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Bildungsgerechtigkeit durch zusätzliche Lernangebote sicherstellen

15.03.2021 - Antrag | 18/14498

Initiatoren:
Thomas Huber, Gerhard Waschler, Winfried Bausback, Gudrun Brendel-Fischer, Norbert Dünkel, Ute Eiling-Hütig, Matthias Enghuber, Petra Högl, Andreas Jäckel, Jochen Kohler, Stephan Oetzinger, Barbara Regitz, Berthold Rüth, Andreas Schalk, Ludwig Spaenle, Sylvia Stierstorfer, Peter Tomaschko, Florian Streibl, Fabian Mehring, Eva Gottstein, Peter Bauer, Manfred Eibl, Susann Enders, Hubert Faltermeier, Hans Friedl, Tobias Gotthardt, Joachim Hanisch, Wolfgang Hauber, Leopold Herz, Alexander Hold, Johann Häusler, Nikolaus Kraus, Rainer Ludwig, Gerald Pittner, Bernhard Pohl, Kerstin Radler, Gabi Schmidt, Jutta Widmann, Benno Zierer

Die Staatsregierung wird aufgefordert, über die geplante Ausgestaltung der anlässlich der Kinder- und Jugendkonferenz am 8. März 2021 vorgestellten Maßnahmen zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler in der Corona-Pandemie im Bildungsausschuss zu berichten. Das von der Staatsregierung angekündigte Konzept sieht neben den schulischen Angeboten zur Schließung von Lernlücken auch ein Konzept für zusätzliche zeitlich befristete freiwillige Lernangebote sowie freizeitpädagogische Angebote in den Schulferien vor. Für die Durchführung der Angebote sollen u. a. (pensionierte) Lehrkräfte auf freiwilliger Basis, Teamlehrkräfte und Schulassistenzen, Lehramtsstudierende, Erfahrene aus dem Bereich des offenen Ganztags, der Mütter- und Familienzentren, der Erwachsenenbildung und der Freiwilligenzentren gewonnen werden. Zusätzlich sollen Schülerinnen und Schüler als Tutoren eingesetzt werden. Die Staatsregierung soll zudem berichten, wie die Honorierung gestaltet werden soll, damit sich Anreize für die Gewinnung von geeignetem Personal eröffnen, und wie der von der Kultusministerkonferenz gemeinsam mit dem Bund angekündigte -Aktionsplan gegen Lerndefizite- in geeigneter Weise innerhalb des Konzepts berücksichtigt werden kann.



Das Schuljahr 2020/2021 ist bedingt durch die Corona-Pandemie kein normales Schuljahr. Die Staatsregierung, die Schulverwaltung und insbesondere die Schulen vor Ort unternehmen unter dem Einsatz erheblicher zusätzlicher Mittel große Anstrengungen, dass möglichst keine Lern- bzw. Kenntnislücken entstehen, wofür ihnen aller Dank gebührt. Dennoch liegt es auf der Hand, dass wochenlanger Distanzunterricht einen normalen Präsenzunterricht nicht gleichwertig ersetzen kann. Daher können bei Schülerinnen und Schülern Lerndefizite entstanden sein, die durch zusätzliche freiwillige Angebote gezielt vermindert werden können.
Ein wichtiges Unterstützungsinstrument sind die Brückenangebote, die in diesem Schuljahr nach Bedarf an den Schulen eingerichtet bzw. fortgeführt werden. Darüber hinaus stellen Lernangebote jenseits des normalen Schulbetriebs eine nützliche Ergänzung der Unterstützungsmöglichkeiten dar, was die Staatsregierung nach der Kinder- und Jugendkonferenz am 8. März bestätigt hat. Da sie freiwilliger Natur sein sollen, sind gezielte Werbung und Empfehlungen für die Lernangebote entscheidend, damit diejenigen Schülerinnen und Schüler, die die Unterstützung am meisten benötigen, diese auch bekommen. Hinsichtlich der Gewinnung des benötigten Personals sind alle fachlich sinnvollen Möglichkeiten zu prüfen. Dabei ist die Qualität der Lernangebote stets im Auge zu behalten.

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