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Inklusion in Bayern - Gebärdensprache als Wahlfach etablieren

19.02.2020 - Antrag | 18/7985

Initiatoren:
Thomas Huber, Winfried Bausback, Matthias Enghuber, Petra Högl, Andreas Jäckel, Jochen Kohler, Stephan Oetzinger, Andreas Schalk, Sylvia Stierstorfer, Florian Streibl, Fabian Mehring, Eva Gottstein, Peter Bauer, Manfred Eibl, Susann Enders, Hubert Faltermeier, Hans Friedl, Tobias Gotthardt, Joachim Hanisch, Wolfgang Hauber, Johann Häusler, Leopold Herz, Alexander Hold, Nikolaus Kraus, Rainer Ludwig, Gerald Pittner, Bernhard Pohl, Kerstin Radler, Gabi Schmidt, Jutta Widmann, Benno Zierer, Hubert Aiwanger, Thorsten Glauber, Michael Piazolo, Anna Stolz, Roland Weigert

Die Staatsregierung wird aufgefordert zu prüfen, wie im Rahmen der im aktuellen und in zukünftigen Haushalten jeweils vorhandenen Stellen und Mittel das Erlernen von Gebärdensprache als Wahlfach oder in einer anderen Form an weiterführenden Schulen unterstützt werden kann. Die Staatsregierung möge dabei insbesondere die Möglichkeit von Angeboten geeigneter Kooperationspartner wie z.B. die bayerischen Vermittlungsstellen für Gebärdensprachdolmetscher oder die Hochschule Landshut zur Unterstützung der Schulen prüfen.



Gehörlose sind in der Kommunikation oftmals auf Gebärdensprache angewiesen. Die Vermittlung von Grundkenntnissen der Gebärdensprache ermöglicht eine immer besser funktionierende, inklusive Gesellschaft. Junge Menschen bekommen nicht nur ein besseres Verständnis für Menschen mit Hörbehinderung, sondern erlenen auch Grundfähigkeiten in der Kommunikation mit gehörlosen Menschen. Wie bei anderen Fremdsprachen auch, erlernen junge Menschen die Gebärdensprache schneller und einfacher als im Erwachsenenalter. Hinzukommt, dass in Bayern ein großer Bedarf an Gebärdensprachdolmetscher besteht. Eine Vermittlung von Grundkenntnissen im Rahmen eines Wahlfaches kann dazu beitragen, dass sich mehr junge Menschen für eine Ausbildung zum Gebärdensprachdolmetscher interessieren.

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