CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag
Besuchen Sie uns auf https://www.csu-landtag.de

SEITE DRUCKEN

Arbeitskreis Bildung und Kultus
ALLE TALENTE FÖRDERN
Bildungspolitik ist die Wirtschafts- und Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts. Wir wollen alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Begabungen bestmöglich fördern und ihnen beste Chancen bieten. Der Arbeitskreis hat sich folgende Schwerpunkte gesetzt: 

  • Die Sicherung der Chancengerechtigkeit
  • Die Weiterentwicklung unseres differenzierten und durchlässigen Schulsystems
  • Die Stärkung der individuellen Förderung
  • Den weiteren Ausbau der Inklusion an bayerischen Schulen
  • Die Digitalisierung unserer Schulen (Masterplan BAYERN DIGITAL II)
  • „Schule öffnet sich“: Einstellung von zusätzlichen Schulpsychologen und Schulsozialpädagogen
  • Die Ausgestaltung des neuen bayerischen Gymnasiums
  • Die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung im Grundschulbereich
  • Den Erhalt wohnortnaher Schulen
  • Die Integration von Schülern mit Migrationshintergrund in Deutschklassen und Berufsintegrationsklassen
  • Den wertschätzenden Dialog mit Schülern, Eltern, Lehrern und Kommunen

Fraktionsmagazin HERZKAMMER - Ausgabe 07 zum Thema "Bildung"



  • Themen
    • 14.03.2019
      Auch 10 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention bleibt das Thema Inklusion für Menschen mit Handicap ein Kernanliegen der CSU-Landtagsfraktion. Dies hat die Arbeitsgruppe …
      Inklusion umfasst nach dem Verständnis der CSU-Fraktion nicht nur die Aufnahme von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Regelschulen, sondern selbstverständlich auch einen Bestand der Förderschulen. Ein Wunsch- und Wahlrecht der Eltern für ihre Kinder, ob sie eine Regelschule oder eine Förderschule als besser geeignet für ihren Bedarf ansehen, und die Vielfalt eröffnen in Bayern individuelle Bildungsmöglichkeiten. Denn die Eltern wissen häufig am besten, wo ihre Kinder am besten aufgehoben sind. Die Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Inklusion an Regel- und Förderschulen werden wir auch in Zukunft  begleiten und verbessern. Dafür schaffen wir jährlich 300 neue Stellen und verstärken Studienangebote für Fachlehrer massiv. Darüber hinaus hat sich die Arbeitsgruppe für die aktuelle Legislatur ein anspruchsvolles Programm vorgenommen. Dazu zählt – ausgehend von der Modellregion Inklusion Kempten - eine regional jeweils angepasste Entstehung weiterer Modellregionen Inklusion, die Installierung von Inklusionsbeauftragten in den Regierungsbezirken und ein Fokus auf die Inklusion an weiterführenden Schulen. Zudem wollen wir den Ausbau und die Struktur der neu geschaffenen multiprofessionellen Teams eng begleiten.“
    • 06.03.2019
      Für uns ist die Inklusion nicht nur ein Begriff. Wir als CSU-Fraktion setzen uns seit langem dafür ein, dass die Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung verbessert …
      Der sozialpolitische Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, Thomas Huber, MdL, besuchte kürzlich die Stiftung Pfennigparade in München. Gemeinsam mit den beiden Vorständen Dr. Jochen Walter und Ernst-Albrecht von Moreau überzeugte sich Thomas Huber im Dokumenten Service und im WebWerk von den professionellen Angeboten rund um Digitalisierung, Datenmanagement und barrierefreie Gestaltung, die die Pfennigparade mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Behinderung großen und kleineren Unternehmen mit großem Erfolg anbietet. Im Anschluss daran zeigte der gemeinsame Besuch der Ernst-Barlach-Schulen, wie eine Förderschule heute offen, inklusiv und modern sein kann. Übrigens: Die Nachfrage nach Schulplätzen von Kindern ohne Behinderung übersteigt das Angebot dort jedes Jahr deutlich! Das zeigt einmal mehr, dass Inklusion funktioniert und gelebt wird, wenn die Rahmenbedingungen stimmen – und dass dafür gute, bewährte Strukturen wie Förderschulen nicht ohne Rücksicht einfach eingerissen werden müssen. 
      Die Stiftung Pfennigparade setzt sich seit über 65 Jahren für Menschen mit Körperbehinderung ein. Heute ist sie eines der größten deutschen Rehabilitationszentren für körperbehinderte Menschen und betreibt Kindergärten, Schulen, ambulante und stationäre Wohneinrichtungen, ein Mehrgenerationenhaus, Pflegedienste mit speziellen Förderangeboten sowie Werkstätten und eine Integrationsfirma.
    • 09.01.2019
      Der Arbeitskreis Wissenschaft und Kunst kam am 8. Januar 2019 unter seinem neuen Vorsitzenden Robert Brannekämper in der Hochschule München in der Lothstraße zu seiner ersten Sitzung …
      Auch Staatsminister Bernd Sibler und der neue Amtschef des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, Ministerialdirektor Dr. Rolf-Dieter Jungk, nahmen an der Sitzung teil. Bei einem Rundgang durch die Hochschule unter Führung des Präsidenten Professor Dr. Martin Leitner besichtigte der Arbeitskreis das frisch renovierte und zu Hochschulzwecken aufwändig umgebaute ehemalige landesherrliche Zeughaus:
      In der Lothstraße 17 ist jetzt die Fakultät für Design der Hochschule mit Fotostudios und verschiedensten Werkstätten untergebracht, an der derzeit 500 kreative junge Menschen studieren. Im Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) stellten sich dem AK mehrere Jungunternehmer mit ihren Start-ups vor, die sich über ein weites Themenfeld erstreckten: von Datenbanktechnologien („Block Chain“) über Nachbarschaftsprojekte in der Photovoltaik bis hin zu Mobilitätsapps mit Echtzeitdaten.
    • ... weitere Artikel
    • 01.08.2018
      In der Legislaturperiode 2013 bis 2018 wurden in der Weiterentwicklung der schulischen Ganztagsangebote entscheidende Weichenstellungen getroffen: Bedarfsgerechter Ausbau und die Umsetzung der …
      Die beiden Abgeordneten, die dieses Thema maßgebliche vorangebracht haben, sind Kerstin Schreyer, Staatsministerin für Arbeit und Soziales, und Gudrun Brendel-Fischer, Beauftrage der Staatsregierung für das Ehrenamt. Im Rückblick auf das bisher Geleistete und mit einem Ausblick auf die weiteren Herausforderungen haben sie der „Herzkammer“, dem Magazin der CSU-Fraktion, im Frühjahr 2018 ein Interview gegeben. Dieses finden Sie hier.
    • 22.06.2018
      Oliver Jörg, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst des Bayerischen Landtags:

      Dem Bologna-Abkommen sind seit 1999 inzwischen 48 europäische Staaten beigetreten. Gerade die jüngste Ministerkonferenz Ende Mai in Paris und der sogenannte Bologna Implementation-Report haben gezeigt, dass wir in Bayern unsere Hausaufgaben gemacht haben: Mittlerweile haben sämtliche Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften auf Bachelor und Master (kurz „BA-MA“) umgestellt. Derzeit gibt es an den staatlichen Hochschulen im Freistaat 908 Bachelor- und 1006 Masterstudiengänge, und die Modularisierung dieser Studiengänge ist abgeschlossen. Ergebnisse des Bayerischen Absolventenpanels belegen erfreulicher Weise eine zunehmende Akzeptanz des Master und Bachelor von Seiten der Wirtschaft.

      Etwaigen Überregulierungen hat der Landtag erfolgreich entgegengewirkt, etwa bei den Anwesenheitspflichten, die im Gegensatz zu anderen Bundesländern in Bayern nicht in das Hochschulgesetz aufgenommen worden sind. Erklärtes Ziel des neuen Systems war es, die Internationalität und Mobilität zu fördern. Dies ist gelungen. Bereits im Jahr 2015 hatten 29 Prozent der deutschen Studierenden einen Auslandsaufenthalt absolviert (Die Zielmarke lag bei 20 Prozent). Und auch die Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen gelingt immer besser: Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Akademischen Austauschdienstes bei rund 7000 Studenten nach ihrer Auslandsphase. Danach wurden rund 75 Prozent aller im Ausland erbrachten Leistungen anerkannt.

      Freilich bleibt noch einiges zu tun. Hilfreich wäre es sicherlich, der immer weiter um sich greifenden Ausdifferenzierung der Studiengänge entgegenzuwirken, damit den Studierenden ein Ortswechsel leichter möglich ist. Da die Studierendenschaft immer heterogener wird, sind auch die Instrumente des Bologna-Prozesses künftig noch konsequenter zu nutzen, etwa 1. durch den weiteren Ausbau flexibilisierter Studienformen, wie Teilzeitstudiengängen, berufsbegleitenden Studiengängen oder Modulstudien; 2. eine noch stringentere Orientierung an Qualifikationszielen und Lernergebnissen sowie 3. eine transparente externe Qualitätssicherung. Kurz: Die Umsetzung von „Bologna“ ist nicht einmal erledigt und abgeschlossen, sondern bleibt angesichts eines sich stets wandelnden Bildungsumfelds Daueraufgabe.

    • 09.05.2018
      Ingrid Heckner, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Mitglied des Ausschusses für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags:
      Der Modellversuch „Islamischer Unterricht“, der in Bayern 2009 auf den Weg gebracht wurde, ist einmalig in Deutschland: Schülerinnen und Schüler islamischen Glaubens werden unter staatlicher Verantwortung und in deutscher Sprache unterrichtet.

      Von zentraler Bedeutung ist dabei die Verantwortung des Staates, die bei Lehrplänen und Schulbüchern beginnt und bei der Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte endet. Denn so wird sichergestellt, dass keine islamische Propaganda in der Schule Einzug halten kann und dem möglichen Einfluss von Koranschulen auf junge Muslime ein Korrektiv entgegengesetzt wird. Denn wie beim konfessionell gebundenen Religionsunterricht wollen wir, dass der Islamunterricht über die Auseinandersetzung mit dem islamischen Glauben wie auch mit anderen Religionen seinen wesentlichen Beitrag dazu leistet, dass Schülerinnen und Schüler Werthaltungen verstehen, entwickeln und verteidigen lernen, die auf dem Wertefundament des Grundgesetzes und der Bayerischen Verfassung stehen. Damit hat der Islamunterricht eine zentrale integrative Aufgabe, und zwar gerade auch mit Blick auf unsere christlich-jüdisch abendländisch geprägte Kultur. Wesentlich ist hierbei, dass er in deutscher Sprache stattfindet.

