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Fachkräftegewinnung und -bindung in der frühkindlichen Bildung

22.08.2019 - Antrag | 18/5648

Initiatoren:
Thomas Huber, Sylvia Stierstorfer, Winfried Bausback, Matthias Enghuber, Petra Högl, Andreas Jäckel, Jochen Kohler, Stephan Oetzinger, Andreas Schalk, Florian Streibl, Fabian Mehring, Susann Enders, Johann Häusler, Peter Bauer, Manfred Eibl, Hubert Faltermeier, Hans Friedl, Tobias Gotthardt, Eva Gottstein, Joachim Hanisch, Wolfgang Hauber, Leopold Herz, Alexander Hold, Nikolaus Kraus, Rainer Ludwig, Gerald Pittner, Bernhard Pohl, Kerstin Radler, Gabi Schmidt, Jutta Widmann, Benno Zierer

Der Landtag betont, dass für eine qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung und den bedarfsgerechten Ausbau der Betreuungsangebote in Bayern gut qualifizierte Fachkräfte essenziell sind. Daher kommt der Gewinnung und Bindung von Fachkräften höchste Priorität zu. Kommunen und Einrichtungsträger, aber auch der Freistaat Bayern haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Anstrengungen unternommen, müssen sich diesem Thema jedoch immer wieder aufs Neue stellen und, bezüglich des Freistaats im Rahmen vorhandener Stellen und Mittel, Weiterentwicklungen anstoßen.


Der Landtag begrüßt daher den 5-Punkte-Plan für mehr Fachkräfte und eine höhere Qualität in der Kinderbetreuung der Bayerischen Staatsregierung sowie das von ihr ins Leben gerufene Bündnis für frühkindliche Bildung in Bayern.


Der Landtag fordert die Staatsregierung auf, Sorge dafür zu tragen, dass im Rahmen der Arbeitsgruppe -Fachkräftegewinnung- des Bündnisses für frühkindliche Bildung insbesondere auch die Einführung einer vergüteten Ausbildung sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Vergütung der pädagogischen Fachkräfte bewertet werden und dargelegt wird, wie diese Maßnahmen umgesetzt werden könnten. Der Landtag fordert die Staatsregierung auf, im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Familie und Jugend zeitnah über erste Ergebnisse der Arbeitsgruppen -Fachkräftegewinnung- und -Kita 2050- des Bündnisses für frühkindliche Bildung zu berichten.



Für ein bedarfsgerechtes und hochwertiges Angebot an frühkindlicher Bildung braucht es vor allem Fachkräfte. Nach Schätzungen der Staatsregierung besteht in Bayern bis 2023 ein zusätzlicher Bedarf an etwa 30.000 Fach- und Ergänzungskräften in Krippen, Kindergärten und Horten. Kommunen, Einrichtungsträger und Freistaat müssen daher weiter alle Anstrengungen unternehmen, um Fachkräfte auszubilden und durch attraktive Rahmenbedingungen auch an die Einrichtungen zu binden. Denn ohne ausreichend Fachkräfte lassen sich weder die Betreuungsangebote ausbauen noch lässt sich das hohe Bildungsniveau sicherstellen. Dabei kann an vielen Maßnahmen der Maßnahmen der Vergangenheit wie z. B. der Verbesserung des Anstellungsschlüssels oder dem Ausbau der Fachschulkapazitäten angeknüpft werden.


Die Bayerische Staatsregierung hat dazu im April 2019 bereits einen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt, in dem es zum Beispiel um leistungsgerechte Bezahlung, attraktive Ausbildung und die Gewinnung von Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger und Rückkehrerinnen und Rückkehrer geht. Es geht aber auch darum, das Image sozialer Berufe insgesamt zu fördern.


Das am 21. Juni 2019 ins Leben gerufene Bündnis für frühkindliche Bildung widmet sich nun den Themen Fachkräftegewinnung und Rahmenbedingungen auf einer breiten Basis - von der Frage der Ausbildungsvergütung bis hin zu den Rahmenbedingungen von morgen. Denn über die Zukunft nachdenken heißt sich Gedanken dazu zu machen, wie die Einrichtungen in Zukunft aussehen und arbeiten sollen - die -Kita 2050-. Das Bündnis holt die Akteure der frühkindlichen Bildung in Bayern an einen Tisch: Kommunale Spitzenverbände, Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege und Gewerkschaften. In zwei Arbeitsgruppen -Fachkräftegewinnung- und -Kita 2050- sollen Konzepte und Ideen entwickelt werden.

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