dass es in Bayern eine klare Mehrheit gegen die von der SPD geforderte Gemeinschaftsschule gebe, weil diese die Realschule und das Gymnasium verstümmle. „Die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger will Bildungsinvestitionen und keine Strukturdebatten. Der Münchner SPD-Vorsitzende Pfaffmann sollte sich hier lieber an seine eigenen Hausaufgaben machen“, so Eisenreich. In München stocke derzeit der Ausbau der Ganztagsschulen, weil die Stadt nicht ausreichend Räume zur Verfügung stelle. „Viele Münchner Grundschulrektoren haben mir berichtet, dass sie keine Ganztagsgrundschule beantragen, weil ihnen die Räume fehlen. Ausreichend Räume zu schaffen, wäre ein wichtiger Beitrag für mehr Qualität und Chancengerechtigkeit“, so Eisenreich. Die Stadt München solle hier endlich ihre Pflichtaufgaben als Sachaufwandsträger erfüllen.



Zur Person
Georg Eisenreich

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