      Der Modellversuch läuft im Juli 2019 aus. Mit aktuell über 350 Schulen und insgesamt 14.000 Schülerinnen und Schülern verfügen wir über eine sehr breite Evidenzbasis für die anschließende Evaluation. Daher hat Kultusminister Sibler entschieden, den Modellversuch derzeit nicht auszuweiten – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

      Die CSU-Fraktion wird sich das Ergebnis der Evaluation sehr genau ansehen, um auf dieser gesicherten Basis dann über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Eine Zwischenevaluation hat bereits gezeigt: Der Unterricht wirkt persönlichkeitsbildend und gesellschaftlich-integrativ.

      Sicher ist schon jetzt: Wir wollen an unseren Schulen die Vermittlung von Werten und Werthaltungen stärken und Integration weiter fördern. Religionsunterricht – ob konfessionell gebunden oder nicht – wie auch Ethik leisten in diesem Zusammenhang einen wertvollen Beitrag.
    • 27.04.2018
      Klaus Steiner, Mitglied im Ausschuss für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags:
      Die Schüler sind „in der Liebe zur bayerischen Heimat“ zu erziehen, heißt es in unserer Bayerischen Verfassung, die damals unter dem Eindruck der schrecklichen Naziherrschaft und den Folgen eines deutschen Zentralismus verfasst wurde.

      Mundart und regionale Kultur waren für uns immer mehr als nur eine „Eigenheit“. Gerade in der heutigen Zeit der Globalisierung und Digitalisierung geben sie wichtigen Halt und Orientierung. „Dialekt gehört zur Entfaltung regionaler, sozialer und kultureller Identität von Schülerinnen und Schülern“, sagte deshalb einmal der frühere Vorsitzende des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (BLLV). Wer bairisch, fränkisch oder schwäbisch spricht, spürt durch das verbindende Element ein positives Gefühl von Heimat. Es gab Zeiten, in denen Mundart und regionale Kultur als gestrig und rückwärtsgewandt abgetan wurden. Das ist längst vorbei. Heute gibt es hippe Modemarken, die an regionaler Kultur anknüpfen und die „neue bayerische Volxmusik“ trendet. Tradition und Fortschritt gehen längst auch in diesen Bereichen zusammen.

      Wir haben uns auch immer dagegen gewandt, Dialekt sprechende Kinder zu stigmatisieren. Denn das alte Vorurteil, dass der Dialekt das Erlernen der Hochsprache beeinträchtigen würde, ist längst widerlegt. Im Gegenteil, wir wollen, dass der Dialekt als Zeichen einer reichen und vielfältigen Kultur gepflegt und gefördert wird. Die Lehrkräfte sollen sich der „inneren Mehrsprachigkeit“, wie die Sprachwissenschaftler die bereichernde Funktion des Dialekts für den Einzelnen bezeichnen, bewusst sein und den Schülern deutlich machen, dass der Dialekt keine defizitäre Sprache ist. Gerade Kinder mit mundartlicher Kompetenz lernen schon früh, den ihnen zur Verfügung stehenden Reichtum der Sprache zu nutzen und zwischen verschiedenen Sprachebenen zu unterscheiden.

      Mundart und regionale Kultur können in einem Land wie Bayern, das weiter stark wächst, Brücken sein, die Menschen zusammen bringen. Deshalb unterstützen wir den Vorschlag unseres bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, einen neuen Unterrichtsschwerpunkt ‚Mundart und regionale Kultur‘ an den Schulen zu etablieren.
    • 13.04.2018
      Thomas Huber, Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration des Bayerischen Landtags:
      Zunächst müssen wir die Fakten nüchtern betrachten: Die sogenannte „Abbrecherquote“ ist keine. Sie sagt nur, welcher Teil der Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst wurde. Eine Vertragslösung heißt aber nicht, dass die Azubis ohne Ausbildung bleiben. Oft wechseln sie die Ausbildung nur.

      Untersuchungen des Bundesinstitutes für Berufsbildung zeigen, dass die Vertragslösungen in direktem Zusammenhang mit dem Ausbildungsangebot stehen: Suchen die Betriebe wie heute dringend Fachkräfte und ist das Angebot an Ausbildungsplätzen groß, werden Verträge öfter gelöst. Bei einer Befragung des DGB Bayern gaben fast 80 Prozent der befragten „Abbrecher“ an, den Ausbildungsberuf gewechselt zu haben.

      Deshalb: Bitte die duale Ausbildung in Deutschland nicht mit angeblichen Horrormeldungen schlechtreden. Die duale Ausbildung bringt jedes Jahr hervorragende Fachkräfte hervor, die das Rückgrat unseres wirtschaftlichen Erfolges sind. Viele Länder beneiden uns darum. Ich will für die duale Ausbildung werben, denn sie bedeutet in vielen Berufen unserer Wirtschaft hervorragende Erfolgsaussichten!

      Viele Ausbildungswechsel sind aber nicht im Interesse von Azubis und Betrieben. Besser ist es, wenn Azubis gleich die richtige Ausbildung wählen. In Bayern bieten wir deswegen mit der Berufsorientierung und zahlreichen Projekten zur Berufsorientierung, die wir aus dem Arbeitsmarktfonds finanzieren, jungen Menschen einen guten Überblick und Hilfe bei Berufswahl.

      Ganz besonders müssen wir dort ansetzen, wo gerade junge Menschen eine Ausbildung endgültig abbrechen. Sie werden als Ungelernte auf dem Arbeitsmarkt oft große Probleme bekommen. Experten schätzen diese „echte Abbrecherquote“ deutschlandweit auf etwa zehn Prozent. Besonders betroffen sind Jugendliche mit niedrigerem oder ohne Schulabschluss. Mit dem Programm „Fit for Work“ unterstützen wir in Bayern die Ausbildungsbetriebe dabei, Jugendliche erfolgreich auszubilden, die Startschwierigkeiten haben. Die Erfahrungen zeigen: Die Ausbildung klappt mit „Fit for Work“ und die Jugendlichen werfen viel seltener „das Handtuch“.
    • 09.03.2018
      Jugendpolitischer Empfang am Montag, den 19. März 2018, im Konzerthaus Blaibach
      Die jungen Menschen sind die Zukunft des Freistaats. Ihnen wollen wir mit unserer Politik Chancen eröffnen in ihrer Heimat. Sie sollen dort eine Ausbildung machen, leben und arbeiten können, wo sie zu Hause sind.

      Wir sorgen für gerechte Bildungschancen in den Städten und auf dem Land. Denn wo Wissen ist, ist Innovation, und wo Innovationen sind, sind Unternehmen und Arbeitsplätze.

      Welche Chancen haben junge Menschen auf dem Land? Welchen Herausforderungen sehen sie sich gegenüber? Und welchen Beitrag leisten sie zu einem gelingenden Miteinander?

      Lassen Sie uns darüber sprechen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

      Bitte melden Sie sich bis Freitag, 16. März 2018, per E-Mail an buero@gerhard-hopp.de für die Veranstaltung an.
    • 07.03.2018
      Die aktuellste Schulstudie der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzendenkonferenz hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Menschen die Qualität unseres bayerischen Bildungssystems erkennen. 47 Prozent der …
      Auch die Förderung der beruflichen Bildung, die wir in Bayern besonders hochhalten, wird von einer deutlichen Mehrheit unterstützt – insgesamt 69 Prozent der Befragten sprachen sich sogar für eine noch stärkere Förderung aus während nur 17 Prozent der Meinung waren, dass noch mehr junge Menschen studieren sollten. Zwei Drittel waren der Ansicht, dass man auch mit einer dualen Ausbildung wirtschaftlich erfolgreich sein kann. Dennoch hat eine Mehrheit von 56 Prozent den Eindruck, dass Ausbildungsberufe weniger Wertschätzung erfahren als ein Hochschulabschluss. Dies bestärkt uns darin, in unserem Einsatz für die berufliche Bildung nicht nachzulassen, zumal wir wie drei Viertel der Befragten überzeugt sind, dass die duale Ausbildung maßgeblich für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes ist.

      Gut zwei Drittel der Befragten stimmten der Aussage zu, dass Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ein Wahlrecht zwischen Regel- und Förderschule haben sollten. Dies bestätigt unsere Politik, die für die konsequente Umsetzung der Inklusion und gleichzeitig den Erhalt der Förderschulen als Kompetenzzentren und Lernorte mit besonderen Fördermöglichkeiten steht.

      88 Prozent der Befragten finden, dass die Digitalisierung an Schulen wichtig ist. Das tun wir auch. Deshalb wollen wir in den kommenden Jahren genau dafür einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag ausgeben. Mit einem Antragspaket im Bayerischen Landtag unterstützen wir die Staatsregierung bei der Umsetzung dieses Großprojekts. Diejenigen Befragten, die sich noch in Ausbildung befinden sehen übrigens die technische und personelle Ausstattung der Schulen mit 50 Prozent deutlich positiver  als jene, deren Schulausbildung schon einige Jahre zurückliegt (26 Prozent). Ein klarer Hinweis darauf, dass die Lage an den Schulen besser ist als ihr Ruf. Damit dies noch besser wird, verstärken wir unsere Unterstützung für die Schulen, was 85 Prozent der Befragten gut finden.

      Nur 20 Prozent der Menschen wünschen sich verpflichtende Ganztagsangebote, wie sie zum Teil von unseren politischen Mitbewerbern favorisiert werden. 71 Prozent wollen, dass diese Angebote weiterhin freiwillig bleiben. Auch bei diesem Thema Ganztag vertritt die CSU-Fraktion also die deutliche Mehrheit der Menschen.

      Dies gilt in gleicher Weise für die Integration von Schülerinnen und Schülern mit mangelnden Deutschkenntnissen. Nur 16 Prozent fordern, dass diese grundsätzlich von Anfang an am regulären Unterricht teilnehmen. Das bayerische Modell mit Übergangsklassen, Deutschförderkursen sowie Berufsintegrationsklassen bietet daher unterschiedliche Umsetzungsmöglichkeiten, die den Bedürfnissen vor Ort flexibel gerecht werden.

      Die Idee eines Staatsvertrags der Länder, der die Vergleichbarkeit von Bildungsinhalten und Prüfungsanforderungen festschreibt, wird von einer großen Mehrheit von 72 Prozent unterstützt. Seit Jahren wird ein solcher Vertrag von unserem Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle gefordert, worin wir ihn vollauf unterstützen.

      Die Schulstudie belegt also, dass wir in Bayern mit unserer Bildungspolitik auf dem richtigen Weg sind. Dies wird neben der Zustimmung der Menschen zu unserer Politik auch durch viele Vergleichsstudien zur Leistung der Schülerinnen und Schüler wie z.B. die jüngste IQB-Studie untermauert.

