Europatag 2009 im Landtag
Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Serbien wollen Teil der Europäischen Union werden. Die Institutionen der EU - vertreten heute im Bayerischen Landtag durch 120 Jugendliche aus ganz Bayern - müssen nun darüber eine Entscheidung treffen. Die CSU-Landtagsfraktion hat anlässlich des Europatags am 9. Mai zu einem Planspiel in den Landtag eingeladen. Landtagsabgeordnete Prof. Ursula Männle, Vorsitzende des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten, begrüßte die Teilnehmer. "Europa neu gestalten ist Aufgabe der jungen Leute", so Männle. Emilia Müller, Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, nannte ein Planspiel "eine absolut gute Chance, die Komplexität Europas kennen zu lernen. Bayern stehe klar zur EU und zum Integrationsprozess. "Wir sind heute in das Zentrum der Europäischen Union gerückt", so Müller. Dies bedeute mehr Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger. Müller rief die Teilnehmer am Europatag auf, Europa als Wertegemeinschaft in die Zukunft zu tragen. Sie nannte Akzeptanz der Vielfalt der europäischen Regionen und Toleranz gegenüber Minderheiten als Vorraussetzung dafür.
Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler, Vorsitzende des Industrieausschusses des Europäischen Parlaments, sprach über die Rolle der Parlamentarier in Brüssel und Straßburg. "Bei 80 Prozent aller Entscheidungen mischt heute das Europäische Parlament mit", so Niebler. 27 Länder, 23 Sprachen und 150 verschiedene politische Gruppieren im Parlament seien eine spannende Herausforderung. "Europa ist zwar schwierig - aber es lohnt sich", betonte Angelika Niebler.