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Bericht zu Titanoxid

15.02.2019 - Antrag | 18/1575

Initiatoren:
Tanja Schorer-Dremel, Eric Beißwenger, Volker Bauer, Barbara Becker, Alexander Flierl, Martin Huber, Petra Loibl, Klaus Steiner, Martin Wagle

Die Staatsregierung wird aufgefordert, über den chemischen Stoff -Titanoxid- schriftlich zu berichten. Titanoxid hat als Weißpigment ein weites Einsatzgebiet. Jährlich werden weltweit vier bis fünf Millionen Tonnen produziert. Neben Lacken und Anstrichen wird der Stoff auch in Medikamenten, Lebensmitteln und Kosmetikartikeln verwendet.


Die europäische Chemikalienagentur ECHA hat vorgeschlagen den Stoff als potenziell krebserregend einzustufen, was weitreichende Konsequenzen für Industrie und Verbraucher haben wird, sofern die Europäische Kommission deshalb eine Kennzeichnungspflicht beschließt.



Sollten Produkte mit Titanoxid, wie von der europäischen Chemikalienagentur vorgeschlagen, als -vermutlich krebserregend- eingestuft werden, würde das in einigen Fällen zu einem Verbot führen, in anderen Fällen müssten Produkte mit Titanoxid mit dem Vermerk -vermutlich krebserregend- gekennzeichnet werden. Dies dürfte bei Verbrauchern große Verunsicherung herbeiführen, zumal die Kennzeichnungspflicht sich nur auf Produkte, die unter die Sparte -Chemie- fallen erstreckt, nicht aber auf Lebensmittel und Pharmazeutika, da diese nicht unter das Chemikalienrecht fallen.


Vertreter der Industrie befürchten einen Präzedenzfall, so dass künftig weitere Materialien als potenziell krebserregend eingestuft werden könnten, obwohl, so die momentane Erkenntnislage, wie bei Titanoxid, Gefahr nur von deren Stäuben ausgeht.


 


 

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