      Die Schulstudie der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzendenkonferenz finden Sie hier.
    • 16.02.2018
      Carolina Trautner, Mitglied des Ausschusses für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags:

      Gewalt gegen Lehrkräfte ist unter keinen Umständen hinnehmbar. Darüber besteht breiter Konsens. Wir setzen auf Prävention: Wenn von vornherein verhindert werden kann, dass Lehrkräfte Opfer von Gewalt werden, dann müssen wir alle Möglichkeiten hierfür nutzen. An erster Stelle ist dabei die konkrete Schule gefragt: Eine wertschätzende Schulkultur, klare Regeln für den Umgang miteinander, sowie die Förderung sozialen Lernens sind unerlässliche Erziehungsaufgaben. Diese Kultur hat Niederschlag etwa in Lehrplänen und in der Schulentwicklung, aber zum Beispiel auch in der Lehrerfortbildung gefunden. Hinzu kommt ein breites Angebot an Präventionsprogrammen wie „PIT – Prävention im Team“ oder „faustlos“ sowie die landesweite Lehrerfortbildung „Schule als Lebensraum – ohne Mobbing!“. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Förderung der Lehrergesundheit.

      Gewalt wird sich aber leider niemals ganz verhindern lassen. Lehrkräfte, die Gewalt erlebt haben, brauchen geeignete Hilfen und individuelle Unterstützung. Vertrauen ist bei dieser sensiblen Thematik von großer Bedeutung. Deswegen stehen betroffenen Lehrkräften vielfältige Ansprechpartner zur Verfügung – neben der Schulleitung und der Polizei z.B. auch die Personalbeauftragten, Schulpsychologen oder – in besonderen Fällen – das Kriseninterventions- und -bewältigungsteam bayerischer Schulpsychologen (KIBBS).

      In jüngerer und jüngster Zeit ist mehrfach die Forderung erhoben worden, Statistiken zu Vorfällen von Gewalt gegen Lehrkräfte zu führen. Als Ziel wird angeführt, dass auf diese Weise Gewaltformen, die besonders betroffenen Schularten und Regionen sowie generell das Ausmaß der Vorfälle transparent würden. In der Tat: Zahlen können manchmal helfen, den nötigen Handlungsdruck entstehen zu lassen. Zahlen sind dann aber nur Mittel zum Zweck.

      Gerade bei Gewalt gegen Lehrkräfte handelt es sich um ein für die Betroffenen sehr sensibles Thema. Ich bin überzeugt: Nicht die statistische Erfassung führt zu einem Mehrwert für Lehrkräfte, sondern eine Unterstützung, die auf den individuellen Fall ausgerichtet ist.

    • 12.09.2017
      Die von Ministerpräsident Seehofer im November 2013 abgegebene Ganztagsgarantie ist auf Erfolgskurs: Der gebundene und der offene Ganztag sowie die Mittagsbetreuung werden in Bayern konsequent …
      Dies gilt insbesondere für den Grundschulbereich, in dem ganztägige Angebote für viele Eltern von zentraler Bedeutung sind: Zum kommenden Schuljahr können rund 1.900 offene Ganztagsgruppen an Grundschulen eingerichtet werden. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um rund 40 Prozent. Damit hat sich diese Angebotsform, die im Schuljahr 2015/16 im Rahmen eines Modellversuchs mit 300 Gruppen gestartet ist, innerhalb von zwei Schuljahren als fester Baustein der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote etabliert.

      Über alle Schularten hinweg gibt es heuer rund 10 Prozent mehr offene Ganztagsgruppen als im Vorjahr (insgesamt 6.250 Gruppen). Zudem wächst die Zahl der Schulen mit einem gebundenen Angebot auf knapp 1.100. Die Anzahl der Gruppen der Mittagsbetreuung bleibt weitgehend konstant (rund 6.100 Gruppen).
    • 22.08.2017
      Prof. Dr. Gerhard Waschler, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags:

      Der „Bildungsmonitor 2017“ des Instituts der deutschen Wirtschaft bescheinigt Bayern erneut einen Spitzenplatz unter den deutschen Ländern, mit herausragenden Stärken unter anderem bei der Förderung der beruflichen Bildung, der Schulqualität und der Vermeidung von Bildungsarmut. Bei der Zeiteffizienz hingegen, also der Verweildauer im Bildungssystem, belegt Bayern einen der hinteren Plätze – unter anderem wegen der hohen Wiederholerquote.

      Auch wenn die Autoren der Studie selbst darauf hinweisen, dass dieses Ergebnis mit Blick auf das gute Abschneiden Bayerns unter anderem bei den deutschlandweiten Vergleichsarbeiten zu relativieren ist, lohnt es sich, genauer hinzusehen. Im Schuljahr 2016/2017 betrug in Bayern die Quote der Pflichtwiederholer an allgemein bildenden Schulen (ohne Schulen des zweiten Bildungsweges) 1,4 Prozent. Die Wiederholerquote insgesamt – also mit denjenigen Schülerinnen und Schülern, die freiwillig eine „Ehrenrunde“ drehten – lag demgegenüber bei 3,5 Prozent.

      Wieso wiederholen bayerische Schülerinnen und Schüler so häufig freiwillig? Betroffene Schülerinnen und Schüler bestätigen, was wir vor einiger Zeit an dieser Stelle zu einer sehr ähnlichen Frage schon einmal formuliert haben: „Sitzenbleiben“ wird als echte Chance begriffen, versäumten oder unzureichend verankerten Schulstoff nachzuholen. Wiederholen hat sich in der Schulpraxis zu einer pädagogischen Maßnahme gewandelt, die mit Augenmaß und in sorgfältiger Abwägung des jeweiligen Einzelfalls zur Anwendung kommt. Die sinkenden Wiederholerzahlen zeigen dabei, dass es unseren Lehrkräften sehr gut gelingt, Schülerinnen und Schüler nach ihren Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten individuell zu fördern, ohne dabei von den im differenzierten Schulwesen verankerten Leistungsgedanken Abschied zu nehmen.

      Schließlich: Zeiteffizienz ist kein Wert an sich. Bildung braucht Zeit, wenn sie nicht nur Inhalte vermitteln, sondern auch Raum für die Entfaltung der Persönlichkeit gewähren soll. Nicht zuletzt unsere Wirtschaft profitiert enorm davon, wenn sie nicht nur auf möglichst junge Absolventen, sondern auf Persönlichkeiten zurückgreifen kann.

    • 04.08.2017
      Sandro Kirchner, Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie des Bayerischen Landtags:

      Sich um ausreichende und gut ausgebildete Fachkräfte kümmern ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben in unserer Arbeitswelt. Der Freistaat unterstützt die Arbeitgeber dabei, weil wir nicht wollen, dass der Wirtschaft der Nachwuchs ausgeht.

      In Bayern finden Jugendliche exzellente Voraussetzungen für den Einstieg ins Berufsleben. Für jeden unversorgten Bewerber stehen in Bayern rechnerisch 10,7 freie Ausbildungsplätze zur Verfügung. Jeder zehnte Ausbildungsplatz bleibt in Bayern aber unbesetzt. Die Schätzungen für Bayern sprechen derzeit von 12.000 nicht vergebenen Lehrstellen. Bis zum Jahr 2030 wird ein Engpass von rund 347.000 Erwerbstätigen erwartet. Deshalb steht für uns die schulische und berufliche Bildung im Fokus. Der Freistaat stellte in den letzten Jahren Mittel in dreistelliger Millionenhöhe für die Förderung der überbetrieblichen beruflichen Bildung bereit. Dabei spielt natürlich auch die Digitalisierung eine wichtige Rolle.

      Mit der Imagekampagne „Ausbildung macht Elternstolz“ wollen wir Eltern zudem für Chancen und Möglichkeiten einer beruflichen Ausbildung sensibilisieren. Im Rahmen der Kampagne informiert das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den Kammern sehr emotional ansprechend Eltern über die Erfolgschancen einer „Karriere mit Lehre“. Für uns beginnt der Mensch nicht erst mit dem Abitur. Und gerade die letzten Jahre haben gezeigt, dass Handwerk nach wie vor goldenen Boden hat.

      Der Freistaat bringt sich als Partner der „Allianz für starke Berufsbildung in Bayern“ ein. Insbesondere bei den Bemühungen im Rahmen der Vereinbarung zur Integration durch Ausbildung und Arbeit funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Arbeitsagentur, der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) und den Kammern hervorragend.

      Eine wichtige Maßnahme ist die von der Staatsregierung gegründete Allianz für starke Berufsbildung in Bayern. Mit ihr wollen wir jedem ausbildungsfähigen und ausbildungswilligen Jugendlichen einen dualen Ausbildungsplatz oder eine angemessene Alternative zur Verfügung stellen. Handwerk, Handel und Industrie bieten in Bayern beste Zukunftschancen. Das wollen wir unseren jungen Menschen immer wieder sagen.

    • 21.07.2017
      Prof. Dr. Gerhard Waschler, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultus:
      Seit Beginn der Legislaturperiode hat Bayern die demographische Rendite (das sind die Lehrerstellen, die durch sinkende Schülerzahlen frei werden) ganz bewusst im Schulsystem belassen, um dort Verbesserungen wie zum Beispiel den Ausbau der Lehrerreserve oder Stellen für die Generationenaufgabe Inklusion zu schaffen. Wenn die demographische Rendite nun also durch wachsende Schülerzahlen zu schmelzen beginnt, steht der Freistaat vor der komfortablen Situation, dass pro Schüler heute mehr Lehrkräfte zur Verfügung stehen als noch 2013.

      Um den geordneten Betrieb eines Systems mit knapp 1,7 Millionen Schülern und über 114.000 Lehrern zu gewährleisten, erstellt das Kultusministerium eine jährlich aktualisierte Prognose zur Entwicklung der Schülerzahlen und des Lehrerbedarfs. Diese Vorhersagen sind recht zuverlässig – trotz gewisser Unwägbarkeiten wie den Berufsentscheidungen von Abiturienten und Studierenden, vieler Menschen, die nach Bayern ziehen, und nicht zuletzt der Paare, die eine Familie planen.

      Uns Verantwortlichen in der bayerischen Bildungspolitik war daher schon vor der aktuellen Bertelsmann-Studie völlig klar, dass die demographische Rendite abnimmt, wie zum Beispiel der Lehrerbedarfsprognose des Kultusministeriums vom März 2017 zu entnehmen ist. Mit dieser informiert das Ministerium über künftige Einstellungsmöglichkeiten, um eine gewisse Lenkungswirkung zu erzielen.
      Manche Kreise fordern die Einführung eines sogenannten Einheits- oder Stufenlehrers, der in unterschiedlichen Schularten eingesetzt werden kann, um Lücken zu stopfen. Dies lehnen wir entschieden ab, ist doch die schulartspezifische Lehrerausbildung ein Garant für die anerkanntermaßen hohe Qualität des differenzierten und durchlässigen bayerischen Schulwesens.

      Wir investieren daher lieber in neue und gut ausgebildete Lehrkräfte. So hat die CSU-Landtagsfraktion gemeinsam mit der Staatsregierung im April ein Bildungspaket auf den Weg gebracht, das in den nächsten Jahren rund 2.000 Stellen in allen Schularten schaffen wird. Somit brauchen wir uns vor steigenden Schülerzahlen nicht zu fürchten – im Gegenteil: Mehr Kinder sind gut für die Zukunft unseres Landes.
    • 07.07.2017
      Prof. Dr. Gerhard Waschler, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultus:
      NEIN

      Ob man es anerkennen will oder nicht: Das Wertefundament unserer Gesellschaft ist zutiefst christlich geprägt. Daher haben gerade in Bayern mit seiner lebendigen christlich-jüdisch-abendländischen Tradition die beiden christlichen Kirchen und der konfessionelle Religionsunterricht ihren festen Platz in Gesellschaft und Schule.

