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Bericht zu Reaktionen der privaten Jägerschaft sowie der Bayerischen Staatsforsten auf Notsituationen durch extreme Wetterereignisse

21.02.2019 - Antrag | 18/2546

Initiatoren:
Alexander Flierl, Tanja Schorer-Dremel, Eric Beißwenger, Martin Schöffel, Volker Bauer, Barbara Becker, Wolfgang Fackler, Martin Huber, Petra Högl, Petra Loibl, Thorsten Schwab, Klaus Steiner, Martin Wagle, Manuel Westphal, Florian Streibl, Fabian Mehring, Peter Bauer, Manfred Eibl, Susann Enders, Hubert Faltermeier, Hans Friedl, Tobias Gotthardt, Eva Gottstein, Joachim Hanisch, Wolfgang Hauber, Johann Häusler, Leopold Herz, Alexander Hold, Nikolaus Kraus, Rainer Ludwig, Gerald Pittner, Bernhard Pohl, Kerstin Radler, Gabi Schmidt, Jutta Widmann, Benno Zierer

Die Staatsregierung wird aufgefordert, darüber zu berichten,



  • wie in den Landkreisen, in denen aufgrund des Winterein­bruches Anfang 2019 der Katastrophenalarm ausgerufen wurde, von den BayerischenStaatsforsten und Inhabern privater Reviere auf die dadurch eingetretenen Auswirkungen auf Wildtiere reagiert wurde,

  • welche Möglichkeiten die Bayerischen Staatsforsten, insbesondere im alpinen Raum, haben, um kurzfristig auf Extremschneeereignisse im Hinblick auf Wildfütterungen zu reagieren und

  • inwieweit eine Optimierung der Sicherstellung der Winterfütterungen in Notzeiten erfolgen könnte, insbesondere im Hinblick auf die durch den Klimawandel bedingten immer stärker eintretenden Extremwettereireignisse.


Zudem wird die Staatsregierung aufgefordert, im Rahmen vorhandener Stellen und Haushaltsmitteln dafür zu sorgen, im Forschungsprojekt der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft -Integrales Schalenwildmanagement im Bergwald- zusätzlich die Auswirkungen der Witterungsverhältnisse im Winter 2018/2019 auf das Schalenwild wissenschaftlich fundiert zu untersuchen.



Die bayerischen Jägerinnen und Jäger nehmen ihre gesetzliche Verantwortung sehr ernst, auf Notsituationen in ihren Revieren angemessen zu reagieren. Die Witterung Anfang Januar 2019 in der Gebirgsregion mit massiven Schneefällen hat alle Beteiligten vor große Herausforderungen gestellt. Für den Einsatz und die in den Katastrophen­gebieten unter schwierigsten Bedingungen erbrachten Leistungen für das Wild gebührt den privaten Jägern und den Beschäftigten der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) großer Dank und Anerkennung.


Zur Versachlichung der Diskussion wie auch zur Darstellung des großen Engagements soll über das Vorgehen und die Leistungen der privaten Jägerschaft sowie der BaySF berichtet werden.


Im Rahmen des Projekts -Integrales Schalenwildmanagement im Bergwald- wurden in den Jahren 2017 und 2018 in zwei Modellgebieten (Karwendel, Geiglstein) u.a. umfassende genetische Untersuchungen durchgeführt, um die Populationsdichte sowie -struktur des dort lebenden Schalenwildes wissenschaftlich fundiert zu ermitteln. Aufgrund der besonderen Witterungsverhältnisse im Winter 2018/2019 können durch vertiefte Erhebungen (genetische Untersuchungen, Fallwildanalysen etc.) die konkreten Auswirkungen auf das Populationsgeschehen untersucht werden. Die erstmalig zu dem Themenkomplex Witterungsverlauf / Populationsgeschehen gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, den Revierinhabern, Jagdbehörden und weiteren Beteiligten wichtige Grundlagen für die Hege des Schalenwildes im Gebirgsraum zur Verfügung zu stellen.

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