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Integrales Schalenwildmanagement im Bergwald

21.02.2019 - Antrag | 18/1678

Initiatoren:
Alexander Flierl, Tanja Schorer-Dremel, Eric Beißwenger, Martin Schöffel, Volker Bauer, Barbara Becker, Wolfgang Fackler, Martin Huber, Petra Högl, Petra Loibl, Thorsten Schwab, Klaus Steiner, Martin Wagle, Manuel Westphal, Florian Streibl, Fabian Mehring, Nikolaus Kraus, Peter Bauer, Manfred Eibl, Susann Enders, Hubert Faltermeier, Hans Friedl, Tobias Gotthardt, Eva Gottstein, Joachim Hanisch, Wolfgang Hauber, Johann Häusler, Leopold Herz, Alexander Hold, Rainer Ludwig, Gerald Pittner, Bernhard Pohl, Kerstin Radler, Gabi Schmidt, Jutta Widmann, Benno Zierer

Die Staatsregierung wird aufgefordert, dem Landtag in regelmäßigen Abständen über den aktuellen Stand des Projekts -Integrales Schalenwildmanagement im Bergwald- zu berichten.



Die Aufgaben, die der Wald im Gebirge zu erfüllen hat, sind ausgesprochen vielfältig. Zu den wichtigsten Funktionen des Bergwaldes gehört der Schutz der Alpentäler vor Muren, Steinschlag und Lawinen sowie vor Hochwasser und Bodenabtrag. Darüber hinaus ist der Wald im Gebirge ein äußerst wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, insb. das heimische Schalenwild. Zudem ist der Wald als Lieferant des Rohstoffs Holz auch von forstwirtschaftlicher Bedeutung. Zur Sicherstellung dieser und weiterer Bergwaldfunktionen ist ein angepasstes und integrales Schalenwildmanagement von zentraler Bedeutung.


Rot-, Gams- und Rehwild sind die für den Bayerischen Alpenraum charakteristischen Schalenwildarten. Sie stehen in komplexen Wechselbeziehungen mit ihrem Lebens­raum und spielen daher beim Erhalt der Multifunktionalität des Ökosystems Bergwald eine entscheidende Rolle. Ein nachhaltiges Schalenwildmanagement kann somit nur dann unterstützend beim Erhalt der Funktionen des Bergwaldes und der angrenzenden Lebensräume wirken, wenn es alle drei Wildarten, die Wechselbeziehungen mit ihren Lebensräumen und die Bedürfnisse sowie Ansprüche des Wildes berücksichtigt.


Vor diesem Hintergrund hat die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) und unter Einbindung externer Experten ein Forschungskonzept ausgearbeitet.


Die Ergebnisse u. a. zur Lebensraumnutzung, Populationsgröße und zum Populationszustand sowie das Zusammenwirken dieser Größen werden dabei von besonderem Interesse sein.

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