      Ein starkes konsensuales Wertefundament, wie es etwa im Grundgesetz zu finden ist,  ist für unsere offene Gesellschaft unverzichtbar. Einige wenige Grundpfeiler, allen voran die Achtung der Menschenwürde, sind nicht verhandelbar, während andere Wertentscheidungen gesellschaftlichen Entwicklungen unterliegen, immer wieder neu ausgehandelt und in eine Gesamtbalance innerhalb unserer Wertordnung gebracht werden müssen. Die intensiven Diskussionen, von denen solche Prozesse begleitet sind, brauchen Menschen, die sich diesen Debatten auch stellen. Der Religionsunterricht spielt hierbei eine zentrale Rolle: Die Auseinandersetzung mit existentiellen Sinn- und Wertfragen immer wieder anzustoßen, sich Werthaltungen zu erarbeiten und bewusst zu machen, Wertentscheidungen im Kleinen und im Großen zu verhandeln und dabei das Christentum als Fundament sichtbar zu machen, das sind die Kernaufgaben des Religionsunterrichts.

      Kritiker des konfessionellen Religionsunterrichts verweisen auf den wachsenden Zuspruch zum Ethikunterricht, auch in Bayern. Doch ist die Existenz des einen kein Argument gegen das andere: Hier wie dort geht es darum, junge Menschen auf das Leben in einer komplexen Welt vorzubereiten. Als konfessioneller Unterricht, dessen Inhalte von einer Religionsgemeinschaft verantwortet werden, gründet der Religionsunterricht auf einer Glaubensgemeinschaft. Er erleichtert damit das Finden und Begründen eigener Standpunkte, erzieht aber nicht zuletzt gerade wegen seiner zentralen Grundwerte zu Toleranz und gegenseitigem Respekt allen Menschen gegenüber – gleich welcher Konfession bzw. Religion.
    • 02.06.2017
      Gudrun Brendel-Fischer, stellvertretende Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag:

      Eine gesundheitsbewusste Ernährung mit der entsprechenden Wertschätzung vor allem regional erzeugter und saisonal eingesetzter Lebensmittel gewinnt auch im Bayerischen Schulalltag weiterhin an Bedeutung. Bei der Umsetzung sind alle Teile der Gesellschaft gefragt: Familien, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen und der Staat.

      Seit 2009 unterstützt die Bayerische Staatsregierung Schulen, Caterer und Sachaufwandsträger bei der Optimierung ihrer Zwischen- und Mittagsverpflegung. Die dazu eingerichtete Vernetzungsstelle Schulverpflegung mit acht Fachzentren an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bietet in ganz Bayern ein umfassendes Unterstützungs- und Beratungsangebot. Die vor kurzem veröffentlichten Bayerischen Leitlinien zur Schulverpflegung bündeln Ziele und Orientierungshilfen zum Gelingen einer guten Schulverpflegung.

      Beim Ganztagsgipfel im März 2015 haben Freistaat und Kommunen sich darauf verständigt, die Organisation der Mittagsverpflegung einvernehmlich zwischen Kommune, Schule und Kooperationspartner umzusetzen. Unterschiedliche Schulsituationen erfordern individuelle Lösungen, durch diese werden mittlerweile gute und bezahlbare Verpflegungsangebote realisiert.

      Bei der Wissensvermittlung im Sinne einer gesunden, nachhaltigen und bezahlbaren Schulverpflegung setzen wir weiterhin auf die kostenfreie Unterstützung der Schulen durch die Vernetzungsstellen. Ein schmackhaftes und gesundes Mittagessen in der Schule scheitert nicht am Geldbeutel der Eltern. Einkommensschwache Familien können Unterstützung über das Bildungs- und Teilhabepaket erhalten. Bereits jetzt teilsubventionieren Sachaufwandsträger es häufig, indem sie zum Beispiel Gemeinkosten ganz oder teilweise übernehmen. Mahlzeiten zusätzlich zu bezuschussen, würde neben enormen Kosten, einen umfangreichen Verwaltungs- und Kontrollaufwand nach sich ziehen.

      Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass der Freistaat allein für das für die Kinder kostenlose Schulfruchtprogramm jährlich bis zu drei Millionen Euro bereitstellt.

    • 05.05.2017
      Prof. Dr. Gerhard Waschler, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags:

      Die jüngste PISA-Veröffentlichung zeigt: An deutschen Schulen haben Fünfzehnjährige ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl zu ihrer Schule und eine höhere allgemeine Lebenszufriedenheit als der OECD-Durchschnitt. Umgekehrt fühlen sich weniger Jugendliche von ihren Mitschülern gemobbt. Dies ist nicht zuletzt der guten pädagogischen Arbeit geschuldet, die Lehrkräfte hierzulande leisten. Aber: Jeder einzelne Fall von Mobbing ist einer zu viel. Daher unterstützt die CSU-Fraktion die umfassenden Bemühungen der Staatsregierung, Mobbing mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten.

      So steht Schulen der Praxisleitfaden „Mit Mut gegen Mobbing“ zur Verfügung. Unterstützt werden Lehrkräfte auch durch das Fortbildungsprojekt „Schule als Lebensraum – ohne Mobbing!“, das mittels 120 Multiplikatoren bayernweit durchgeführt wird. In Zusammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse hat das Kultusministerium das Präventionsprojekt „Mobbingfreie Schule – gemeinsam Klasse sein!“ auf den Weg gebracht. An vielen Schulen wird das Projekt „Zammgrauft“ durchgeführt, das die bayerische Polizei entwickelt hat: Hier lernen Kinder und Jugendliche nicht nur die Bedeutung von Gemeinschaft, Vertrauen und Zivilcourage, sondern auch Strategien der Konfliktlösung. Um dem Cyber-Mobbing wirksam zu begegnen, bietet der „Medienführerschein Bayern“ auch Einheiten zu dieser Problematik und zum Selbstschutz im Internet.

      Ein Schwerpunkt im Kampf gegen Mobbing liegt auf der Prävention. Wenn trotzdem Mobbing auftritt, stehen an den bayerischen Schulen Vertrauenslehrer, Schulpsychologen oder auch Schulsozialpädagogen zur Verfügung, um Schüler und deren Eltern, aber auch die Lehrkräfte zu beraten und zu unterstützen. Dank entsprechender Mittel konnte die Versorgung mit Schulpsychologen kontinuierlich verbessert werden und wird weiter verstärkt.

      Es gilt, die Sensibilität von Lehrkräften, Eltern und Schülern für das Thema weiter zu stärken. Soziales Lernen ist daher nicht nur selbstverständlicher Gegenstand jeglichen schulischen Miteinanders, sondern auch explizit Gegenstand der übergreifenden Bildungs- und Erziehungsziele des neuen LehrplanPLUS.

    • 26.04.2017
      Am 27. April hat die CSU-Fraktion einen Girls‘ Day im Bayerischen Landtag veranstaltet. Mädchen aus den Stimmkreisen unserer Abgeordneten hatten an diesem Tag die Gelegenheit, den …

      Frauen sind gemessen an ihrem Anteil an der Bevölkerung in den Mitgliedschaften aller Parteien und in der aktiven Politik immer noch unterrepräsentiert. Deshalb haben wir bei unserer Veranstaltung zum „Girls‘ Day“ die Politik in den Mittelpunkt gerückt. Was macht Politik so spannend? Wie gelingt der Einstieg? Und warum machen so wenige Frauen Karriere in der Politik? In einer Gesprächsrunde unter der Moderation von Tanja Schorer-Dremel, MdL, konnten sich die Mädchen einen ersten Eindruck vom Arbeitsalltag einer Politikerin verschaffen.

      Männer agierten in der Politik anders als Frauen, so Schorer-Dremel. „Männer sind frecher und haben mehr Mut, Verantwortung zu übernehmen.“ Den rund 90 anwesenden Mädchen zwischen 14 und 19 Jahren empfahl die Vorsitzende der Kinderkommission des Bayerischen Landtags, mutiger und forscher zu sein. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ingrid Heckner, MdL, sprach sich für mehr Selbstbewusstsein aus: „Das Geheimnis von Erfolg ist, sich selbst nicht klein zu machen.“ Kerstin Schreyer, MdL, Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, regte an, schon in jungen Jahren Netzwerke zu knüpfen.   

      Nach einer Führung durch den Bayerischen Landtag hatten die Schülerinnen die Gelegenheit, noch weitere Berufe rund um die Politik kennenzulernen: Politische Blogger erzählten, welches Handwerkszeug nötig ist, um einen Blog zu starten. Journalistinnen berichteten von ihren Wegen in die Medienbranche und wissenschaftliche Mitarbeiter von Abgeordneten erzählten von ihren Aufgaben zwischen wissenschaftlichem Input und Organisation. Mit dabei: Unsere Politikerinnen Judith Gerlach, MdL und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gudrun Brendel-Fischer, MdL. Die Moderation übernahmen Dr. Ute Eiling-Hütig, MdL, Vorsitzende der AG Frauen, und Carolina Trautner, MdL.

       

    • 07.04.2017
      Zu einem Parlamentarischen Gespräch mit dem Vorstand und Repräsentanten des Kolpingwerks Bayern trafen sich Kolpingmitglieder der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag unter Leitung von …

      Im Fokus dieses Treffens standen die Themen Erwachsenenbildung und deren strukturellen Rahmenbedingungen, die aus dem Kolping-Vorstand von Axel Möller und Erwin Fath näher erläutert wurden. Landtagspräsidentin Barbara Stamm betonte: „Erwachsenenbildung vermittelt nicht nur Inhalte. Erwachsenenbildung ist immer auch gemeinschaftsstiftend – und damit ein unantastbarer Wert für sich. Wir sind froh und dankbar, dass es diese Angebote gibt und so viele Menschen – gerade auch  Familien und junge Menschen – diese auch wahrnehmen.“ „Zwei Fragen“, so Dr. Ute Eiling-Hütig, Vorsitzende der AG Frauen, „stehen für uns dabei im Mittelpunkt: Was ist Erwachsenenbildung heute und wie kann sie bestmöglich umgesetzt werden? Pluralität, Niedrigschwelligkeit und Freiwilligkeit – das ist der Dreiklang, den Erwachsenenbildung ausmacht“, so Eiling-Hütig weiter. 

