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Trinkwasserqualität im Landkreis Roth und speziell im Bereich des WZV Heidenberg

05.02.2020 - Schriftliche Anfrage | 18/6892

Initiatoren:
Volker Bauer

Bekanntermaßen stellt die Entwicklung der Nitratbelastung in mehreren Regionen des Freistaats die Wasserwirtschaft vor große Herausforderungen, da der Stoff, gelangt er ins Trinkwasser, in Verdacht steht, kanzerogen zu sein. Daher gilt EU-weit ein Grenzwert von 50mg Nitrat/l bzw. ein Vorsorgewert von 37,5 mg Nitrat/l. Werden die Werte in Flachbrunnen überschritten, kann hierauf durch Maßnahmen zur Senkung der Nitratbelastung oder durch Beimischung wertvollen, alten Wassers aus Tiefenbrunnen reagiert werden. Die bayernweit unterschiedlich ausgeprägte Herausforderung -Nitratbelastung im Grundwasser- ist also vor allem vor Ort im Sinne der Gesundheit der Menschen und der nachhaltigen Wasserbewirtschaftung zu lösen.


Auf Bundes- und Landesebene sind sich die Parteien einig, dass etwas getan werden muss, wenngleich über den genauen Ansatz zur Erreichung der EU-Vorgaben für die Nitratbelastung in den Grundwasserströmen, ungeachtet der verabschiedeten Düngeverordnungsreform (2017) unterschiedliche Ansichten bestehen. Die CSU vertritt dabei die Ansicht, dass ein nachhaltiger Schutz unseres Trinkwassers weder durch die standardmäßige Wassermischung zur Wertsenkung noch gegen die heimische Landwirtschaft erreicht werden kann, sollen gleichzeitig unsere Kulturlandschaft und unsere heimischen Erzeuger hochwertiger, regionaler Nahrungsmittel erhalten bleiben.


Ich frage daher die Staatsregierung:



  1. Wie viele Trinkwasserbrunnen, auch Quellbrunnen, im Landkreis Roth mussten seit dem Erfassungszeitraum wegen überhöhter Nitratwerte geschlossen werden-

  2. Wie viele und welche einzelnen Trinkwasserbrunnen im Landkreis Roth weisen Nitratwerte über dem gesetzlichen Grenzwert auf-

  3. Wie haben sich die Nitratwerte der fünf Flach- und Tiefbrunnen des Wasserzweckverbands Heidenberg, hier exemplarisch für den trockenen Raum Mittelfrankens, seit 1996 entwickelt- (Aufschlüsselung nach Brunnen, nicht nach abgegebenem Mischwasser - auch die maximalen Werte jedes einzelnen Brunnen)

  4. Wie alt schätzt man das durch den Wasserzweckverband Heidenberg in den Tiefbrunnen gewonnene Wasser- In welchem Umfang steht es zur Verfügung- Und wie lange dauert eine Neubildung dieser wertvollen Ressource-

  5. Wie haben sich die Wasserpreise im Wasserzweckverband Heidenberg seit 1996 entwickelt-

  6. Welche Maßnahmen wurden seit 1996 seitens des Verantwortlichen Vorsitzenden und dem Wasserzweckverband Heidenberg z.B. in der Kooperation mit der heimischen Landwirtschaft ergriffen, um die Nitratbelastung der Flachbrunnen im Gewinnungsgebiet des Wasserzweck-verbandes zu senken und wie waren die Erfolge-

  7. Wie werten die Fachabteilungen der Staatsregierung den Gesamtzustand des Gewinnungsgebietes Heidenberg in Hinblick auf die Nitratwerte und was wären die aktuellen Handlungsempfehlungen-

  8. Wie werten die Fachabteilungen der Staatsregierung den Einflusses des Gewässers (Aurach) als Stickstoffeinbringer des Grundwasserkörpers, in dem sich die Flachbrunnen befinden-

  9. Wie werten die Fachabteilungen der Staatsregierung den Einfluss von ggf. undichten Kanälen in Götzenreuth auf die Nitratwerte-

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