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14.03.2017

Veranstaltung zum Equal Pay Day 2017 im Bayerischen Landtag

„Weil wir es wert sind“ – unter diesem Motto hat die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag anlässlich des Equal Pay Day zu einer Veranstaltung eingeladen. „Für uns gilt die Maxime: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Allerdings heißt es bei diesem Thema auch: Fakten vor Ideologie“, erklärte Dr. Ute Eiling-Hütig, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Frauen der CSU-Landtagsfraktion.

Dr. Oliver Stettes vom Deutschen Institut für Wirtschaft Köln (IW) widerlegte den Mythos von 21 Prozent Lohnunterschied: „Wir dürfen Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Die Differenz beim Gehalt ergibt sich vor allem aus individuellen Entscheidungen – Berufswahl, Teilzeit, Babypause.“ Frauen entschieden sich häufiger als Männer, in Teilzeit zu arbeiten und öfter und länger für die Familie zu Hause zu bleiben, so Stettes. Männer dagegen fände man häufiger in größeren Betrieben und Hochlohnbranchen sowie in Führungspositionen und gut bezahlten technischen und naturwissenschaftlichen Berufen.

In einer Podiumsdiskussion unter der Moderation von Daniela Arnu (BR) gingen Petra Göckel, Vorstandsmitglied des Verbandes deutscher Unternehmerinnen Bayern-Süd, die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner, Dr. Oliver Stettes und Katarzyna Mol-Wolf, Herausgeberin der Zeitschrift „emotion“, dem sogenannten Gender Pay Gap auf den Grund. In einem waren sich alle einig: „Wenn wir das Ziel Lohngerechtigkeit ernst nehmen, dann müssen wir an breiterer Front ansetzen.“ Das fange bei der Berufswahl und der Frage an, wie man Frauen verstärkt für mathematische und naturwissenschaftliche Berufe begeistern könne. Dazu gehöre auch gekonntes Netzwerken und die Stärkung des Selbstwertgefühls, zum Beispiel in Sachen Gehaltsverhandlung.

„Wir müssen auch die Leistung der Mütter besser anerkennen. Für uns ist Familienarbeit keine Arbeit zweiter Klasse“, so Eiling-Hütig weiter. „Deswegen haben wir die Mütterrente auf Bundesebene durchgesetzt und so eine Gerechtigkeitslücke beseitigt. Davon profitieren in Bayern mehr als eine Million Frauen. Und wir werden bei diesem Thema auch nicht nachlassen!“

Schlusswort des Abends: Neben der Politik ist auch die Wirtschaft in der Verantwortung, weitere Rahmenbedingungen für Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen. Ebenso betreffe das Thema beide Lebens- beziehungsweise Ehepartner. Lohngerechtigkeit gehe einfach alle an, so Eiling-Hütig.

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