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06.08.2015

Thomas Kreuzer: Asylzentren in Nordafrika sind die einzige Lösung, tragische Unglücke wie das erneute vor der libyschen Küste zu vermeiden

„Das aktuelle Flüchtlingsunglück im Mittelmeer macht erneut deutlich, dass weitere lebensgefährliche Überfahrten unbedingt eingedämmt werden müssen. Der einzige wirksame Vorschlag dazu sind Asylaufnahmezentren in Nordafrika. Wer den jetzigen Zustand beibehält, macht aus der lebensgefährlichen Überfahrt  eine Art Aufnahmeprüfung für Europa. Das ist zynisch.“ Das sagte Thomas Kreuzer, der Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag.

„Die Opfer sind eine Anklage an die Menschlichkeit. Unser Mitgefühl ist bei den Angehörigen“, so Kreuzer. Und weiter: „Jedes Unglück klebt an den Händen der skrupellosen Schleuser, die sich mit den gleichen Händen gerade ihre Taschen mit dem Geld der Opfer vollstopfen.“ Diesen Kriminellen das Handwerk zu legen, sei ein dringendes Gebot. Denn ihr Geschäft gefährde jeden Tag weiteres Menschenleben.

Der beste Schutz für die Flüchtlinge sei, wenn sie erst gar nicht in die klapprigen Boote steigen müssten. Deshalb sei es der humanste Vorschlag, schon auf nordafrikanischem Boden eine Anlaufstelle nach europäischem Recht zu schaffen.

Kreuzer wies die scheinheilige Kritik der Grünen zurück. „Von denen höre ich nur, was angeblich alles nicht geht. Es gibt von den Grünen keinen einzigen Vorschlag, den Flüchtlingsstrom einzudämmen. Jeder Vorschlag der Grünen läuft darauf hinaus, dass jeder auf der Welt nach Deutschland kommen dürfte, wenn er es denn nur will.“ Es sei unmenschlich und unchristlich, wenn die Grünen es als erstrebenswert erachteten, dass möglichst viele Menschen ihre Heimat verlassen und nach Europa kommen. Am allerwenigsten helfe das den Herkunftsländern, wenn die Stärksten abwandern und die Schwächeren zurückbleiben. „Das macht die Situation in diesen Ländern nicht besser, sondern schwieriger.“

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