      Staatssekretär Johannes Hintersberger hob die subsidiären Strukturen des Kolpingwerkes als wegweisend hervor: „Die Kolpingfamilien holen die Menschen dort ab, wo sie leben. Sie engagieren sich in der Fläche, in den Pfarrgemeinden vor Ort. Gerade deswegen sind sie für uns ein so wichtiger, unverzichtbarer Partner.“ Staatssekretär Bernd Sibler und Oliver Jörg, Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst, ergänzten: „Das Kolpingwerk ist eine tragende Säule der bayerischen Bildungslandschaft – nicht nur aufgrund der gemeinsamen christlichen Wertegrundlage und dem gemeinsamen Bekenntnis zur christlich-abendländischen Kultur, sondern auch aufgrund der vielen neuen inhaltlichen Impulse, mit denen hier auch auf neue technologische Herausforderungen wie die Digitalisierung von Lebens- und Arbeitswelt reagiert wird.“ Kurz: „Das Kolpingwerk ist und bleibt ein breites Fundament unserer Bildungsarbeit im Sinne eines christlich fundierten Wertekontextes in Bayern“, so Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel.

      Landespräses Msgr. Christoph Huber vollendete das Treffen mit einem österlichen Ausblick auf das Thema „Jugend und Zukunft“. Die Jugend sei zwar die Zukunft, so Huber, – die eigene, individuelle Zukunft jedoch trage jeder unabhängig von anderen Menschen in sich, aus Gott heraus und über den Tod hinaus.

    • 24.03.2017
      Prof. Dr. Gerhard Waschler, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags und bildungspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion:

      Die CSU-Fraktion unterstützt die zahlreichen Maßnahmen der Staatsregierung für eine stabile Versorgung aller Schulen in Bayern mit Lehrkräften und stellt über den Haushalt die dafür erforderlichen Mittel zur Verfügung.

      So konnte im Bereich der Grund- und Mittelschulen die Zahl der Mobilen Reserven von 1.195 am Schuljahresbeginn auf 2.455 im Februar mehr als verdoppelt werden. Mit dieser erheblichen Zahl an Kräften – immerhin mehr als fünf Prozent der Lehrkräfte an diesen beiden Schularten – kann kurz- und insbesondere mittelfristiger Ausfall von Lehrkräften gut aufgefangen werden. Somit kann auch eine schwere Erkältungs- und Grippewelle, wie sie Anfang des Jahres durch das Land fegte, weitestgehend abgefedert werden. Dennoch kommt es vor, dass lokal die Lehrkräfte knapp werden und man sich vor Ort vorübergehend mit Maßnahmen wie der Parallelführung von Klassen behelfen muss.

      Um in solchen Fällen möglichst rasch für Abhilfe zu sorgen, verfügen die Schulämter über zusätzliche Mittel, mit denen sie kurzfristig und unbürokratisch Aushilfskräfte akquirieren können. Wie gut das System funktioniert, belegen die ausgesprochen niedrigen Zahlen für den Unterrichtsausfall, die im Grundschulbereich bei unter einem Prozent, an den Mittelschulen unter zwei Prozent liegen (Stand 2015/16).

      Bei der Aufnahme von mehreren 10.000 Schülern, die durch die starke Zuwanderung in jüngster Zeit zusätzlich in die bayerischen Schulen gekommen sind, wurde ganz besonders an unseren Grund-, Mittel- und Berufsschulen Außerordentliches geleistet und sehr viel Geld in neue Stellen investiert. Dass dadurch der Arbeitsmarkt durcheinandergewirbelt wird, liegt auf der Hand. Um dies kurz- und mittelfristig auszugleichen, hat das Kultusministerium umfangreiche Zweitqualifizierungsmaßnahmen aufgelegt, die es Lehrkräften anderer Schularten ermöglichen, sich zum Grund- oder Mittelschullehrer weiterzubilden. Denn Schüler brauchen nicht nur Lehrer, sie brauchen gute Lehrer, die für die jeweilige Schulart mit ihren spezifischen Anforderungen ausgebildet sind. Unser Ziel ist, dass diese in ausreichender Zahl vorhanden sind.

    • 10.03.2017
      Um Bildung als Schlüssel für eine erfolgreiche Entwicklungspolitik ging es bei einer Tagung des Arbeitskreises Bildung und Kultus. Teilnehmer aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung, …
      Die Teilnehmer des Gesprächs, zu dem der AK-Vorsitzende Prof. Dr. Gerhard Waschler, MdL, eingeladen hatte, waren sich einig, dass Unterstützung bereits im Herkunftsland beginnen muss. Bildung ist ein echter, nachhaltiger Mehrwert, der zur Selbstständigkeit befähigt. Diese Wertschätzung müsse anderen Kulturen zum Teil erst bewusst gemacht werden. Vor allem digitale und sprachliche Kompetenzen spielten dabei eine entscheidende Rolle. Erfolgsversprechend sei, so die Experten, Ausbilder zu stärken, gemäß dem Motto: train the trainer. Es gebe bereits zahlreiche erfolgreiche Projekte und Ansätze, die auch hinsichtlich der Ressourcen deutlich stärker gebündelt, koordiniert und institutionalisiert werden müssten, so ein Ergebnis der Runde.

      Aktuell nutzen zahlreiche Asylbewerber und Flüchtlinge in Deutschland Bildungsangebote - in Abhängigkeit von ihrer Bleibeperspektive und ihrem Status. „Ziel muss jedoch die Rückkehrförderung bleiben, auch mit Blick auf zukünftige Brückenbauer“, so Waschler.
    • 06.05.2016
      Standpunkt von Prof. Dr. Gerhard Waschler, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags, für die "Frage der Woche" der Bayerischen …

      Seit Jahren wird die Frage diskutiert, ob nicht die Eltern allein darüber entscheiden sollten, welche Schulart ihr Kind besuchen soll. Wir sind nach wie vor überzeugt, dass eine Kombination aus Übertrittszeugnis mit Schullaufbahnempfehlung, Möglichkeit zum Besuch des Probeunterrichts und dem Elternwillen der geeignetste Weg ist, die bestmögliche Entscheidung für unsere Kinder zu treffen.

      Die Übertrittszeugnisse werden von qualifizierten Grundschullehrkräften erstellt, die die Begabungen und Interessen ihrer Schüler aus dem gemeinsamen Unterricht in der 3. und 4. Jahrgangsstufe sehr gut kennen. Auf dieser Basis können sie eine fundierte und professionelle Empfehlung abgeben, die die Eltern und Schüler bei der Wahl der weiterführenden Schule unterstützt.

      Um die Kinder in der 4. Klasse zu entlasten, brachte die Bayerische Staatsregierung 2009 eine Reform des Übertrittsverfahrens auf den Weg. Neben notenfreien Zeiten wurde zum Beispiel die Beratung ab der 3. Klasse deutlich intensiviert und der Elternwille gestärkt. In der 5. Jahrgangsstufe, der sogenannten Gelenkklasse, setzen sich die Unterstützungsmaßnahmen fort.

      Eine Online-Umfrage an 700 bayerischen Grundschulen aus dem Jahr 2015 hat ergeben, dass 90 Prozent der Eltern und Lehrkräfte dieses Verfahren für sinnvoll bis sehr sinnvoll halten. Knapp zwei Drittel sehen das Ausstellen eines Übertrittszeugnisses für alle Kinder ebenso positiv. Der bayerische Weg genießt also hohe Akzeptanz. Nicht zuletzt können die Schullaufbahnempfehlungen Kindern aus weniger bildungsaffinen Familien den Rücken stärken, ihr Potenzial auszuschöpfen. So tragen diese zur Bildungsgerechtigkeit im Freistaat bei. Beim Übertrittszeugnis handelt es sich eben nicht um ein abschließendes „Grundschulabitur“, da das differenzierte und durchlässige bayerische Schulsystem jedem Schüler seine individuelle Schullaufbahn mit vielfältigen Fördermöglichkeiten und Chancen eröffnet.

    • 06.05.2016
      Standpunkt von Peter Tomaschko, Mitglied des Ausschusses für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags, für die Bayerische Staatszeitung

      Im Schuljahr 2014/15 wiederholten 42.650 Schülerinnen und Schüler der Grund-, Mittel-, Wirtschafts- und Realschulen sowie der Gymnasien in Bayern die Klasse; das entspricht knapp 3,5 Prozent. Laut statistischem Bundesamt liegt der bundesweite Durchschnitt bei 2,3 Prozent. Soweit die nackten Zahlen.

      Doch es lohnt auch hier, genauer hinzusehen: Soweit statistisch ermittelbar, wiederholt die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler freiwillig; so waren zum Beispiel an der Grundschule im Schuljahr 2014/15 lediglich 6,4 Prozent Pflichtwiederholer, die überwiegende Mehrheit drehte eine freiwillige „Ehrenrunde“. Es scheint also sehr gute, überzeugende Gründe für Schülerinnen und Schüler sowie für deren Eltern zu geben, eine Klasse zu wiederholen: „Sitzenbleiben“ wird mehrheitlich offenbar nicht als peinliches Versagen gesehen, sondern vielmehr als Chance begriffen, versäumten oder unzureichend verankerten Schulstoff nachzuholen beziehungsweise zu vertiefen, um auf dieser Basis den weiteren Schulweg erfolgreich bestehen zu können.

      Dies zeigt: Das berüchtigte „Sitzenbleiben“ hat sich in der Schulpraxis zu einer pädagogischen Maßnahme gewandelt, die mit Augenmaß und in sorgfältiger Abwägung des jeweiligen Einzelfalls nach wie vor zur Anwendung kommt – allerdings in sinkendem Ausmaß: In Bayern ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die eine Jahrgangsstufe wiederholen, seit Jahren rückläufig. Offensichtlich gelingt es unseren Lehrkräften immer besser, Schülerinnen und Schüler im differenzierten, begabungsgerechten und durchlässigen Schulwesen nach ihren Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten und an der richtigen Stelle individuell zu fördern. Es ist daher eine sehr erfreuliche Entwicklung, dass die Zahl der Klassenwiederholungen in Bayern zurückgeht.

      Abschaffen werden wir diese jedoch nicht – weder als freiwillige noch als verpflichtende Wiederholung: Wir brauchen dieses Instrument weiterhin. Denn nur so geben wir den betroffenen Schülerinnen und Schülern eine echte Chance, ihre Lücken zu schließen und einen ordentlichen Schulabschluss zu erreichen.

