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04.09.2015

Gudrun Brendel-Fischer und Angelika Schorer: Milcherzeuger brauchen dringend Hilfe – Antrag im Landtag bereits eingebracht

„Unsere Milcherzeuger brauchen so schnell wie möglich finanzielle Unterstützung“, fordert Gudrun Brendel-Fischer, stellvertretende Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. „Angesichts des dramatisch gesunkenen Milchpreises können die Landwirte nicht mehr kostendeckend wirtschaften und müssen dringend entlastet werden.“

Bayern ist mit einer Milcherzeugung von jährlich rund acht Millionen Tonnen einer der wichtigsten Milcherzeuger in ganz Europa. Rund 40 Prozent der Milcherzeuger in Deutschland produzieren im Freistaat. Bereits im Juli hat die CSU-Fraktion daher einen Antrag zur Stabilisierung des Milchmarktes in den Landtag eingebracht. „Wir fordern unter anderem eine schnelle und unbürokratische Hilfe durch die Europäische Union“, verdeutlicht Angelika Schorer, Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Bayerischen Landtags. „Die EU hat über die sogenannte Superabgabe rund 900 Millionen Euro Strafzahlungen von den Milcherzeugern eingenommen. Dieses Geld muss nun als Hilfe zurückfließen.“

Langfristig fordert die Landtags-CSU wirksame Krisenmanagementsysteme und mehr Transparenz auf dem Milchmarkt. „Für einen guten Preis sind gute Märkte erforderlich. Daher halten wir es für dringend notwendig, dass sich Staatsregierung, Bundesregierung und EU-Kommission weiterhin für die Erschließung heimischer und ausländischer Märkte einsetzen“, so Brendel-Fischer.

Auf Bundesebene sei erforderlich, dass für Milchviehbetriebe weiterhin wirksame Liquiditätshilfen angeboten werden. Bayern müsse darüber hinaus dafür sorgen, dass die Flächenfördermittel heuer sobald wie möglich ausbezahlt werden, damit die Bauern ihre Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht erfüllen können. Zudem  müssten den Landwirten auch steuerliche Hilfsmaßnahmen sowie eine Unterstützung in der Sozialversicherung angeboten werden.

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