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Heuschreckenplage bekämpfen, Lebensmittelversorgung sichern - Unterstützung für Äthiopien

16.04.2020 - Antrag | 18/7749

Initiatoren:
Franz Rieger, Klaus Steiner, Alexander König, Alex Dorow, Martin Huber, Alfred Sauter, Walter Taubeneder, Florian Streibl, Fabian Mehring, Gabi Schmidt, Leopold Herz, Peter Bauer, Manfred Eibl, Susann Enders, Hubert Faltermeier, Hans Friedl, Tobias Gotthardt, Eva Gottstein, Joachim Hanisch, Wolfgang Hauber, Johann Häusler, Alexander Hold, Nikolaus Kraus, Rainer Ludwig, Gerald Pittner, Bernhard Pohl, Kerstin Radler, Jutta Widmann, Benno Zierer

Die Corona-Pandemie und ihre Bekämpfung stehen derzeit in vielen afrikanischen Ländern im Fokus, so auch in Äthiopien, einem der Schwerpunktländer des Bayerischen Afrikapakets. Dabei hat Äthiopien aktuell mit einer schweren Heuschreckenplage zu kämpfen, die die Ernte und damit die Lebensmittelversorgung des Landes schwer bedroht.


Der Landtag begrüßt, dass mit der Schwerpunktsetzung durch das Bayerische Afrikapaket mit Äthiopien eine umfassende Zusammenarbeit entsteht. Die aktuelle Heuschreckenplage zeigt, wie wichtig es ist, dass das Bayerische Afrikapaket von Anfang an einen besonderen Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit im Bereich der Landwirtschaft legt. Finanzielle Unterstützung für eine moderne, nachhaltige Landwirtschaft und Wissenstransfer sind jetzt notwendiger denn je.


Der Landtag fordert die Staatsregierung daher auf, Äthiopien bei der Bekämpfung der Heuschreckenplage und der Bewältigung ihrer Folgen weiterhin tatkräftig zu unterstützen und dazu im Rahmen der aktuell vorhandenen Mittel Projektförderungen im Bereich Landwirtschaft für diesen Zweck weiter auszubauen.


Der Landtag hält es daneben für nötig, dass die internationale Staatengemeinschaft alle afrikanischen Länder - neben Äthiopien vor allem auch Somalia, Kenia, Eritrea, Dschibuti und den Jemen - bei der Bekämpfung der Heuschreckenplage und damit bei der Vermeidung von Hunger intensiv und koordiniert durch Einrichtungen der Vereinten Nationen unterstützt.



Äthiopien ist von der Heuschreckenplage, die ganz Ostafrika derzeit heimsucht, besonders betroffen. Die Bayerische Staatsregierung ist bereits mit den Behörden in Äthiopien als Schwerpunktland des Bayerischen Afrikapakets in intensiven Gesprächen über die Zusammenarbeit gerade auch im landwirtschaftlichen Bereich. Erste Projekte wie z. B. die Förderung der Berufsausbildung am Agrotechnischen und Technologie College (ATTC) in Harar oder die Bavarian-Ethiopian Alliance for Applied Life Sciences gemeinsam mit der Hochschule Weihenstephan-Triefdorf laufen bereits an. Gemeinsames Zeil ist die Stärkung der Ernährungssicherheit. Angesichts der aktuellen Bedrohung der Ernten durch die Heuschreckenplage ist eine Förderung weiterer Projekte im Bereich Landwirtschaft, die sowohl von der Plage betroffene Landwirte unmittelbar unterstützen, als auch langfristig die Ernährungssicherheit fördern, denkbar. Die Staatsregierung soll dabei intensiv mit den Behörden in Äthiopien zusammenarbeiten.

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