       

    • 24.11.2015
      Wir nutzen jeden Tag völlig selbstverständlich Straßen, Smartphones oder Bankautomaten. Doch dabei stoßen viele Menschen auf Barrieren, die sie nur schwer überwinden können. Wie können wir unsere …
      Dass Barrierefreiheit mehr ist als „der Bau von Rampen und Aufzügen“, verdeutlichte der Fraktionsvorsitzende Thomas Kreuzer gleich zu Beginn. Eine Gesellschaft ohne Barrieren ist seiner Meinung nach ein wichtiger Schritt hin zur Inklusion. Wie wichtig eine Gesellschaft ohne Einschränkungen für alle Menschen ist, betonte auch die Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, Emilia Müller: „Wir müssen nicht nur die Barrieren aus Beton, sondern auch die in den Köpfen der Menschen abbauen. Barrierefreiheit ist ein Gewinn für jeden von uns.“ Zugleich gab sie aber zu bedenken, dass ein barrierefreies Bayern ein großes Ziel sei: „Wir haben es hier nicht mit einem Sprint, sondern mit einem Marathon zu tun.“ In wie vielen unterschiedlichen Bereichen Barrieren auftreten können, wurde in verschiedenen Kurzvorträgen vorgestellt. Cornelius Preidel vom Lehrstuhl für Computergestützte Modellierung und Simulation der TU München zeigte, inwiefern Architekten Überlegungen zur Barrierefreiheit schon in die digitale Planung von Gebäuden einfließen lassen. Wie sehbehinderte Menschen auf einer Website problemlos surfen können, erklärte Achim Becker von der Stiftung Pfennigparade. Und Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, richtete einen Appell an Arbeitgeber, sich für barrierefreie Arbeitsplätze einzusetzen. Um Chancen und Herausforderungen der Barrierefreiheit ging es bei der anschließenden Diskussion, durch die Thomas Heymel von der Stiftung Pfennigparade führte. Von induktiven Höranlagen in Gebäuden bis hin zu barrierefreien Internetauftritten – hier wurde deutlich, dass neben Menschen mit Handicaps unterschiedlicher Ausprägung ebenso Eltern mit Kindern oder ältere Menschen in ihrem Alltag betroffen sein können. „Wir unterstützen das Ziel der Bayerischen Staatsregierung, bis zum Jahr 2023 den Freistaat barrierefrei zu machen“, sagte Joachim Unterländer, Vorsitzender des Arbeitskreises für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration. Die CSU-Fraktion verbessere deshalb im Rahmen der Fraktionsinitiativen zum Nachtragshaushalt 2016 mit insgesamt 12 Millionen Euro die Barrierefreiheit in staatlichen Gebäuden, die von vielen Menschen besucht werden, etwa Finanzämter, Bahnhöfe oder Polizeidienststellen.
    • 20.11.2015
      Mitglieder der Projektgruppe Ganztagsschule im Gymnasium Grünwald
      Über hochrangigen Besuch aus der Politik durfte man sich im Gymnasium Grünwald freuen: Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und CSU-Landtagsabgeordnete Kerstin Schreyer-Stäblein …

      „Das Gymnasium Grünwald ist ein Best-Practice-Beispiel: Hier kann man sehen, wie Schule funktionieren kann, wenn man in die Zukunft denkt“, lobte Schreyer-Stäblein.

      Schulleiterin Birgit Korda führte die Landtagsabgeordneten Ute Eiling-Hütig, Tobias Reiß, Kerstin Schreyer-Stäblein und Bürgermeister Jan Neusiedl durch die Räumlichkeiten und erläuterte das pädagogische Konzept. „Wir wollen, dass Schule nicht nur ein Lern- sondern auch ein Lebensraum ist. Wir mussten sogar freitags die Betreuung verlängern, weil die Kinder gerne hier bleiben und mit ihren Freunden spielen“, so Korda.

      Im Anschluss an die Führung durch die Räume entspann sich ein lebhafter Austausch über die Zukunft der Ganztagesbetreuung. Korda nutzt die Freiräume, die das bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz bieten. Schreyer-Stäblein: „Wir wollen keine einheitliche Ganztagslösung für alle Schulen in ganz Bayern, sondern eine Vielfalt an Angeboten. Wir schaffen einen Werkzeugkasten, mit dem jede Gemeinde gemeinsam mit der Schulfamilie arbeiten und entscheiden kann, welches der angebotenen Modelle sie wählt.“

    • 05.11.2015
      Im Rahmen des „Ganztagsgipfels“ haben Freistaat und kommunale Spitzenverbände am 24. März 2015 wegweisende Beschlüsse zur Weiterentwicklung der schulischen Ganztagsangebote …
      Diese basieren weitgehend auf den Ergebnissen der „Projektgruppe Ganztagschule“ der CSU-Fraktion, die sich in zahlreichen Sitzungen mit allen beteiligten Gruppen sowie bei Besuchen vor allem an Schulen, aber auch bei weiteren befassten Institutionen herauskristallisiert haben. Wichtigste Maßnahme ist die Einführung offener Ganztagsangebote in den Jahrgangsstufen 1 bis 4.

      Diese Angebotsform wird im Schuljahr 2015/2016 im Rahmen eines Pilotversuchs im Umfang von 300 Gruppen erprobt und ab Schuljahr 2016/2017 flächendeckend eingeführt.

      Daneben wollen Freistaat und Kommunen mit dem Modellprojekt „offene Ganztagsangebote in Kooperation von Schule und Jugendhilfe“ Betreuungszeiten für Kinder an Grund- und Förderschulen an Wochentagen bis 18 Uhr und in den Schulferien ermöglichen

      Informationen zur Weiterentwicklung der Ganztagsangebote:
      Bericht zum „Ganztagsgipfel“, aufbauend auf den Beratungen der „Projektgruppe Ganztagschule“
    • 30.10.2015
      Wie gewinnen wir die Fachkräfte von morgen? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung, zu der die CSU-Fraktion am 29. Oktober eingeladen hatte. Wie wappnen sich Unternehmen am besten …

      Der stellvertretende Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, Karl Freller, ging zunächst auf die Verantwortung von Lehrern und Eltern ein. Ihre Aufgabe sei es, Talente ihrer Kinder zu entdecken. Aus diesem Grund sei er ein Verfechter des differenzierten Schulwesens in Bayern und ein großer Anhänger der dualen Berufsausbildung. Auch Staatsministerin Ilse Aigner unterstrich in ihrem Grußwort deren Wert: „Die Verbindung von Theorie und Praxis ist entscheidend, Akademisierung ist nicht alles.“ In dem Zusammenhang gab sie aber zu bedenken, „nicht am Bedarf für die Wirtschaft vorbei auszubilden“.

      Seit 2013 haben dem Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, Peter Saalfrank, zufolge in Bayern mehr Personen ein Studium als eine berufliche Ausbildung begonnen. Dies sei auf eine Geringschätzung der Gesellschaft gegenüber dem Thema Berufsausbildung zurückzuführen, beklagte er. „Nach dem wichtigen Fokus auf Hochschulen muss nun der Fokus auf Berufsschulen gestärkt werden.“ Ein Weg in diese Richtung könne sein, das Fach Berufsorientierung an Gymnasien einzuführen. Die Lehrer für die Berufsorientierung besser vorzubereiten empfahl Christine Moser, Geschäftsführerin eines Zimmereibetriebes im niederbayerischen Wittibreut, während der Diskussionsrunde, die von Thomas Huber, dem Leiter der Arbeitsgruppe Demografische Entwicklung der CSU-Fraktion, moderiert wurde.

      Wie es bereits gelingt, Jugendliche und junge Erwachsene für die duale Berufsausbildung zu gewinnen, wurde in verschiedenen Praxisbeispielen vorgestellt. Jochen Kunert, Bereichsleiter Berufliche Bildung beim Berufsförderungswerk München, berichtete über die berufliche Integration von behinderten, älteren und psychisch kranken Menschen. Die IHK Schwaben konnte zum jüngst begonnen Lehrjahr fast 60 junge Flüchtlinge aus Krisengebieten in eine Ausbildung oder eine Einstiegsqualifizierung vermitteln. Ein Erfolg, den Josefine Steiger, Leiterin des Fachbereichs Ausbildung der IHK Schwaben, vorstellte. Und unter dem Motto „Umstieg ist kein Abstieg“ präsentierte Frank Weth, Geschäftsführer der Handwerkskammer Unterfranken, ein Projekt, das Studienabbrecher für handwerkliche Berufe begeistern will. 
       
      Einig waren sich die Teilnehmer der Runde darin, dass zur erfolgreichen Vermittlung in die Berufsausbildung vor allem erfahrene Helfer und Berater in Betrieben und Kammern benötigt werden. „Wir brauchen Kümmerer“, fasste der Präsident des Bayerischen Handwerkstages, Georg Schlagbauer, zusammen. Daher wurde auch das Instrument der assistierten Berufsausbildung der Bundesagentur für Arbeit einhellig gelobt. Der Leiter der Regionaldirektion Bayern, Dr. Markus Schmitz, warnte davor, die jungen Flüchtlinge nun möglichst schnell in Hilfstätigkeiten zu vermitteln. Der nachhaltigere Weg für die Gesellschaft sei es vielmehr, die Migranten zu qualifizieren und sie nicht als „Hilfsarbeiter von morgen“ sondern vielmehr als „Fachkräfte von übermorgen“ anzusehen. Abgeordneter Markus Blume, der auch Vorsitzender der CSU-Wirtschaftskommission ist, wagte in seinem Schlusswort einen Ausblick in eine digitalisierte Zukunft: „Sehr wahrscheinlich ist uns mindestens die Hälfte der Qualifikationen, die die Wirtschaft in 30 oder 40 Jahren benötigt, zum jetzigen Zeitpunkt noch unbekannt.“

    • 26.02.2015
      Auf Anregung des Wissenschaftlichen Beirats "Inklusion" des Bayerischen Landtags will die Arbeitsgruppe Inklusion der CSU-Landtagsfraktion einen "Aktionsplan Inklusive Schule" auf …
      Die Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der CSU-Landtagsfraktion und Wohlfahrtsverbänden in Bayern, empfing auf Einladung ihres Vorsitzenden MdL Norbert Dünkel den Wissenschaftlichen Beirat mit Prof. Dr. Fischer, Prof. Dr. Heimlich, Prof. Dr. Kahlert und Prof. Dr. Lelgemann der Ludwig-Maximilian Universität München und der Universität Würzburg.

      Die Mitglieder des Beirats, dessen Mandat der Landtag erst jüngst für 5 Jahre verlängert hat, stellten die zentralen Erkenntnisse ihrer Forschungsarbeit und Schlussfolgerungen für den bayerischen Schulweg vor. Kern der Darstellung war ein 10-Punkte-Plan zur inklusiven Schule in Bayern, wobei im Mittelpunkt die Erweiterung der Lehrerfortbildung für sonderpädagogische Schwerpunkte, eine Weiterentwicklung sonderpädagogischer Lehrkräfte an Regelschulen, die Öffnung von Förderschulen für Schüler ohne Förderbedarf, sowie eine Ausweitung der Beratungsleistungen für Schulen und Eltern standen.

      Zudem betonten die Beiratsmitglieder die wichtige Funktion der Förderschulen als Kompetenzzentren und lobten die Vielfalt der bayerischen Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung. Um der Gefahr einer Bevormundung von Schülern und Eltern zu entgehen, muss den Eltern auch weiterhin das Recht zur Wahl eröffnet werden, ob die Kinder in einer allgemein bildenden Schule oder in einer Förderschule unterrichtet werden sollen, so der Tenor des Gesprächs.

