Georg Schmid: Pkw-Maut über die Vignette schafft Gerechtigkeit – Keine Mehrbelastung der deutschen Autofahrer
„Unbestritten ist, dass wir in Deutschland in unsere Straßen und Schienen investieren müssen. Die bisherige Mittel reichen dafür nicht aus.“ Mit diesen Worten äußerte sich Georg Schmid, der Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, zur aktuellen Pkw-Maut-Debatte.
Eine gute Infrastruktur sei gerade für ein Flächenland wie Bayern von herausragender Bedeutung. „Bayern ist ein wirtschaftlich prosperierendes Land, eine Top-Tourismus-Region und ein wichtiges europäisches Transitland, dies geht nicht ohne gute Verkehrsverbindungen“, so Schmid. Deshalb sei es für die Einwohner, die Touristen und für die Wirtschaft in Bayern nicht hinnehmbar, wenn in diesem Jahr mangels Geld keine einzige neue Baumaßnahme in Angriff genommen werden könne.
„Die Vignette ist eine gute Möglichkeit für mehr Gerechtigkeit im Straßenverkehr“, so der CSU-Politiker. Mit ihr könnten die ausländischen Fahrzeuge an den Kosten für das deutsche Straßennetz beteiligt werden. So könnte ein altes Ärgernis beseitigt werden, dass die deutschen Kraftfahrer im Ausland zahlen müssten, die ausländischen Pkw’s in Deutschland aber nicht.
Wegen der Kosten für die Vignette müssten die deutschen Autofahrer an anderer Stelle entlastet werden. „Es darf zu keiner zusätzlichen Belastung unserer deutschen Pkw-Halter kommen.“ Schmid hält zum Beispiel eine anteilige Absenkung der Kfz-Steuer für möglich.
„Die Vignetten-Einnahmen müssen dann verlässlich für die Investitionen in Straße und Schiene zur Verfügung stehen. Damit würden wir gleichzeitig Arbeitsplätze in der Realwirtschaft schaffen“, so der CSU-Fraktionschef. Die abschließende Position der CSU wird der Parteitag im Oktober beschließen.