Antragssuche

Ambulante medizinische Versorgung zukunftsfit sichern III: Arbeitslose Ärztinnen und Ärzte gezielt in die Versorgung mit KV, BLÄK und Arbeitsagentur bringen

13.08.2026 - Antrag |

Initiatoren:
Bernhard Seidenath, Thomas Huber, Winfried Bausback, Tanja Schorer-Dremel, Andrea Behr, Thorsten Freudenberger, Martina Gießübel, Josef Heisl, Melanie Huml, Andreas Jäckel, Stefan Meyer, Martin Mittag, Helmut Schnotz, Sascha Schnürer, Carolina Trautner

Der Landtag stellt fest, dass trotz eines flächendeckend spürbaren Ärztemangels und zunehmender Versorgungsengpässe - insbesondere im ländlichen Raum - eine steigende Zahl von Ärztinnen und Ärzten in Bayern arbeitslos gemeldet ist. 


Der Landtag fordert die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) auf, die Ursachen der ärztlichen Arbeitslosigkeit zu analysieren.



Die medizinische Versorgung in Bayern steht vor erheblichen strukturellen Herausforderungen. Insbesondere im ländlichen Raum nimmt der Ärztemangel zu, Praxen bleiben mangels Nachfolge unbesetzt und die Wartezeiten für Patientinnen und Patienten steigen. Vor diesem Hintergrund ist es umso überraschender, dass gleichzeitig eine wachsende Zahl von Ärztinnen und Ärzten arbeitslos gemeldet ist.


Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit waren im Jahr 2024 bundesweit insgesamt 11.383 Ärztinnen und Ärzte arbeitslos - ein Anstieg von nahezu 58 Prozent gegenüber dem Jahr 2021, als noch 7.206 arbeitslose Medizinerinnen und Mediziner verzeichnet wurden. 


Die Bayerische Landesärztekammer verfügt über die erforderlichen Daten, um die Hintergründe für eine Arbeitslosigkeit ihrer Mitglieder in Erfahrung zu bringen und mögliche Lösungsansätze abzuleiten. Bayern hat ein starkes Interesse daran, alle verfügbaren ärztlichen Ressourcen im Sinne einer flächendeckenden, hochwertigen ambulanten Versorgung optimal einzusetzen.

Zurück zur Übersicht