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Einsatz für Hebammen
Bild: CSU-Fraktion macht sich für Hebammen stark
Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag macht sich für die Hebammen und die freiberufliche Geburtshilfe stark.
Bild: Reserl Sem, MdL, (links) und Gudrun Brendel-Fischer, Vorsitende der AG Frauen, MdL, (rechts) gemeinsam mit Hebammen im Bayerischen Landtag.
Reserl Sem, MdL, (links) und Gudrun Brendel-Fischer, Vorsitende der AG Frauen, MdL, (rechts) gemeinsam mit Hebammen im Bayerischen Landtag.
Denn die Arbeitsgruppe Frauen der CSU-Fraktion befürchtet durch die stark gestiegenen Beiträge für deren Haftpflichtversicherung das Aus für viele Hebammen. Nach dem Willen der CSU-Landtagsabgeordneten soll das Bundesgesundheitsministerium noch in diesem Jahr einen Vorschlag erarbeiten, wie den Hebammen geholfen werden kann. „Die freie Wahl des Geburtsortes ist ein ho-hes Gut für werdende Eltern“, so Gudrun Brendel-Fischer, die Vorsitzende der Arbeitsgruppe. Durch die massive Erhöhung der Haftpflichtversicherungsbeiträge und eine deutlich zu niedrige Vergütung werden immer mehr freiberufliche Hebammen zur Aufgabe ihrer Tätigkeit gezwungen.

„Der Rückgang an Geburten hat ohnehin schon eine Zentralisierung von Geburtenstationen im ländlichen Raum zur Folge“, so Brendel-Fischer. Als „bayerisches Quali-tätsmerkmal“ bezeichnete Brendel-Fischer den mit Abstand höchsten Anteil an freiberuflichen Hebammen bundesweit. „Wir haben 2200 aktive Hebammen insgesamt, davon sind 85 Prozent freiberuflich“. Zudem habe Bayern den höchsten Anteil an Hausgeburten. Deshalb messe sie den freiberuflich tätigen Hebammen große Bedeutung zu, besonders im ländlichen Raum. „Es ist auch gerade nach verschiedenen Missbrauchs- und Verwahrlosungsfällen unser erklärter Wille, mehr aufsuchende Hilfe anzubieten. Dabei sind die Hebammen ein unverzichtbarer Baustein.“

Zum Beginn dieses Monats sind die Prämien der Haftpflichtversicherung für Hebammen, die Geburtshilfe zu Hause, in Geburtshäusern und als Beleghebammen leisten, stark angestiegen. 3.689 Euro im Jahr kostet nun die Berufshaftpflichtversicherung, 2007 waren es noch 1.219 Euro. Das könnten sich viele Hebammen, noch dazu bei sinkenden Geburten und damit sinkenden Einnahmen, nicht mehr leisten. Denn dieser Satz entspreche in etwa den durchschnittlichen Einnahmen von drei Monaten.

Das Problem seien die hohen Versicherungssummen, die bei geburtsbedingten Behinderungen oder Todesfällen zu zahlen sind. „Das können wir nicht nur über die Versicherungsprämien der Hebammen auffangen“, sagte die CSU-Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer. Da immer weniger Kliniken fest angestellte Hebammen beschäftigen und bevorzugt mit freiberuflichen Hebammen zusammenarbeiten würden, müsse dringend dieser freiberufliche Berufsstand unterstützt werden.

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