      Norbert Dünkel dankte dem Beirat für seine wertvolle Arbeit der vergangenen Jahre und kündigte an, die fachlichen Anregungen bei Initiativen der CSU-Arbeitsgruppe an die Landtagsfraktion auch künftig mit einzubeziehen.
    • 06.02.2015
      Jugendpolitischer Empfang im Bayerischen Landtag am Samstag, 28. Februar, 10 - 14 Uhr
      Deutlich verjüngt war das Plenum beim jugendpolitischen Empfang der CSU-Fraktion: 180 Jugendliche aus ganz Bayern waren ins Maximilaneum nach München gekommen.
      In Workshops zu den Themen Sport, Kultur und Ehrenamt haben Experten aus der Praxis Einblicke in ganz unterschiedliche Bereiche gesellschaftlichen Engagements gegeben. So ging um um die Nachwuchsförderung im Sport, um berufliche Einstiegsmöglichkeiten in die Film- und Fernsehbranche und ehrenamtliches Engagement.




      PROGRAMM


      10.00 Uhr – Führungen durch den Landtag mit kleinem Imbiss

      11.00 Uhr – Begrüßung im Plenarsaal

      11.30 Uhr – Diskussionsforen

      1. Jugend und Ehrenamt - Mit Bäumen die Welt verbessern



      Klimabotschafter Niklas, Schülerinitiative Plant-for-the-Planet
      Emilia Müller, MdL, Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration
      Dr. Gerhard Hopp, MdL
      Oliver Jörg, MdL

      2. Jugend und Sport - Als Nachwuchssportler die Welt begeistern



      Manfred Paula, Leiter Nachwuchsabteilung FC Augsburg
      Klaus Pohlen, Leiter Olympiastützpunkt Bayern
      Thomas Schmidt, Olympiasieger im Kanuslalom
      Berthold Rüth, MdL, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Sport der CSU-Fraktion Dr. Hans Reichhart, MdL


      3. Jugend und Kultur - Als Regisseur die (Film-)Welt mitgestalten



      Gerlinde Neumann, Hochschule für Film und Fernsehen München
      Oliver Kienle, Regisseur
      Georg Eisenreich, MdL, Staatssekretär im Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
      Tanja Schorer-Dremel, MdL
      Dr. Martin Huber, MdL

      ca. 13.00 Uhr – Empfang im Steinernen Saal

      mit der bayerischen Band „Charmebereich“ und Mittagsimbiss

    • 10.12.2014

      Die Arbeitsgruppe Förderschulen und Inklusion hat im ersten Jahr der neuen Wahlperiode eine Reihe von erfolgreichen Initiativen gestartet. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Norbert Dünkel, MdL, erläuterte hierzu: „Erst kürzlich hat der Landtag einen Antrag zur Ausweitung der Studienplätze im sonderpädagogischen Bereich beschlossen (Drs. 17/4529). Mit diesem Antrag leisten wir einen wichtigen Impuls zur nachhaltigen Lehrerversorgung an den bayerischen Förderschulen. Darüber hinaus haben wir uns mit Erfolg für die Schaffung zusätzlicher Planstellen an den Förderschulen eingesetzt. Nach Aussage von Herrn Staatssekretär Eisenreich sollen dazu in den nächsten beiden Jahren 70 zusätzliche Stellen geschaffen werden.“ Zudem habe sich die Arbeitsgruppe intensiv mit der Problematik des Schulgeldersatzes für die Förderschulen in privater Trägerschaft beschäftigt. Dazu Dünkel: „Im Schulterschluss mit den betroffenen Trägern und der Staatsregierung ist es uns insbesondere gelungen, die Trägerverwaltungskosten in den Schulgeldersatz miteinzubeziehen. Für die privaten Förderschulen war diese Frage von höchster Bedeutung.“ Nicht zuletzt hat die Arbeitsgruppe die Einführung des Profils Inklusion an Förderschulen angestoßen und aktiv begleitet. „Damit können die Förderschulen ihrer unverzichtbaren Funktion als Kompetenzzentren für die Inklusion noch besser gerecht werden. Davon profitiert im Ergebnis die gesamte Schulfamilie“, so Dünkel abschließend.

    • 01.12.2014
      Besuch der Mittelschule Insel Schütt Nürnberg
      Die entspannte Lernatmosphäre und hohe Quoten bei der Übernahme der Schüler in die Ausbildung überzeugten Kerstin Schreyer-Stäblein und Gudrun Brendel-Fischer, die beiden …
      Vandalismus, Gewalt, Drogen und Ausländerfeindlichkeit – Fehlanzeige: Die Probleme von anderen Stadtschulen mit Schülern aus einem ähnlichen sozialen Umfeld gebe es in der Mittelschule Insel Schütt nicht, erklärte Konrektor Martin Krämer. Die Einführung des Ganztagsschulbetriebs im April 2002 – damals an einer der ersten Schulen bayernweit – habe sich längst bewährt, sagte Rektorin Birgit Zwingel bei einem Gespräch. Seit dem Schuljahr 2013/2014 wurden in der Mittelschule Insel Schütt sogar nur noch Ganztagsklassen eingerichtet.
       
      Teamteaching als Klassenleitung, die flexible Rhythmisierung des Schultags und der Betreuungsschlüssel von 40 Lehrern und 30 weiteren pädagogischen Mitarbeitern für 280 Schüler ermöglichten ein besonders intensives Vertrauensverhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden. Die Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) Erlangen und dem Christlichen Verein Junger Menschen Nürnberg e. V. (CVJM)  habe das Angebot im Ganztagesbereich zudem um eine Vielzahl an Arbeitsgruppen erweitert – von verschiedenen Sportarten bis hin zur Medienpädagogik.
       
      Im Anschluss an das Gespräch wurden den Landtagsabgeordneten die Räumlichkeiten der Mittelschule Insel Schütt gezeigt. Der Einrichtung kommt dabei der 2011 eröffnete, großzügig gestaltete Neubau aus Mitteln des Investitionsprogramms "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) zu Gute.
    • 10.09.2014
      In Kloster Banz drehte sich in diesem Jahr alles um das Thema Bildung. Neben Diskussionen mit Experten aus Politik, Wissenschaft und Forschung kommt auch die Praxis nicht zu kurz: …

      Labor 1: Erlebnis Musik - So wird Mozart zum Teenie-Schwarm
      Den Knopf im Ohr, den MP3-Player in der Tasche - Musikhören gehört für junge Leute zum Alltag. Doch in der Schule ist Musik oft kein Lieblingsfach. Wie kann man Kinder und Jugendliche in Bayern stärker für Musikunterricht begeistern? Das Bildungslabor „Erlebnis Musik" stellt die „Singakademie" vor – ein Kooperationsprojekt zwischen der Musikschule Aschaffenburg und allgemeinbildenden Schulen, das musische Bildung in den Schulalltag integriert. Schüler der Grünewald-Grundschule präsentieren Beispiele aus der Singklassenarbeit.

      Labor 2: Erlebnis Forschung - Roboter, die den Ministerpräsidenten begrüßen
      Mathe ist langweilig? Physik nur was für Mini-Einsteins? Von wegen! Verschiedene Schüler-Forschungslabors in Bayern machen Naturwissenschaften zum Erlebnis und geben jungen Talenten die Möglichkeit, außerhalb der Schule erste Forschungs-Erfahrung zu sammeln. Wie programmiert man einen Roboter so, dass er den Ministerpräsidenten persönlich begrüßen kann? Antworten auf Fragen wie diese liefert das Bildungslabor „Erlebnis Forschung". Verschiedene Schüler-Forschungslabors aus Bayern stellen gemeinsam mit Schülern ihre Arbeit vor.

      Labor 3: Erlebnis Ausbildung - Pimp my Kicker
      Wie kann man Bayerns Jugend für eine Berufsausbildung begeistern? Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände haben einen ungewöhnlichen Weg gewählt und zu einem kreativen Kicker-Wettbewerb aufgerufen. Ob Flutlicht, automatische Balleingabe, digitale Spielstandanzeige, Soundsysteme für den Torjubel oder komplette Kicker-Neubauten aus Metall – die Ergebnisse des Wettbewerbs „ZusamMEnspiel 2014“ zeigen eindrucksvoll die Vielseitigkeit einer Ausbildung in der Metall- und Elektrobranche. Im Bildungslabor präsentieren Auszubildende der Firma Schink (Bad Rodach) ihren „gepimpten" Kickertisch aus dem Bereich Metall. Vertreter der M+E Verbände erläutern, wie moderne Berufsorientierung aussehen kann, um junge Menschen nachhaltig für eine Ausbildung in der Metall- und Elektrobranche zu begeistern.


      Labor 4: Erlebnis Lernen - Schulunterricht 2.0
      Bildschirm statt Tafel. Online-Plattform statt Schulbuch - Die Digitalisierung hat längst auch in Bayerns Schulen Einzug gehalten. Aber wie sieht digitales Lernen in der Praxis aus? Der Schulversuch „Lernreich 2.0" ist ein Projekt der Stiftung Bildungs-pakt Bayern in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und der Initiative „Digitales Lernen Bayern". Im Bildungslabor zeigen Schüler und Lehrer der Realschule Herrieden und der Mittelschule Ebern an konkreten Beispielen, wie sie digitale Lern- und Feedbackplattformen in den Unterricht integrieren.

      Labor 5: Erlebnis Natur - Naturkunde zum Anfassen
      Verstaubte Exponate und seitenlange Infotexte – das war einmal! Das Bildungslabor „Erlebnis Natur" zeigt am Beispiel des Münchener Museums Mensch und Natur wie zeitgemäße Museumspädagogik aussieht, die auf lebendige Wissensvermittlung setzt. Von der Welt der Kristalle bis hin zum menschlichen Gehirn - „Mitmachinseln" machen Naturkunde für Kinder und Jugendliche zum Erlebnis.

      Labor 6: Erlebnis Schulsport - Mountainbiken als Schulfach
      „Sport ist die Schule des Lebens, also muss er in die Schulen", sagte einst Theo Zwanziger. Die Mittelschule Hauzenberg setzt genau das in die Tat um: Hier stehen neben Mathe und Deutsch auch Sportarten wie Mountainbiken, Karate und Klettern auf dem Stundenplan. Mit ihrem erfolgreichen Sport-Konzept ist die Mittelschule auch Teil des EU-Forschungsprojekts „Bewegte Schule - Bewegter Ganztag". Der Projektleiter der Studie und Abgeordnetenkollege Dr. Gerhard Waschler stellt das Projekt vor. Bei einem Mountainbike-Parkour im Kloster-Innenhof können Politiker hautnah miterleben, wie moderner Sportunterricht aussehen kann.

