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Doppelhaushaltsplan 2019/2020:
hier: Einzelplan 15 (Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst)

hier: Stärkung der Vermittlung des Themenkomplexes -Vertreibung, Flucht und Integration- (Kap. 15 55 Tit. 533 71)

18.03.2019 - Änderungsantrag | 18/1031

Initiatoren:
Thomas Kreuzer, Alexander König, Winfried Bausback, Karl Freller, Josef Zellmeier, Gerhard Waschler, Michael Hofmann, Martin Bachhuber, Gudrun Brendel-Fischer, Norbert Dünkel, Ute Eiling-Hütig, Petra Guttenberger, Hans Herold, Johannes Hintersberger, Klaus Holetschek, Gerhard Hopp, Andreas Jäckel, Harald Kühn, Otto Lederer, Petra Loibl, Helmut Radlmeier, Barbara Regitz, Berthold Rüth, Martin Schöffel, Bernhard Seidenath, Sylvia Stierstorfer, Peter Tomaschko, Steffen Vogel, Ernst Weidenbusch, Manuel Westphal, Georg Winter

Im Entwurf für den Doppelhaushalt 2019/2020 wird folgende Änderung vorgenommen:


Bei Kap. 15 55 Tit. 533 71 wird der Ansatz einmalig für das Jahr 2019 um 100,0 Tsd. Euro von 20,0 Tsd. Euro auf 120,0 Tsd. Euro erhöht.


 Die Deckung erfolgt aus Kap. 13 03 Tit. 893 06.



Die erfolgreiche Bewältigung der Flucht und Vertreibung von Millionen von Deutschen gegen und nach Ende des Zweiten Weltkrieges stellt eine enorme gesellschaftliche Leistung dar. Gerade auch für die junge Generation ist es wertvoll zu lernen, was eine Gesellschaft leisten kann, wenn alle Kräfte zusammenwirken. Da sich das Thema -Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg- aufgrund des fortgeschrittenen Alters der Betroffenen zunehmend vom kommunikativen ins kulturelle Gedächtnis verlagert und da sich in Gestalt zahlreicher Aussiedler und Spätaussiedler (z.B. sog. Russlanddeutsche) in den vergangenen Jahrzehnten eine weitere, bislang wenig dokumentierte Integrationsbewegung vollzogen hat, sollten die Bemühungen um das Themenfeld -Vertreibung, Aussiedlung, Integration- intensiviert werden.


Zu diesem Zweck sind für das Haushaltsjahr einmalig 100,0 Tsd. Euro vorgesehen, damit das Haus der Bayerischen Geschichte Zeitzeugen-Interviews durchführen und diese in Form von geeigneten Videoaufnahmen für das kulturelle Gedächtnis sichern kann. Zudem soll mit diesem Einmalbetrag eine Sammlung von museumsreifen und attraktiven Objekten sowie privaten Foto- und Filmaufnahmen aufgebaut werden, die im Museum der Bayerischen Geschichte sowie online präsentiert werden kann. Ein weiterer Baustein sollen dabei schulische Projekte der Bavariathek sein, bei denen z.B. die Geschichte von Flucht, Vertreibung und Integration vor Ort - insbesondere in Vertriebenenstädten - untersucht und aufgearbeitet werden kann.


Um die Ergebnisse dieser Arbeit möglichst vielen Schülerinnen und Schülern in Bayern zugänglich zu machen, sollen diese auf Mebis - der bayerischen Lernplattform - veröffentlicht werden.

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