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Lehrerbildung weiter optimieren und von den Erfahrungen der Corona-Pandemie profitieren

27.01.2021 - Antrag | 18/14470

Initiatoren:
Gerhard Waschler, Winfried Bausback, Gudrun Brendel-Fischer, Norbert Dünkel, Ute Eiling-Hütig, Barbara Regitz, Berthold Rüth, Ludwig Spaenle, Peter Tomaschko, Florian Streibl, Fabian Mehring, Eva Gottstein, Peter Bauer, Manfred Eibl, Susann Enders, Hubert Faltermeier, Hans Friedl, Tobias Gotthardt, Joachim Hanisch, Wolfgang Hauber, Johann Häusler, Leopold Herz, Alexander Hold, Nikolaus Kraus, Rainer Ludwig, Gerald Pittner, Bernhard Pohl, Kerstin Radler, Gabi Schmidt, Jutta Widmann, Benno Zierer

Der Bayerische Landtag dankt den engagierten Lehrerinnen und Lehrern sowie der Bayerischen Staatsregierung für alle Anstrengungen, im bisherigen Verlauf der Pandemie die Bildung der Schülerinnen und Schüler in Bayern bestmöglich zu gewährleisten.


Die Staatsregierung wird aufgefordert zu prüfen, wie im Rahmen der vorhandenen Stellen und Mittel in den Lehramtsprüfungsordnungen digitale Bildung gestärkt und verbindlich verankert werden kann, um nachhaltig und flächendeckend die Qualifizierung der angehenden Lehrkräfte weiterzuentwickeln. Dazu sollen die in der Zeit der Corona-Pandemie gemachten Erfahrungen dokumentiert und aufgearbeitet werden, um entsprechende Pläne für eine Weiterentwicklung der Lehrerbildung in der ersten und zweiten Ausbildungsphase auszuarbeiten. Die Träger der Lehrerbildung, insbesondere Universitäten und Studienseminare, sollen frühzeitig in den Prozess eingebunden werden. Der im Rahmen der Hightech-Agenda in diesem Bereich angestoßene Ausbau an den Universitäten ist voranzutreiben und zu verstetigen.


Auch in der dritten Phase - der Lehrerfortbildung - sind die verschiedenen Facetten des Themas digitale Bildung verstärkt zu vermitteln.


Die gesteigerten digitalen Kompetenzen der Lehrkräfte sollen sowohl im Präsenz- als auch im Distanzunterricht anwendbar sein.



Die Corona-Pandemie hat den Schulen einen Digitalisierungsschub beschert. Viele Lehrkräfte haben sich in den vergangenen Monaten sehr engagiert mit der Gestaltung digital gestützter Lernsettings beschäftigt. Diesen Schwung und die gesammelten Erfahrungen gilt es zu nutzen, um die Lehrkräfte dauerhaft auf der Höhe der Zeit zu qualifizieren. Da die Schule nach der Corona-Pandemie digitaler sein wird, als wir sie bisher kannten, ist eine dauerhafte Anpassung der Lehrerbildung geboten, denn für guten digitalen Unterricht ist die richtige Didaktik und Methodik entscheidend. Es ist daher sicherzustellen, dass die bayerischen Lehrkräfte auch in diesem Bereich bestmöglich ausgebildet sind.
Der qualitative Sprung hin zu einem stärker digitalisierten Unterricht soll dabei zunächst dem normalen Präsenzunterricht zugutekommen, um den Weg eines modernen und zeitgemäßen Bildungssystems fortzusetzen. Angesichts der globalen Vernetzung ist jedoch nicht auszuschließen, dass es auch künftig und häufiger als bisher zu Ausnahmesituationen wie der Corona-Pandemie kommen kann. Daher soll der Einsatz des digitalen Lernens in einem möglichen Distanzunterricht in dem ganzen Prozess stets mitgedacht werden. Auch für diesen Fall müssen Lehrkräfte über die entsprechenden didaktischen Instrumente und Methoden verfügen.

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