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Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP)

23.01.2020 - Antrag | 18/5832

Initiatoren:
Eric Beißwenger, Alexander Flierl, Martin Schöffel, Tanja Schorer-Dremel, Volker Bauer, Barbara Becker, Wolfgang Fackler, Petra Högl, Martin Huber, Petra Loibl, Thorsten Schwab, Klaus Steiner, Martin Wagle, Manuel Westphal, Florian Streibl, Fabian Mehring, Leopold Herz, Benno Zierer, Peter Bauer, Manfred Eibl, Susann Enders, Hubert Faltermeier, Hans Friedl, Tobias Gotthardt, Eva Gottstein, Joachim Hanisch, Wolfgang Hauber, Johann Häusler, Alexander Hold, Nikolaus Kraus, Rainer Ludwig, Gerald Pittner, Bernhard Pohl, Kerstin Radler, Gabi Schmidt, Jutta Widmann

Die Staatsregierung wird aufgefordert,



  • über die Neuauflage des Rahmenplans zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu berichten sowie

  • zu prüfen, ob das bestehende tierseuchenrechtlich begründete finanzielle Anreizsystem zur Reduzierung der bayerischen Wildschweinpopulation im Rahmen vorhandener Stellen und Mittel auch auf die Erlegung männlichen Schwarzwildes ausgeweitet werden sollte.



Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine virale Infektionskrankheit. Sie betrifft ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine). Die Übertragung erfolgt entweder direkt von Tier zu Tier oder indirekt z. B. über kontaminierte Gegenstände.


Die ASP breitet sich in Europa immer weiter aus. Betroffen sind derzeit insbesondere Polen, Belgien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Slowakei und Serbien sowie das Baltikum, Russland und die Ukraine. In Deutschland ist bislang kein Fall der ASP festgestellt worden, jedoch wurde aktuell ein infiziertes Wildschwein im Westen Polens, 12 km von der Grenze zu Sachsen entfernt, aufgefunden. Damit ist das Risiko eines Eintrags nach Deutschland nochmals deutlich gestiegen.


Um den Ausbruch und die Weiterverbreitung der ASP nach Bayern zu verhindern, wurde bereits ein umfangreiches Maßnahmenpaket aufgelegt. Dazu gehören u.a. ein bayernweit koordiniertes und zielgerichtetes Vorgehen und eine enge Kooperation von Bund, Ländern, Kommunen und Verbänden. Hohe Wildschweindichten stellen bei der Weiterverbreitung der ASP einen großen Risikofaktor dar. Daher ist ein wesentliches Instrument der Bekämpfung die Reduzierung der Wildschweindichte durch intensive Bejagung. Bislang wurde für das Erlegen von bestimmten Wildschweinen, wie Frischlingen, Überläuferbachen und Bachen, die für die Aufzucht der Jungtiere nicht notwendig sind, ein tierseuchenrechtlich begründetes, finanzielles Anreizsystem geschaffen. Nachdem Zielrichtung dieser Präventionsmaßnahme eine Bestandsreduzierung von Schwarzwild ist, sollte dieses Anreizsystem auch auf die Erlegung männlichen Schwarzwildes ausgeweitet werden.

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