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Lokführer weiter stärken!

17.07.2019 - Dringlichkeitsantrag | 18/3089

Initiatoren:
Thomas Kreuzer, Winfried Bausback, Alexander König, Tobias Reiß, Tanja Schorer-Dremel, Jürgen Baumgärtner, Marcel Huber, Jochen Kohler, Ulrike Scharf, Josef Schmid, Angelika Schorer, Thorsten Schwab, Martin Wagle, Florian Streibl, Fabian Mehring, Manfred Eibl, Peter Bauer, Susann Enders, Hubert Faltermeier, Hans Friedl, Tobias Gotthardt, Eva Gottstein, Joachim Hanisch, Wolfgang Hauber, Johann Häusler, Leopold Herz, Alexander Hold, Nikolaus Kraus, Rainer Ludwig, Gerald Pittner, Bernhard Pohl, Kerstin Radler, Gabi Schmidt, Jutta Widmann, Benno Zierer

Derzeit gibt es wie in ganz Deutschland auch in Bayern vermehrt personelle Schwierigkeiten im SPNV. Besonders betroffen sind Strecken der Bayerischen Regiobahn (BRB), der Oberpfalzbahn und der Alex-Nord-Züge. Es häufen sich Zugausfälle, teils wurden sogar Notfahrpläne bekanntgegeben. Als Hauptargument wird seitens der Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) dabei auf den Mangel an zur Verfügung stehenden Lokführern verwiesen.


Die Bayerische Staatsregierung wird aufgefordert,



  • sich weiterhin gemeinsam mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) für die Verbesserung der Personalsituation im SPNV einzusetzen und dem Ausschuss für Wohnen, Bau und Verkehr darüber zu berichten,

  • die Zusammenarbeit mit den bayerischen Verkehrsunternehmen, Gewerkschaften, Verbänden, Ausbildungs- und Weiterbildungsträgern und der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen der -Fachkräfteoffensive Bahn Bayern- engagiert fortzusetzen,

  • beim Bund darauf hinzuwirken, dass auch er sich des deutschlandweiten Problems aktiv annimmt,

  • die EVU stärker in die Pflicht zu nehmen, die für einen zuverlässigen Betrieb zu sorgen haben, und auch weiterhin alle vertraglichen Möglichkeiten, insbesondere auch die vereinbarten Vertragsstrafen, auszuschöpfen, um einen reibungslosen Betrieb zu ermöglichen. Auch hierüber soll dem Ausschuss für Wohnen, Bau und Verkehr berichtet werden.



Die aktuellen Personalengpässe bei Lokführern sind kein spezifisch bayerisches Problem, sondern betreffen mittlerweile alle Regionen in Deutschland sowie alle EVU. So ist es in den vergangenen Monaten deutschlandweit immer wieder zu Zugausfällen gekommen (etwa aufgrund von vermehrten Krankheitsfällen oder während der Urlaubszeit). Auch in Bayern mussten bereits Verkehrsleistungen aufgrund kurzfristigen Personalmangels entfallen. Die jetzigen Zugausfälle sind in ihrer Dimension neu für Bayern. Hier gilt es entgegenzusteuern, um kurz- und mittelfristig ein gutes und regelmäßiges Angebot für die Fahrgäste sicherzustellen. Vor allem im regionalen Pendelverkehr ist der SPNV ein zentraler Baustein, um die Ballungsräume verkehrsmäßig zu entlasten.

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