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Sprachtests für Mediziner evaluieren

21.12.2018 - Antrag | 18/362

Initiatoren:
Bernhard Seidenath, Barbara Becker, Ute Eiling-Hütig, Klaus Holetschek, Beate Merk, Martin Mittag, Helmut Radlmeier, Manuel Westphal, Florian Streibl, Fabian Mehring, Susann Enders, Peter Bauer, Manfred Eibl, Hubert Faltermeier, Hans Friedl, Tobias Gotthardt, Eva Gottstein, Joachim Hanisch, Wolfgang Hauber, Johann Häusler, Leopold Herz, Alexander Hold, Nikolaus Kraus, Rainer Ludwig, Gerald Pittner, Bernhard Pohl, Kerstin Radler, Gabi Schmidt, Jutta Widmann, Benno Zierer

Die Staatsregierung wird aufgefordert, die bisherigen, im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege durch die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) durchgeführten Sprachtests für ausländische Mediziner in Bayern nach dem niedersächsischen Modell evaluieren und diese mit dem Modell der Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) "SAM - Entwicklung eines Sprachtests für ausländische Mediziner" vergleichen zu lassen. Das Ergebnis dieser Evaluation ist dann dem zuständigen Ausschuss für Gesundheit und Pflege zu berichten.



In Bayern müssen Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland seit April 2017 eine Fachsprachenprüfung auf dem Level C1 absolvieren. Laut der BLÄK haben seit April 2017 711 ausländische Ärzte eine Fachsprachenprüfung abgelegt. Rund 52 Prozent von ihnen sind durchgefallen, 48 Prozent haben sie bestanden.


Neben dem bisherigen Verfahren gibt es auch ein bayerisches Projekt. Unter der Projektleitung des Instituts für Deutsch als Fremdsprache ist in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin am Klinikum der LMU im Projekt "SAM - Entwicklung eines Sprachtests für ausländische Mediziner" ein Test entstanden, der die Kommunikationskompetenz in relevanten Situationen des beruflichen Alltags von Ärztinnen und Ärzten beurteilt. Der Test geht über das niedersächsische Modell hinaus.


Nach fast zwei Jahren im Regelbetrieb ist es an der Zeit, zu überprüfen, ob der angewandte Sprachtest der richtige ist, bzw. die beiden Tests wissenschaftlich zu vergleichen. Die Beherrschung der deutschen Sprache ist zentral, damit die Verständigung zwischen den Patientinnen und Patienten reibungslos funktioniert - ein wichtiges Fundament für das Arzt-Patienten-Verhältnis.


Einheitliche Sprachtests für ausländische Ärzte, Zahnärzte und Apotheker haben die Länder-Gesundheitsminister im Jahr 2014 beschlossen. Die Mediziner und Pharmazeuten sollen ein allgemeines Sprachniveau auf dem Niveau -B2- und ein Fachsprachenniveau der Stufe -C1- nach dem Gemeinsamen europäische Referenzrahmen für Sprachen nachweisen.

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