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Haushaltsplan 2026/2027;
hier: Erinnerungskultur
(Kap. 05 05 Tit. 684 61)

27.02.2026 - Änderungsantrag |

Initiatoren:
Klaus Holetschek, Michael Hofmann, Tanja Schorer-Dremel, Josef Zellmeier, Ute Eiling-Hütig, Werner Stieglitz, Daniel Artmann, Konrad Baur, Barbara Becker, Maximilian Böltl, Holger Dremel, Norbert Dünkel, Stefan Ebner, Wolfgang Fackler, Patrick Grossmann, Björn Jungbauer, Andreas Kaufmann, Manuel Knoll, Harald Kühn, Benjamin Miskowitsch, Martin Mittag, Walter Nussel, Tobias Reiß, Jenny Schack, Josef Schmid, Kerstin Schreyer, Harald Schwartz, Peter Tomaschko, Steffen Vogel, Martin Wagle, Kristan Freiherr von Waldenfels, Florian Streibl, Felix Locke, Bernhard Pohl, Tobias Beck, Martin Behringer, Martin Brunnhuber, Susann Enders, Stefan Frühbeißer, Johann Groß, Wolfgang Hauber, Bernhard Heinisch, Alexander Hold, Marina Jakob, Michael Koller, Nikolaus Kraus, Josef Lausch, Christian Lindinger, Rainer Ludwig, Ulrike Müller, Michael Piazolo, Julian Preidl, Anton Rittel, Markus Saller, Martin Scharf, Werner Schießl, Gabi Schmidt, Roswitha Toso, Roland Weigert, Jutta Widmann, Benno Zierer, Felix von Zobel, Thomas Zöller

Im Entwurf des Haushaltsplans 2026/2027 wird folgende Änderung vorgenommen:


 


In Kap. 05 05 wird der Ansatz im Tit. 684 61 (Sonstige Zuschüsse) einmalig für das Jahr 2026 von 847,5 Tsd. Euro um 404,0 Tsd. Euro auf 1.251,5 Tsd. Euro erhöht.


 


Die Deckung erfolgt aus Kap. 13 02 Tit. 893 06.



Die Förderung der Erinnerungskultur ist zentral für unsere demokratische Gesellschaft. In diesem Zusammenhang sind auch die nachstehenden Projekte zu verstehen, die einmalig mit diesen Mitteln gefördert werden sollen.


 


Stärkung der Bildungs- und Erinnerungsarbeit des Förderkreises Ehemalige Synagoge Fellheim (5,0 Tsd. Euro):


Der Förderkreis Ehemalige Synagoge Fellheim setzt sich für die Bewahrung der jüdischen Geschichte und eine lebendige Erinnerungskultur in der Region ein. Neben Führungen und Bildungsarbeit bietet der Förderkreis auch künstlerisch-pädagogische Projekte an. Ein einmaliger Zuschuss aus der Fraktionsinitiative soll die allgemeine Bildungs- und Projektarbeit des Förderkreises stärken und die Fortführung sowie Weiterentwicklung solcher Formate ermöglichen.


 


Musikalische Erinnerungskultur - Projekt: "Dos hob ikh gehert" (129,0 Tsd. Euro):


Ziel des Projekts ist die Erstellung und Veröffentlichung eines repräsentativen Querschnitts der in den bayerischen DP-Camps komponierten und gesammelten Lieder (u. a. Reprints und digital). Diese -musikalischen Zeitzeugen- der jüdisch-bayerischen Geschichte werden interessierten Schulen, jüdischen Gemeinden, historischen Vereinen, Projekten der Erwachsenenbildung, den Landesvereinen für Heimatpflege sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt. Der Druck und die bayernweite Verteilung der Reprints wird bis zum Ende des geplanten Projektzeitraums durch den Projektetat sichergestellt.


 


IKG Amberg (80,0 Tsd. Euro):


Ziel ist es, mit den Workshops zur Prävention und Aufklärung gegen Antisemitismus beizutragen und das Bewusstsein junger Menschen für Toleranz und gegenseitigen Respekt zu schärfen. Besonders die Aufklärung von Schülerinnen und Schülern ist ein Schwerpunkt der Arbeit.


 


Gebeugter Leerer Stuhl (10,0 Tsd. Euro):


Die letzten Zeitzeugen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft werden bald nicht mehr unter uns sein. Daher ist es wichtig, auf neue Art zu erinnern und so eine freiheitliche und friedliche Zukunft zu gestalten. Dazu dienen neben den schon vorhandenen Formen der individuellen und der kollektiven Erinnerung auch Formen der stadtteilnahen Erinnerung, z. B. die Gedenkskulptur -Gebeugter leerer Stuhl", die bisher z. B. am Pasinger Rathaus, an der Obermenzinger Kirche -Leiden Christi- und am Palais im Stadtpark Deggendorf errichtet wurde. Die Mittel dienen zur Errichtung einer weiteren Gedenkskulptur im Münchner Raum.  


 


Zeithistorische Studienfahrten von Schülern nach Polen und Litauen (50,0 Tsd. Euro):
Im Schuljahr 2026/27 sollen Konzepte für Gedenkstättenfahrten (Schüler-Studienreisen) erprobt werden. Hierbei sollen verschiedene Schularten mit den jeweils relevanten Jahrgangsstufen vertreten sein. Die Gruppen werden im Gefolge ihrer Studienreise einen Bericht vorlegen (z. B. im Rahmen einer Präsentation, einer digitalen Ausstellung oder dgl.), so dass das StMUK die pädagogische Wirkkraft der zugrunde liegenden Konzepte prüfen und diese ggf. weiterentwickeln kann. Auch die begleitenden Lehrkräfte werden einen Bericht vorlegen, der nicht nur die inhaltlichen, sondern auch die organisatorischen Themen bearbeitet.


 


Sanierung des "Seelhauses" (ehemalige jüdische Schule in Lauingen) (130,0 Tsd. Euro):


Die Stadt Lauingen möchte im ehemaligen -Seelhaus- (ehemalige jüdische Schule) im EG eine Gedenk- und Begegnungsstätte für die schulische und außerschulische Bildung errichten, die erinnerungskulturelle Bezüge, u. a. zur Geschichte des regionalen jüdischen Lebens beinhaltet. Die Förderung soll dazu beitragen, dieses Vorhaben mit der Ausarbeitung und Umsetzung eines pädagogischen Konzepts sowie ggf. einer passenden Ausstellung zu realisieren.

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