    • Artikelübersicht schließen
  • Pressemeldungen
    • 18.01.2019
      Befremdet zeigt sich die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag ob des Verhaltens von Grünen und SPD in Bayern, die Schulschwänzern politische Rückendeckung geben. „Die Teilnahme am …
      „Ich freue mich sehr darüber, wenn junge Menschen sich politisch engagieren und speziell, wenn sie sich für den Erhalt unserer Schöpfung und für das Klima einsetzen. Das geht aber auch sehr gut unter der Woche in der schulfreien Zeit oder am Wochenende und muss nicht während des Unterrichts stattfinden“, so der CSU-Bildungspolitiker. Und weiter: „Es ist anbiedernd und gleichzeitig politisch kurzsichtig, wenn diese Parteien das Schulschwänzen für scheinbar politisch korrekte Ziele erlauben. Was würden diese Parteien denn machen, wenn Schüler während der Schulzeit für eine AfD-Veranstaltung schwänzen? Und soll dann künftig der Lehrer entscheiden, welche politischen Ziele korrekt sind und welche nicht?“ Man könne niemals tolerieren, dass die Schulordnung für Schüler mit einer bestimmten politischen Meinung nicht gelte.

      Die Schulpflicht nach politischer Gesinnung auszurichten sei ein fataler Irrweg, der den politischen Streit in die Schulfamilie trage. Davor warnte Waschler ausdrücklich. Außerdem verwundere ihn, dass Grüne und SPD, die sonst jeden noch so geringen krankheitsbedingten Unterrichtsausfall beklagen, bei Demonstrationen für bestimmte politische Ziele kein Problem mit Unterrichtsausfall haben. Waschler unterstützt ausdrücklich den Kurs des Bayerischen Kultusministers, der auf der Einhaltung der gesetzlichen Schulpflicht besteht.
    • 04.12.2018
      „Es steht auf dem Spiel, was uns in der Nachkriegsgeschichte so erfolgreich gemacht hat: Unser Bildungsföderalismus und die Kulturvielfalt. Deshalb lehnen wir die geplante …

      Die Länder dürften nicht der Versuchung nachgeben, wegen einer kurzfristigen finanziellen Verbesserung die Eigenständigkeit aufzugeben. „Da geht es nicht um kleinstaaterische Bockigkeit, um ein weit verbreitetes Vorurteil beim Namen zu nennen. Der durch den Föderalismus ausgelöste Wettbewerb hat uns in Deutschland immerhin dazu gebracht, permanent an einer Verbesserung unserer Bildungssysteme zu arbeiten und uns nicht auszuruhen. Die Entscheidungen für unsere Schulen werden auch bestimmt nicht besser, wenn sie statt in den Ländern von der weit entfernten Bundesregierung getroffen werden“, so Kreuzer, der auch Vizechef der Fraktionsvorsitzendenkonferenz der Union in Deutschland ist. „Zentralismus ist ungeeignet, kulturelle Vielfalt zu fördern.“

      In Richtung des Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz Helmut Holter von der Linkspartei sagte Kreuzer: „Ich kann mir schon vorstellen, dass ein ehemaliger SED-Kader kein Problem mit einem Berliner Zentralismus hat – wir in Bayern mit einer reichen Kulturtradition aber schon, sein Bundesland Thüringen eigentlich auch.“

      Als falsch wies Prof. Gerhard Waschler, der bildungspolitische Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, die Behauptungen zurück, wer die Grundgesetzänderung ablehne, schade den Schulkindern und verbaue ihnen die digitale Zukunft. „Alle Bundesländer müssen ihre Schulen für das Digitalzeitalter fit machen und kräftig in Technik und IT-Netze investieren. Der Bund kann gerne dabei unterstützen, aber dazu muss er nicht die Kompetenzen in Berlin zentralisieren.“ Es könne ihm niemand erklären, warum es besser sein soll, wenn der Bund erst Geld über die Steuern in den Ländern einsammle, um es dann wieder zentral zu verteilen, stellte Waschler fest. „Das widerspricht unserer Vorstellung von Eigenständigkeit und guter Vor-Ort-Politik. Uns würde helfen, wenn der Bund mehr Geld bei den Ländern belässt.“

      Bayern gehört beim Länderindikator 2018 der Deutschen Telekom Stiftung „Schule digital“ 2018 zur Spitzengruppe. Der Ausbau digitaler Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern kommt an Bayerns Schulen kraftvoll voran. Allein für die technische Ausstattung beinhaltet das Programm „Bayern Digital 2“ Mittel in Höhe von 212,5 Millionen Euro. Für digitale Klassenzimmer sieht „Bayern Digital“ 150 Millionen Euro vor. Mit diesen Mitteln kann der Freistaat die Kommunen bei der Ausstattung der Schulen massiv – nämlich mit bis zu 90 Prozent der Kosten – unterstützen. Weitere 35 Millionen Euro werden für die Ausstattung integrierter Fachunterrichtsräume an Berufsschulen und 27,5 Millionen Euro für die IT-Ausstattung in der Lehrerausbildung ausgegeben.
       

    • 01.10.2018
      „Unser Schulsystem funktioniert so gut, weil es für unsere Schüler und Eltern genauso verlässlich ist wie für unsere Lehrer. Um diese Verlässlichkeit weiterhin zu …

      Hintergrund sind Äußerungen unter anderem von der AfD im Bayerischen Rundfunk, die das Berufsbeamtentum infrage stellte, was auch Kritik vom Bayerischen Beamtenbund auslöste. Kreuzer: „Wahlkampf auf Kosten der Beamten zu betreiben, ist schäbig und missachtet die guten Leistungen unserer Lehrerinnen und Lehrer, die mit ihrer Arbeit sicherstellen, dass Bayerns Schüler im Deutschlandvergleich zur Spitze gehören.“ Nur das Berufsbeamtentum sichere die Funktionsfähigkeit und Effizienz des öffentlichen Dienstes im Bildungsbereich.

      In Bayern sind 92 Prozent der Lehrkräfte verbeamtet; weitere drei Prozent sind unbefristet angestellt. „Mit der Verbeamtung und dem damit verbundenen Streikverbot wird die Unterrichtsversorgung sichergestellt“, sagt Wolfgang Fackler, Vorsitzender des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes im Bayerischen Landtag. „Die Belange der Beamten finden dabei dennoch höchste Beachtung und das bayerische Beamtenrecht gewährleistet das verfassungsrechtliche Leistungsprinzip. Der Staat nimmt gerade in Bayern seine Fürsorgepflicht sehr ernst.“
       

    • 28.09.2018
      „Wir haben Bayern zum Hightech-Land entwickelt, damit auch künftige Generationen so erfolgreich und gern in Bayern leben wie wir. Dafür braucht es einen leistungsfähigen Staat, …
      Bundesweit ist Bayern das Land mit den wenigsten Gesetzen. Seit dem Jahr 2003 wurden etwa dank der CSU-Landtagsfraktion und der Bayerischen Staatsregierung fast 50 Prozent der bayerischen Gesetze und Verordnungen gestrichen. „Bayern ist Spitzenland, weil wir gemeinsam mit den Bürgern handeln und nicht gegen sie“, so Kreuzer. „Wir stärken die Eigenverantwortung und persönliche Freiheit. Was man im Kleinen regeln kann, sollte man auch dort regeln dürfen.“

      Die Positionen der CSU-Fraktion unterscheiden sich dabei grundlegend von der Meinung der Grünen. Beispiel Wohnraum: „Zur Schaffung von Wohnraum setzen wir Anreize und gewährleisten die Entscheidungsfreiheit der Eigentümer. Die Grünen dagegen wollen den Flächenverbrauch und damit die Schaffung von Bauland unzulässiger Weise per Gesetz beschneiden. Wer Bauland verhindert, schafft keine neue Wohnungen, sondern erhöht die Immobilienpreise. Und neue Schienen, Fahrradwege und Fußballplätze kann es dann auch nicht mehr geben.“

      Auch in anderen Themenbereichen würden die Grünen die Bürger mit Vorschriften drangsalieren, sagt Kreuzer. „Wohin man sieht: Verbote. Im Verkehrsbereich wollen die Grünen neben Dieselfahrverboten ein generelles Zulassungsverbot für Autos mit Verbrennungsmotor. Das beschneidet die Freiheit jedes einzelnen und trifft unsere Pendler und Handwerker, die auf ihr Auto angewiesen sind. Diese Hirngespinste der Grünen muss man sich erst mal leisten können.“ Und ihren Fleisch-Verbotstag Veggie-Day würden die Grünen inzwischen zwar blumig umschreiben, wünschten sich aber mit ihrer Forderung „Runter mit dem Fleischkonsum“ weiterhin die Bevormundung der Bevölkerung.

      „Unsere Fraktion dagegen fördert etwa die Landwirtschaft, statt sie wie die Grünen für den Klimawandel verantwortlich zu machen“, so Kreuzer. „Die CSU wird das dreigliedrige Schulsystem mit Spitzennoten für die bayerischen Schüler beibehalten, statt wie die Grünen von Einheitsschulen zu fabulieren.“ Anstatt unter rückwärtsgewandter Politik und Gängelei der Grünen zu leiden, werde Bayern durch vorausschauende Entscheidungen geleitet. „Diesen erfolgreichen Weg wollen wir als Fraktion weitergehen.“
    • 10.09.2018
      Die Schüler in Bayern können gut ins neue Schuljahr starten. „Bayern steht im Bereich Bildung hervorragend da. Dank unserer Initiativen und über 4300 neu eingestellten …

      Die meisten anderen Bundesländer müssen auf Quereinsteiger zurückgreifen und teilweise Stellen unbesetzt lassen. „In Bayern werden dagegen alle Planstellen mit ausgebildeten Lehrern besetzt. Damit stellen wir die hochwertige Schulbildung sicher“, betont Prof. Dr. Gerhard Waschler, bildungspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion. „Mit Zweitqualifizierungen sorgen wir dafür, dass an Grund-, Mittel- und Förderschulen ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Und ab diesem Wintersemester gibt es rund 700 zusätzliche Studienplätze für das Grundschullehramt an bayerischen Universitäten.“
       

      So gelingt es laut Waschler auch, in Zeiten eines angespannten Stellenmarkts die lehramtsspezifische Lehrerbildung im differenzierten Schulsystem zu erhalten. Die von den Grünen geforderte Abschaffung dieses funktionierenden Systems sei unsinnig: „Grüne Bildungspolitik gefährdet die Unterrichtsqualität und den Erfolg des bayerischen Schulwesens!“, so Waschler. „Das sieht man an den massiven Problemen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg – also in zwei Ländern, in denen die Grünen jahrelang für die Bildungspolitik mitverantwortlich waren. Wir halten an unserem System fest.“
       

      In Bayern beginnt für 1,66 Millionen Schüler das neue Schuljahr, davon 115.000 Erstklässler. Insgesamt sind rund 150.000 Lehrer tätig, davon 92 Prozent verbeamtet und drei Prozent unbefristet angestellt. Auch bei den Bildungsinvestitionen belegt Bayern einen Spitzenplatz. Für eine umfassende Offensive in die Bildungsinfrastruktur stehen allein in diesem Jahr 212,5 Millionen Euro bereit – unter anderem zur Ausstattung von digitalen Klassenzimmern. 2018 fließen insgesamt 19,6 Milliarden Euro in Bildung und Forschung, also jeder dritte Euro des bayerischen Finanzhaushalts.
       

    • ... weitere Pressemitteilungen