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Entwicklung der Bienenvölker beobachten

15.10.2019 - Antrag | 18/5140

Initiatoren:
Tanja Schorer-Dremel, Eric Beißwenger, Volker Bauer, Barbara Becker, Wolfgang Fackler, Alexander Flierl, Petra Högl, Martin Huber, Petra Loibl, Martin Schöffel, Thorsten Schwab, Klaus Steiner, Martin Wagle, Manuel Westphal, Florian Streibl, Fabian Mehring, Leopold Herz, Peter Bauer, Manfred Eibl, Susann Enders, Hubert Faltermeier, Hans Friedl, Tobias Gotthardt, Eva Gottstein, Joachim Hanisch, Wolfgang Hauber, Johann Häusler, Alexander Hold, Nikolaus Kraus, Rainer Ludwig, Gerald Pittner, Bernhard Pohl, Kerstin Radler, Gabi Schmidt, Jutta Widmann, Benno Zierer

Die Staatsregierung wird aufgefordert dem Landtag zu berichten,



  • über die aktuelle gesundheitliche Entwicklung der Bienenvölker in Bayern, über die Erkenntnisse aus dem Deutschen Bienenmonitoring sowie über andere aktuelle Projekte, z.B. dem -TrachtNet- und evtl. Prognosen daraus,

  • über erste Erkenntnisse aus dem Forschungs- und Innovationsprojekt Bee Warned und über Auswirkungen relevanter, dort nicht erfasster Bienenschädlinge bzw. Bienenparasiten,

  • über weitere aktuelle Forschungsprojekte zur Biene oder zur Bienenhaltung,

  • über den Stand der Forschungen zu alternativen Energiepflanzungen, die für die Bienenweide relevant sind, ggf. auch über praktische Erfahrungen mit neuen Energiepflanzen,

  • über Auswirkungen der Umweltprogramme und des Greenings auf die Enwicklung der Bienenweide,

  • welche Beschlüsse im Zusammenhang mit dem Volksbegehren zum Artenschutz besonders den Honig- und Wildbienen zugutekommen,

  • welchen potentiell bienengefährdenden Pflanzenschutzmitteln (B1-B3) wurde in den letzten fünf Jahren in Deutschland die Zulassung entzogen-

  • über die Ergebnisse der staatlich geförderten Analysen von Honig, Wachs und Pollen,

  • über den aktuellen Stand der Förderung der Bienenhaltung, insbesondere auch die Förderung des Imker/innen-Nachwuchses.



Die Bedeutung von Bienen und anderen Blüten bestäubenden Insekten für den Erhalt unserer Ökosysteme und für die landwirtschaftliche Produktion durch ihre Bereitstellung der Bestäubungsleistung ist unersetzlich. Von den bienenwissenschaftlichen Einrichtungen wird als Hauptursache für Völkerverluste die parasitische Milbe Varroa destructor angeführt. Aber auch andere Aspekte wie die Nahrungsverfügbarkeit, die Veränderung des Klimas sowie weitere Bienenparasiten bzw. -schädlinge spielen hierbei eine Rolle. Über die vielfältigen Maßnahmen zum Schutz der Bienen und zur Unterstützung der Imkerinnen und Imker ist eine ausführliche Berichtertattung notwendig, damit der weitere Handlungsbedarf abgeschätzt werden kann. Dabei können auch die Ergebnisse aus der Honig-, Pollen- und Wachsuntersuchung eine wertvolle Hilfe sein.

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